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Asociación Gaditana Jacobea „Vía Augusta“

Der Jakobsverein aus Cádiz, gegründet 2009: Er hat drei Jakobswege im äußersten Süden Spaniens erforscht, markiert und betreut – die Vía Augusta nach Sevilla, die Vía Serrana durch die Berge und den Camino del Estrecho an der Meerenge.

Die Caminos auf der Karte

Caminos dieses Partners

Wer hinter dem Weg steht

Die Asociación Gaditana Jacobea „Vía Augusta“ – „gaditana“ heißt schlicht „aus Cádiz“ – wurde 2009 von einer Gruppe von Pilgern aus Cádiz gegründet. Ihren Namen trägt sie nach ihrem ersten Projekt: dem Jakobsweg auf der römischen Vía Augusta, die in Gades, dem heutigen Cádiz, begann und als längste Römerstraße Hispaniens bis zu den Pyrenäen führte. Die Pilger gehen sie heute in die andere Richtung – nach Norden, Richtung Santiago.

Aus dem einen Weg wurden drei. Der Verein hat sie selbst erforscht, trassiert und markiert, pflegt sie bis heute und hat für die Vía Serrana 2015 einen der Premios Camiño de Santiago der Xunta de Galicia erhalten. Sein Sitz ist die Pfarrei Nuestra Señora de la Merced in der Altstadt von Cádiz, wenige Gehminuten vom Startpunkt der Vía Augusta.

Die Wege des Vereins

  • Vía Augusta – 182,4 km von Cádiz über Jerez de la Frontera und Utrera nach Sevilla, das Gründungsprojekt, geplant und markiert gemeinsam mit dem Jakobusverein von El Puerto de Santa María
  • Vía Serrana – 212,4 km von La Línea de la Concepción an der Grenze zu Gibraltar durch die Serranía de Ronda nach Utrera
  • Camino del Estrecho – 148,8 km von Algeciras über Tarifa und Medina-Sidonia nach Puerto Real, ab 2010 entworfen und am 4. März 2024 in Tarifa offiziell vorgestellt

Die drei Wege sind ein System: Der Camino del Estrecho mündet in Puerto Real in die Vía Augusta, die Vía Serrana in Utrera – und an der Kathedrale von Sevilla übernimmt die Via de la Plata. Wer im äußersten Süden losgeht, ob vom Atlantik, vom Mittelmeer oder mit der Fähre aus Afrika, landet am Ende auf demselben Weg.

Was der Verein für Pilger tut

Markiert sind die Wege mit gelben Pfeilen, dazu kommen Keramikfliesen (azulejos) und Betonsteine (hitos). Für jeden Weg veröffentlicht der Verein Etappenbeschreibungen, Unterkunftslisten und ein Faltblatt, die Tracks aller Etappen liegen auf Wikiloc – auf so jungen und wenig begangenen Wegen ist das keine Kür, sondern die wichtigste Hilfe. Die Etappenführer werden laufend überarbeitet.

Die Credencial bekommst du in der Sprechstunde des Vereins, mittwochs in der Pfarrei Nuestra Señora de la Merced, Plaza de la Merced 1, Cádiz – im Winter von 18 bis 19 Uhr, im Sommer von 19 bis 20 Uhr (Stand: Oktober 2026). Stempel gibt es unterwegs in Rathäusern, Pfarreien, Touristenbüros und manchen Bars. Wer Mitglied werden will, findet die Angaben dazu auf der Website.

Kontakt und Mitmachen

Website: asociacionjacobeacadiz.org (Spanisch) mit Etappen, Unterkünften und Neuigkeiten zu allen drei Wegen; E-Mail info@asociacionjacobeacadiz.org, Telefon +34 687 831 458, in den sozialen Netzwerken als @asojacobeacadiz. Eine Straße, die vor zwei Jahrtausenden von Cádiz nach Rom führte – und ein Verein, der sie nach Santiago umgeleitet hat.