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Friends of the Way of St. James in Poland
Der überregionale Verein der Jakobspilger in Polen: Seit 2009 erforscht, markiert und betreut er von Wrocław aus die polnischen Jakobswege, gibt Pilgerpässe und Camino-Urkunden aus und informiert Pilger.
Die Caminos auf der Karte
Caminos dieses Partners
Via Regia PolskaDie Via Regia Polska führt in 935,0 Kilometern von Medyka an der ukrainischen Grenze nach Görlitz an der Neiße, auf der Trasse der mittelalterlichen Königsstraße, die 1252 erstmals als „strata regia“ in einer Urkunde steht. Unterwegs liegen Przemyśl, Rzeszów, Tarnów, Kraków, die Wallfahrtsberge von Piekary und Sankt Annaberg, Opole, Wrocław und Legnica. Markiert wurde sie von West nach Ost, ab 2006 an der Neiße, zuletzt in den Karpatenvorbergen. Rund 41 Etappen, ↗ 7.445 Meter, höchster Punkt 474 Meter auf der Krakauer Jura nördlich von Ojców.Diesen Camino entdecken
Camino SudeckaDer Camino Sudecka führt dich auf 114,3 Kilometern vom Dreiwege-Knoten Lubań durch das Isergebirgsvorland und die Bóbr-Schlucht am Rand des Riesengebirges hinauf nach Chełmsko Śląskie — vorbei an den einzigen mittelalterlichen Lancelot-Wandmalereien der Welt, die noch an ihrem Platz hängen, und am ältesten Marienbild Polens in der Abtei Krzeszów. Er ist der einzige polnische Jakobsweg, der nach Süden zeigt: Drei Kilometer hinter dem Ziel übergibt er an der tschechischen Grenze an den Ostböhmischen Jakobsweg — und laut Landkreis Kłodzko gehen ihn etwa zwanzig Menschen im Jahr.Diesen Camino entdecken
Camino Podlaska471 Kilometer flaches Ostpolen: vom Kamaldulenserkloster Wigry an einem der klarsten Seen des Landes über den Augustów-Kanal und die Biebrza-Sümpfe, durch die Backsteinkirchen-Dörfer Podlasiens und das Bug-Tal bis mitten nach Warschau. 19 Etappen, 93 Meter Höhenunterschied, drei Jakobuskirchen, wenig Infrastruktur — und Orte, an denen du langsamer gehst. Polens östlichster und einsamster Jakobsweg, ausdrücklich noch im Aufbau.Diesen Camino entdecken
Camino Warszawska382 Kilometer von der Warschauer Erzkathedrale zur Schwarzen Madonna auf Jasna Góra: 16 Etappen durch masowisches Flachland, das Pilica-Tal und die Ausläufer der Krakau-Tschenstochauer Jura. Kein Landschaftsweg, sondern eine Kette — Sanktuarium reiht sich an Sanktuarium, von Ożarów über Niepokalanów, Miedniewice und Święta Anna bis zur Vergebungsanhöhe vor Częstochowa. Dazu die romanische Ägidiuskirche von Inowłódz, eine Zisterzienserabtei von 1176 und die beste Bahnanbindung aller polnischen Jakobswege.Diesen Camino entdecken
Camino Częstochowska102,9 Kilometer zwischen den zwei größten Wallfahrtsorten Oberschlesiens: Start an der Schwarzen Madonna von Jasna Góra in Częstochowa, Ziel das Sankt-Anna-Heiligtum auf dem Annaberg. Dazwischen fast nur Wald- und Feldwege, vierzig Kilometer ohne Laden, ein silbernes Medaillon, das 1716 auf einem Mistwagen gefunden wurde, eine Zisterzienserabtei — und am Ziel der direkte Anschluss an die Via Regia Richtung Wrocław und Görlitz.Diesen Camino entdecken
Camino Raciborska114,8 Kilometer, 6 Etappen, 494 Höhenmeter, höchster Punkt 314 Meter: Der Camino Raciborska zweigt in Zimna Wódka bei Ujazd von der Via Regia ab, zieht durch die Kiefernforste an die Oder, folgt ihr über Auwald, Dämme und Rapsfelder nach Łubowice, wo Joseph von Eichendorff geboren wurde, erreicht Racibórz mit Piastenburg, Becket-Kapelle und Jakobskirche, quert die Lössplatte über Pietrowice Wielkie und die Weberstadt Kietrz zur zweiten Jakobuskirche in Nasiedle und wechselt bei Wiechowice über die Opava nach Tschechien — sieben Kilometer später stehst du unter dem 102 Meter hohen Turm der Konkathedrale von Opava. Eröffnet am 20. Juli 2019 vom Opoler Klub Peregrini Opolienses. Ehrlich gesagt: kein Herbergsnetz, eine 31-Kilometer-Auftaktetappe ohne Bett unterwegs, viel befestigter Weg — aber unter dem Marktplatz von Racibórz lag eine Pilgermuschel des 13. Jahrhunderts, eine von nur acht, die aus ganz Polen bekannt sind, und die Grenze, die du querst, ist jünger als der Weg: 1337 bis 1521 waren Racibórz und Opava ein Herzogtum.Diesen Camino entdecken
