Die entferntesten Jakobsweg-Schilder: Wegweiser nach Santiago aus aller Welt
Überall auf der Welt zeigen Schilder nach Santiago – manche absurd weit weg. Eine Sammlung der entferntesten Wegweiser, von Rio de Janeiro bis zum Nullpunkt in Finisterre.
1. Juli 20264 Min. Lesezeit
Der Weg beginnt vor deiner Haustür
Der Jakobsweg hat keinen einzigen Anfang. Man sagt, er beginne vor jeder Haustür – und sei in Santiago noch lange nicht zu Ende, weil der eigentliche Weg dort erst losgeht. Kein Wunder also, dass überall in Europa und weit darüber hinaus Wegweiser nach Santiago stehen, viele davon herrlich weit entfernt.
Pilgerinnen und Pilger aus der Camino-Ninja-Gemeinschaft haben die entferntesten Schilder fotografiert und uns geschickt. Hier sind sie – geordnet von der größten Entfernung bis zum Nullpunkt in Finisterre.
Mach mit – schick uns dein Schild
Diese Sammlung wächst mit der Community. Hast du unterwegs einen besonders weit entfernten oder schönen Wegweiser nach Santiago fotografiert? Schick ihn uns per E-Mail an info@caminoninja.com – am besten mit Ort und, wenn möglich, Kilometerangabe. Wir nehmen ihn gern auf und halten die Sammlung aktuell.
Von einem anderen Kontinent
8.013 km – Rio de Janeiro (Brasilien). Das mit Abstand entfernteste Schild unserer Sammlung. Wer bietet mehr? Foto: Suzanne Keesing.
Über 3.000 Kilometer
3.493 km – Malta. Ein Geschenk an die Insel, ganz im Stil Galiciens – auch wenn man erst über Sizilien und Sardinien nach Barcelona übersetzen müsste. Foto: Louis van Dalen.
3.420 km – Hamar (Norwegen). Auf dem Olavsweg gefunden. Foto: Armin Müller.
3.400 km – Greifswald. An der Ostsee. Foto: Burkhard Sonntag.
3.250 km – deutsch-dänische Grenze bei Flensburg. Auf dem Heerweg von Viborg nach Hamburg. Foto: Erwin Nissen.
3.000 km – Kärnten (Österreich). Die Angabe ist vermutlich großzügig gerundet. Foto: Gabriele Pogantisch.
2.500 bis 3.000 Kilometer
2.990 km – Waldviertel (Österreich). Startpunkt des Österreichischen Jakobswegs. Foto: Emil Palme.
2.971 km – Berlin. Am Hauptbahnhof (am Potsdamer Platz steht ein ähnliches mit 2.968 km). Foto: Kerstin Prestin.
2.940 km – Erfurt. Vermutlich in einem Garten; der Weg führt über Konstanz. Foto: Matthias Katze.
2.804 km – Nürnberg. An der Jakobskirche hat die Pilgerin die Wahl: links 2.750 km, rechts 2.804 km. Foto: Karin Bepunkt.
2.800 km – Freising-Vötting. An der Jakobuskirche, über den Freisinger Jakobsweg.
2.771 km – Goldsteig (Bayerischer Wald). Ein Stein mitten im Wald. Foto: Andrea Göb.
2.743 km – Randersacker bei Würzburg.Foto: IchBinDannMalUnterwegs (Der Spessartpilger).
2.609 km – Mosel-Camino, Klickerterhof.Foto: Katrin Gebhard.
2.597 km – Mosel-Camino, Kloster Maria Engelport. Ein Geheimtipp unter den Wegen. Foto: Katrin Gebhard.
2.577 km – hinter der Wieskirche (Bayern). Ein Wegweiser im Boden. Foto: Michaela Makrai.
2.500 km – Giengen an der Brenz. Eine von mehreren „runden“ 2.500ern – offenbar wird gern gerundet.
2.500 km – Lübeck. An der Via Baltica. Foto: Ann-Kristin Budde.
2.500 km – Hamburg. An der St.-Jakobi-Kirche. Foto: Thomas Haul.
2.500 km – Renesse (Niederlande).Foto: Nicole Dolibog.
2.000 bis 2.500 Kilometer
knapp 2.500 km – Münchner Jakobsweg bei Schäftlarn. Das Besondere: Der Baum verschluckt das Schild langsam. Foto: Mel Messerschmidt.
2.454 km – Leipzig. Schild oder Baum? Gefunden in der grünen Lunge der Stadt. Foto: Melanie Ettzweiler.
2.395 km – Schweich am Mosel-Camino.Foto: Katrin Gebhard.
2.340 km – Konstanz am Bodensee. Hier beginnt der Schwabenweg Richtung Einsiedeln – täglich stehen Menschen davor und denken: eines Tages…
2.334 km – Unterschwillach. Hubert hat sich eine Muschel samt Kilometerangabe an die Hofeinfahrt gehängt: „Der Weg beginnt daheim vor der Haustür.“ Buen camino!
2.330 km – Unterperfuss (Tirol). Zwischen Innsbruck und St. Anton am Arlberg. Foto: Anja Wolmuth.
2.330 km – Märstetten (Schweiz).Foto: Montegazzo Outdoor.
2.249 km – Fernabrünst. Zwischen Nürnberg und Rothenburg. Foto: Karin Bepunkt.
2.239 km – Freiburg im Breisgau. Hinweis auf die Via Podiensis, den Hauptweg durch Frankreich. Foto: Mel Eff.
2.173 km – Pfongau bei Salzburg.Foto: Melanie Etzweiler.
2.155 km – Champagne (Frankreich).Foto: Carola.
2.150 km – Gois bei Salzburg. Vor der Jakobskirche. Foto: Eva Nemec.
2.125 km – Alter Monrealer Weg. Eine schöne Säule. Foto: Andrea Roberts.
2.076 km – Chablis (Frankreich).Foto: Carola.
Unter 2.000 Kilometer
1.865 km – schweizerisch-französische Grenze. Die Schweiz verabschiedet ihre Pilger mit diesem Schild. Foto: Oli Ver.
1.521 km – Le Puy-en-Velay (Frankreich). Der Beginn der Via Podiensis. Foto: Nikko Gil.
998 km – Córdoba.Foto: Patricia Corthorn.
790 km – Roncesvalles. Hier beginnt „der klassische“ Camino Francés.
648 km – Madrid. Auf dem selten begangenen Camino de Madrid. Foto: Mo Wa.
Und am Ziel
30 Zentimeter – zur Kaffeepause. Manche Distanzen sind angenehm kurz. Foto: Kai Peter Jasny.
0 Kilometer – Finisterre. Angekommen. Noch ein paar Schritte, und du stehst im Atlantik – am Ende des Weges und zugleich am Anfang von etwas Neuem. Foto: Andreas Quiner.