
Partner
Associazione Amici del Cammino di Santu Jacu
Der Freiwilligenverein hinter dem sardischen Jakobsweg, gegründet 2010: Er markiert den Cammino di Santu Jacu quer über die Insel, gibt Credenziale und Testimonium aus und vermittelt über Etappen-Ansprechpartner Betten in den Dörfern.
Die Caminos auf der Karte
Caminos dieses Partners
Sardegna Nord268 Kilometer von Meer zu Meer, mit der Insel dazwischen: von der Granitbasilika in Olbia durch die Gallura nach Luogosanto, wo alle sieben Jahre eine Heilige Pforte aufgeht, über die Granitstadt Tempio Pausania und die Anglona mit ihren Felsengräbern und romanischen Landkirchen zur gestreiften Basilika von Saccargia, nach Sassari und hinunter zum Hafen von Porto Torres, wo der sardische Jakobsweg an die Schiffe Richtung Spanien übergibt. 13 Etappen, 5.105 Meter Aufstieg, ein einziges Jakobus-Patrozinium am Weg — und tagelang kein zweiter Pilger. Der Nordstrang des Cammino di Santu Jacu.Diesen Camino entdecken
Sardegna da Orosei270 Kilometer quer durch Sardinien, von null auf tausend und zurück auf null: von Orosei, dessen Stadtpatron Jakobus ist, hinauf ins Supramonte und nach Nuoro, wo eine Nobelpreisträgerin geboren wurde, durch das einsame Bergland des Goceano zum höchsten Punkt auf 1.054 Metern und hinunter nach Ozieri — und ab dort auf den offiziellen Schlussetappen des Cammino di Santu Jacu über die gestreifte Basilika von Saccargia und Sassari an den Golf von Asinara. 12 Etappen, 4.927 Meter Aufstieg, ein Brunnentempel aus dem 13. Jahrhundert v. Chr., kein Herbergsnetz. Die Ostroute des sardischen Jakobswegs.Diesen Camino entdecken
Sardegna da Olbia135 Kilometer vom Flughafen zum Jakobuspatron: von der Granitbasilika San Simplicio in Olbia drei Tage hinauf ins Korkeichenland von Padru, über den Sattel bei Pedra Bianca auf 707 Meter und hinunter durch Sardiniens einziges UNESCO-Biosphärenreservat, dann drei Tage Küste — die Bohnenburg von Posada, die Dünen von Berchida und Capo Comino, die fünf Buchten von Bidderosa — bis zur Kuppelkirche San Giacomo Maggiore in Orosei. Sechs offizielle Etappen des Vereins, die ohne einen einzigen korrigierten Kilometer exakt auf unsere Streckenlänge aufgehen. Der Ostast des Cammino di Santu Jacu, in der Systematik von Camino Ninja Sardegna da Olbia.Diesen Camino entdecken
Sardegna Centrale448 Kilometer von Hafen zu Hafen, dazwischen kein Meer: Von der Jakobuskirche in Cagliari durch das Olivenland der Parteolla, über die Menhire von Goni und die Herzogsstadt Mandas hinauf in die Barbagia auf 922 Meter, an den Lago Omodeo, durch das Geisterdorf Rebeccu und das Valle dei Nuraghi zum Bahnknoten Chilivani, wo die anderen sardischen Stränge dazustoßen, und über Saccargia und Sassari hinunter nach Porto Torres. 20 Etappen, sechs Jakobuskirchen, die größte Felsengrabkammer und der schwerste Dolmen der Insel — und ein Heiliger, der auf Sardisch Santu Jacu heißt und die Schlüssel des Blitzes trägt. Die Hauptachse des Cammino di Santu Jacu.Diesen Camino entdecken
Wer hinter dem Weg steht
Die Associazione Amici del Cammino di Santu Jacu ist eine Associazione di Promozione Sociale (APS), ein gemeinnütziger Verein aus überwiegend Einheimischen, die ehrenamtlich arbeiten. Santu Jacu ist Sardisch für Jakobus – und so heißt das Wegenetz, das der Verein seit seiner Gründung im Dezember 2010 auf der Insel aufbaut. Seit 2012 ist der Cammino di Santu Jacu von der Region Sardinien als Pilgerweg anerkannt.