Camino Lubuska283,7 Kilometer in zwölf Etappen von Murowana Goślina bei Poznań bis an die Oder in Frankfurt: ein flacher, waldreicher Zwei-Wochen-Camino durch Großpolen und das Lebuser Seenland, entstanden als deutsch-polnisches Projekt. Zwei Jakobskirchen, ein Marienbild, das ein König 1671 persönlich zurückbrachte, eine Abtei, die bis auf die Fundamente abgetragen wurde — und am Ende die einzige Brücke, über die ein polnischer Jakobsweg nach Deutschland führt.Diesen Camino entdecken
Camino Jasnogórska69,2 Kilometer, drei Tage, drei Jakobuskirchen: von der Schwarzen Madonna auf Jasna Góra in Częstochowa zur Basilika von Piekary Śląskie, dem zweiten großen Marienheiligtum Oberschlesiens. Flach, waldreich, entlang der Wasserscheide zwischen Oder und Weichsel — und bei Kilometer 56 in Sączów, wo seit 1779 beglaubigte Reliquien des Apostels liegen, direkt an die Via Regia angeschlossen.Diesen Camino entdecken
Wer hinter dem Weg steht
Das Stowarzyszenie „Przyjaciele Dróg św. Jakuba w Polsce“ – international Friends of the Way of St. James in Poland – wurde am 25. September 2009 in Wrocław gegründet. Es versammelt Pilger, Freunde des Camino und alle, die die Jakobswege in Polen wiederbeleben, ordnen, beschreiben und bekannt machen. Der Verein gilt als Ideengeber der polnischen Jakobswege; er ist Mitglied bei Camino Europe und seit 2012 im Netzwerk der Europarats-Kulturroute VIA REGIA.
Markiert wird in Polen seit 2004, als eine der ersten Strecken entstand die von Jakubów nach Zgorzelec an der deutschen Grenze. Heute zählt der Verein mehr als zwei Dutzend Wege mit über 6.000 Kilometern unter der Muschel. Viele davon entstehen gemeinsam mit regionalen Partnern – Bruderschaften, Pilgerklubs, Pfarreien und Regionalvereinen –, die ihren Abschnitt vor Ort tragen.
Die Wege des Vereins
- Via Regia Polska – 935,0 km von Medyka an der ukrainischen Grenze quer durch Südpolen bis Zgorzelec und über die Neiße nach Görlitz
- Camino Lubuska – 283,7 km von der Jakobskirche in Murowana Goślina bei Poznań bis an die Oder nach Słubice und Frankfurt (Oder)
- Camino Sudecka – 114,3 km von Lubań nach Chełmsko Śląskie, der historische Kern des Sudetenwegs
- Camino Częstochowska – 102,9 km vom Kloster Jasna Góra in Częstochowa zum Annaberg (Góra Świętej Anny)
- Camino Jasnogórska – 69,2 km von Jasna Góra zur Basilika von Piekary Śląskie
- Camino Raciborska – 114,8 km von Zimna Wódka über Racibórz nach Opava in Tschechien; vor Ort getragen vom Opoler Klub Peregrini Opolienses
- Camino Warszawska – 382,0 km von der Warschauer Erzkathedrale nach Jasna Góra in Częstochowa
- Camino Podlaska – 471,0 km vom Kloster Wigry nach Warschau, gemeinsam mit der Jakobus-Konfraternität an der Feldkathedrale des Polnischen Heeres
Was der Verein für Pilger tut
Ehrenamtliche markieren die Wege mit der gelben Muschel auf blauem Grund und gelben Pfeilen; Varianten tragen eine weiße Muschel. Der Verein hält die GPS-Tracks aktuell und pflegt eine Datenbank der Unterkünfte am Weg. Den polnischen Pilgerpass (Paszport Pielgrzyma) und Literatur zum Weg gibt es im Online-Shop des Vereins, dem Sklep Pielgrzyma; wer auf polnischen Wegen mindestens 100 Kilometer geht, kann eine Camino-Urkunde bekommen – auch als Junior- und Familienurkunde.
Über das Programm Opiekun Drogi übernehmen Freiwillige die Patenschaft für einen Wegabschnitt: Sie markieren, kümmern sich um Pilger oder machen ihren Abschnitt bekannt. Regionale Ansprechpartner gibt es unter anderem für Opole, Oberschlesien, die Oberlausitz um Lubań, Lublin, Großpolen und Warschau.
Kontakt und Mitmachen
Website: camino.net.pl (auf Polnisch) mit allen Wegen, Etappen, Unterkünften und Neuigkeiten · E-Mail: info@camino.net.pl. Mitwirken kann man als Mitglied, als Wegpate oder bei der Markierung.