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Beuroner Jakobspilger-Gemeinschaft

Die Gemeinschaft hinter der Via Beuronensis, gegründet 2008 an der Erzabtei Beuron: Sie markiert und betreut die Jakobswege zwischen Neckar, Donau und Bodensee, stellt Pilgerausweise aus und führt das Pilgerbüro am Kloster.

Die Caminos auf der Karte

Caminos dieses Partners

Wer hinter dem Weg steht

Die Beuroner Jakobspilger-Gemeinschaft ist aus einem Kloster gewachsen. Ab 2004 ließ ein Mönch der Erzabtei St. Martin in Beuron mit einer Projektgruppe die ersten Muscheln zwischen Neckar und Bodensee anbringen – aus Dankbarkeit für die Hilfe, die er selbst auf dem Weg nach Santiago erfahren hatte, so erzählt es die Gemeinschaft. 2008 gründete sich daraus die Gemeinschaft, 2009 wurde die Via Beuronensis in Santiago anerkannt.

Ihre Anschrift ist bis heute die Klosterpforte in Beuron, und am Kloster beginnt und endet das Pilgerjahr: Im Frühjahr öffnet das Pilgerbüro, im Herbst trifft sich die Gemeinschaft zum Jahresabschluss mit Pilgerwanderung im Donautal, Hochamt in der Abteikirche und Mitgliederversammlung.

Die Wege des Vereins

Die Via Beuronensis ist ein ganzes Bündel von Wegen, die von Tübingen und Ulm nach Konstanz führen. Vier davon findest du bei Camino Ninja:

  • Beuroner Jakobsweg – 105,7 km von Tübingen über Rottenburg, Hechingen und die Schwäbische Alb zur Erzabtei Beuron und nach Meßkirch, die namensgebende Hauptlinie
  • Linzgauer Jakobsweg – 63,2 km von Meßkirch über Kloster Wald und Pfullendorf nach Überlingen und mit dem Schiff hinüber nach Konstanz
  • Hegauer Jakobsweg – 71,5 km von Kloster Wald über Stockach und Bodman am Überlinger See entlang nach Konstanz, die westliche Variante
  • Ulm – Pfullendorf – 96,6 km von Ulm über den Bussen, Bad Saulgau und Kloster Habsthal nach Pfullendorf, die jüngste Linie des Netzes

Markiert ist das Netz mit einer gelben stilisierten Muschel auf blauem Grund; ihr Brennpunkt zeigt die Richtung – und zwar nur Richtung Konstanz. Von dort sind es laut Gemeinschaft noch 2.340 Kilometer bis Santiago. Auf ihrer Website stellt sie außerdem weitere Pilgerwege vor, etwa den Martinusweg, den Meinradweg nach Einsiedeln und den Ulrikaweg.

Was der Verein für Pilger tut

Herzstück ist das Pilgerbüro in Beuron in der Klosterbuchhandlung an der Abteikirche, geöffnet täglich von Mai bis Oktober 8:30–17:30 Uhr, im Winter ab 9:30 Uhr (Stand: Oktober 2026). Dort gibt es Pilgerausweis, Stempel und Beratung; 2022 hatte das Büro nach eigener Zählung schon mehr als 2.000 Pilgerpässe ausgegeben. Ein zweites Pilgerbüro in Sigmaringen hat von April bis Oktober samstags vormittags offen. Den Pilgerausweis kannst du das ganze Jahr auch per Post bestellen: Antragsformular von der Website ausdrucken und mit der Gebühr nach Beuron schicken.

Wer mindestens 100 Kilometer zwischen Tübingen und Konstanz mit Stempeln belegt, bekommt die Pilgerurkunde der Gemeinschaft – kostenlos, Spenden sind willkommen, persönlich im Pilgerbüro oder schriftlich mit Rückporto (Stand: Oktober 2026). Ehrenamtliche Pilgerpaten kümmern sich um die Wegabschnitte und halten Ausschau nach pilgerfreundlichen Gasthäusern. Übers Jahr lädt die Gemeinschaft außerdem zu Schnupperpilgern, Pilgerwanderungen und einer Adventswanderung mit Andacht am Feuer ein.

Kontakt und Mitmachen

Website: via-beuronensis.de mit Wegen, Terminen, Reisetipps und Antragsformular · E-Mail: kontakt@via-beuronensis.de · Anschrift: Klosterpforte, Abteistr. 2, 88631 Beuron. Wer Mitglied wird, ist beim Jahresabschluss im Herbst dabei; wer am Weg wohnt oder ihn gut kennt, kann als Pilgerpate einen Abschnitt übernehmen.