Alle Partner

Partner

Associazione Amici del Cammino di Santu Jacu

Der Freiwilligenverein hinter dem sardischen Jakobsweg, gegründet 2010: Er markiert den Cammino di Santu Jacu quer über die Insel, gibt Credenziale und Testimonium aus und vermittelt über Etappen-Ansprechpartner Betten in den Dörfern.

Die Caminos auf der Karte

Caminos dieses Partners

Wer hinter dem Weg steht

Die Associazione Amici del Cammino di Santu Jacu ist eine Associazione di Promozione Sociale (APS), ein gemeinnütziger Verein aus überwiegend Einheimischen, die ehrenamtlich arbeiten. Santu Jacu ist Sardisch für Jakobus – und so heißt das Wegenetz, das der Verein seit seiner Gründung im Dezember 2010 auf der Insel aufbaut. Seit 2012 ist der Cammino di Santu Jacu von der Region Sardinien als Pilgerweg anerkannt.

Die Idee dahinter ist doppelt: Pilger quer durch eine Insel zu führen, die die meisten nur von der Küste kennen, und den kleinen Dörfern im Landesinneren, die seit Jahrzehnten Einwohner verlieren, Gäste zu bringen. Öffentliche Gelder bekommt der Verein nach eigener Angabe keine. Er lebt von Mitgliedsbeiträgen und von den Spenden, die Pilger für ihre Credenziale geben – ein Jakobsweg, den im Wortsinn seine Pilger bezahlen.

Die Wege des Vereins

  • Sardegna Centrale – 448,6 km von der Jakobuskirche in Cagliari durch die Barbagia nach Porto Torres, die Hauptachse (asse centrale) des Netzes
  • Sardegna Nord – 268,3 km von Olbia durch die Gallura und die Anglona nach Porto Torres
  • Sardegna da Orosei – 270,7 km von Orosei an der Ostküste über Nuoro und den Goceano nach Porto Torres
  • Sardegna da Olbia – 135,4 km von Olbia an der Küste entlang nach Orosei, der Ostast

„Sardegna Centrale“, „Nord“, „da Orosei“ und „da Olbia“ sind die Routennamen von Camino Ninja; vor Ort sagt man einfach Cammino di Santu Jacu. Dazu betreut der Verein den Cammino di Sant'Antioco, rund 120 km in sechs Etappen von Iglesias auf die Insel Sant'Antioco – bei Camino Ninja noch ohne eigene Seite.

Was der Verein für Pilger tut

Der Verein legt die Wege bevorzugt auf Nebenstraßen und Feldwege, prüft und markiert sie mit gelben Pfeilen, in den Orten mit blauen Aufklebern mit Jakobsmuschel, und stellt GPS-Tracks bereit. Er gibt die Credenziale gegen eine freie Spende aus: per Post (mindestens zwei Wochen vor dem Start bestellen) oder zum Abholen in den Infopoints von Cagliari (Via Roma 145) und Porto Torres (Stazione Marittima). Wer mindestens 100 km zu Fuß (mit dem Rad 200 km) oder fünf aufeinanderfolgende Etappen gegangen ist und pro Etappe einen Stempel hat, bekommt das Testimonium – vor Ort, per Post oder digital (Stand: Oktober 2026).

Ein Herbergsnetz wie in Spanien gibt es nicht; kommunale Herbergen sind derzeit nicht in Betrieb. Stattdessen vermittelt der Verein Partnerbetriebe mit Pilgertarif, Pfarrhäuser (teils mit eigener Isomatte und Schlafsack), das Gästehaus des Benediktinerklosters San Pietro di Sorres und Betten auf Spendenbasis, als Richtwert 10–20 €. Voraussetzung ist die Credenziale mit dem Stempel des Vortags. Das Herzstück sind die referenti di tappa: ehrenamtliche Ansprechpartner für jede Etappe, die bei Varianten, Unterkünften und Problemen helfen. Melde dich 24 bis 48 Stunden vorher an.

Kontakt und Mitmachen

Website: camminosantujacu.it (Italienisch) mit Etappen, Unterkünften, Credenziale und Kontaktformular; WhatsApp +39 392 513 2245. Dazu eine Facebook-Gruppe und Instagram (@il_cammino_di_santu_jacu). Rechne damit, dass die Antworten auf Italienisch kommen. In Porto Torres, am Ziel von drei der vier Wege, legt die Fähre nach Barcelona ab – Richtung Santiago ist es von dort nicht mehr weit.