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Szent Jakab Baráti Kör

Der ungarische Jakobus-Freundeskreis, 2012 gegründet aus einer Pilgerwanderung von 2009: Er markiert und pflegt Camino Húngaro und Camino Benedictus, gibt den ungarischen Pilgerausweis aus und führt Pilgerbüros in Budapest und Szeged.

Die Caminos auf der Karte

Caminos dieses Partners

Wer hinter dem Weg steht

Der Szent Jakab Baráti Kör – auf Deutsch etwa „Freundeskreis des heiligen Jakobus“ – begann im Januar 2009 mit einem Gespräch unter Freunden, die schon in Spanien gepilgert waren: Warum nicht zum Jakobstag nach Lébény gehen, zur romanischen Jakobskirche aus dem frühen 13. Jahrhundert? Im Sommer 2009 brachen 52 Pilger in Budapest auf, mehr als 70 kamen in Lébény an. „A Szent Jakab zarándokút úgy született, hogy elindultunk rajta“, schreibt der Verein – der Weg entstand, indem man ihn ging.

Ab 2010 wurde markiert, im selben Sommer zog eine Gruppe von Lébény weiter bis Wolfsthal in Österreich und hängte Ungarn damit an das europäische Netz an. 2012 wurde der gemeinnützige Verein (közhasznú egyesület) offiziell gegründet. Er hat bewusst nur wenige Mitglieder; die Arbeit tragen ehrenamtliche Helfer aus der Pilgergemeinschaft. 2021 erhielt der Verein gemeinsam mit der Jakobusvereinigung von Ávila den spanischen Elías-Valiña-Preis.

Die Wege des Vereins

Ungarn hat zwei Arme des Jakobswegs, und beide betreut der Freundeskreis – mit derselben gelben Muschel und demselben Pilgerausweis. In Pannonhalma laufen sie zusammen:

  • Camino Húngaro – 272 km vom Kilometer-Null-Stein in Budapest über die Gerecse, die Erzabtei Pannonhalma und Lébény bis Wolfsthal an der österreichischen Grenze
  • Camino Benedictus – 208,4 km von der Benediktinerabtei Tihany am Balaton durch den Bakony über Pannonhalma und Lébény nach Rajka an der slowakischen Grenze

Markiert sind beide Wege mit der gelben Jakobsmuschel, meist auf weißem Grund, oft mit gelbem Pfeil; die Spitze der Muschel, wo die Rippen zusammenlaufen, zeigt die Gehrichtung. Ehrenamtliche Abschnittsverantwortliche kümmern sich um Zeichen und Wege.

Was der Verein für Pilger tut

Der Verein gibt den ungarischen Pilgerausweis (Zarándokútlevél) aus: 1.500 HUF (ca. 3,70 €), persönlich im Pilgerbüro ZarándokZug in Budapest (Nyugati tér 6, Montag und Donnerstag 17–19 Uhr) oder im ZarándokPont in Szeged (Mittwoch 18–19:30 Uhr), per Post gegen Porto ab 500 HUF (ca. 1,20 €) (Stand: Oktober 2026). Er gilt auf den ungarischen Wegen und auf der Iberischen Halbinsel – und nur mit ihm bekommst du in den als „Zarándokszállás“ gekennzeichneten Pilgerunterkünften den ermäßigten Preis.

Wer ankommt, bekommt im Szent-Jakab-Besucherzentrum neben der Kirche von Lébény die Abschlussurkunde, wenn der Pass Stempel aus den Camino-Orten trägt, darunter mindestens einen aus Pannonhalma. Dazu kommen Unterkunftslisten, Wanderführer und GPS-Tracks für jede Etappe, das Camino Café – kostenlose Gesprächsrunden für alle, die vor ihrem ersten Camino Fragen haben – und das Fest zum Jakobstag am 25. Juli in Lébény.

Kontakt und Mitmachen

Website: szentjakabut.hu mit Wegen, Unterkünften, Pilgerausweis und Terminen · E-Mail: info@szentjakabut.hu · Pilgerbüro: ZarándokZug, Nyugati tér 6, 1055 Budapest. Mithelfen kannst du als Abschnittsverantwortlicher, mit Diensten im Pilgerbüro oder mit einer Spende. „Zarándokok vagyunk. Barátok vagyunk. Önkéntesek vagyunk.“ – Pilger, Freunde, Ehrenamtliche: So beschreibt sich der Verein selbst.