Die Idee dahinter ist doppelt: Pilger quer durch eine Insel zu führen, die die meisten nur von der Küste kennen, und den kleinen Dörfern im Landesinneren, die seit Jahrzehnten Einwohner verlieren, Gäste zu bringen. Öffentliche Gelder bekommt der Verein nach eigener Angabe keine. Er lebt von Mitgliedsbeiträgen und von den Spenden, die Pilger für ihre Credenziale geben – ein Jakobsweg, den im Wortsinn seine Pilger bezahlen.
Die Wege des Vereins
- Sardegna Centrale – 448,6 km von der Jakobuskirche in Cagliari durch die Barbagia nach Porto Torres, die Hauptachse (asse centrale) des Netzes
- Sardegna Nord – 268,3 km von Olbia durch die Gallura und die Anglona nach Porto Torres
- Sardegna da Orosei – 270,7 km von Orosei an der Ostküste über Nuoro und den Goceano nach Porto Torres
- Sardegna da Olbia – 135,4 km von Olbia an der Küste entlang nach Orosei, der Ostast
„Sardegna Centrale“, „Nord“, „da Orosei“ und „da Olbia“ sind die Routennamen von Camino Ninja; vor Ort sagt man einfach Cammino di Santu Jacu. Dazu betreut der Verein den Cammino di Sant'Antioco, rund 120 km in sechs Etappen von Iglesias auf die Insel Sant'Antioco – bei Camino Ninja noch ohne eigene Seite.
Was der Verein für Pilger tut
Der Verein legt die Wege bevorzugt auf Nebenstraßen und Feldwege, prüft und markiert sie mit gelben Pfeilen, in den Orten mit blauen Aufklebern mit Jakobsmuschel, und stellt GPS-Tracks bereit. Er gibt die Credenziale gegen eine freie Spende aus: per Post (mindestens zwei Wochen vor dem Start bestellen) oder zum Abholen in den Infopoints von Cagliari (Via Roma 145) und Porto Torres (Stazione Marittima). Wer mindestens 100 km zu Fuß (mit dem Rad 200 km) oder fünf aufeinanderfolgende Etappen gegangen ist und pro Etappe einen Stempel hat, bekommt das Testimonium – vor Ort, per Post oder digital (Stand: Oktober 2026).
Ein Herbergsnetz wie in Spanien gibt es nicht; kommunale Herbergen sind derzeit nicht in Betrieb. Stattdessen vermittelt der Verein Partnerbetriebe mit Pilgertarif, Pfarrhäuser (teils mit eigener Isomatte und Schlafsack), das Gästehaus des Benediktinerklosters San Pietro di Sorres und Betten auf Spendenbasis, als Richtwert 10–20 €. Voraussetzung ist die Credenziale mit dem Stempel des Vortags. Das Herzstück sind die referenti di tappa: ehrenamtliche Ansprechpartner für jede Etappe, die bei Varianten, Unterkünften und Problemen helfen. Melde dich 24 bis 48 Stunden vorher an.
Kontakt und Mitmachen
Website: camminosantujacu.it (Italienisch) mit Etappen, Unterkünften, Credenziale und Kontaktformular; WhatsApp +39 392 513 2245. Dazu eine Facebook-Gruppe und Instagram (@il_cammino_di_santu_jacu). Rechne damit, dass die Antworten auf Italienisch kommen. In Porto Torres, am Ziel von drei der vier Wege, legt die Fähre nach Barcelona ab – Richtung Santiago ist es von dort nicht mehr weit.