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Beuroner Jakobspilger-Gemeinschaft
Die Gemeinschaft hinter der Via Beuronensis, gegründet 2008 an der Erzabtei Beuron: Sie markiert und betreut die Jakobswege zwischen Neckar, Donau und Bodensee, stellt Pilgerausweise aus und führt das Pilgerbüro am Kloster.
Die Caminos auf der Karte
Caminos dieses Partners
Beuroner JakobswegDer Beuroner Jakobsweg führt in 105,7 Kilometern von Tübingen am Neckar nach Meßkirch, über Rottenburg, Hechingen und Balingen auf die Schwäbische Alb und hinunter ins Durchbruchstal der Oberen Donau zur Erzabtei Beuron. Er ist die namensgebende Strecke der Via Beuronensis, die ein Beuroner Mönch seit 2004 markieren ließ und die seit 2009 in Santiago anerkannt ist. Sechs Etappen, 1.830 Höhenmeter bergauf, höchster Punkt 951 Meter am Albtrauf zwischen Weilstetten und Tieringen. In Meßkirch übernimmt der Linzgauer Jakobsweg Richtung Bodensee.Diesen Camino entdecken
Linzgauer JakobswegDer Linzgauer Jakobsweg führt in 63,2 Kilometern von Meßkirch nach Konstanz, über das Kloster Wald, die alte Reichsstadt Pfullendorf und das Hügelland des Linzgaus hinunter nach Überlingen am Bodensee. Dort steigst du aufs Schiff nach Wallhausen und gehst am Ufer über Litzelstetten zum Konstanzer Münster. Drei Etappen, 718 Höhenmeter bergauf, höchster Punkt 725 Meter bei Aftholderberg hinter Pfullendorf. Er ist das Schlussstück der Via Beuronensis, und in Konstanz übernimmt die Via Jacobi.Diesen Camino entdecken
Hegauer JakobswegDer Hegauer Jakobsweg führt in 71,5 Kilometern von Kloster Wald nach Konstanz, als westliche Variante der Via Beuronensis zum Bodensee. Er läuft über Stockach, die Narrenstadt am Rand des Hegaus, hinunter nach Ludwigshafen und Bodman am Überlinger See, quert den Bodanrück am Mindelsee und folgt dem Gnadensee über Allensbach und Hegne zum Konstanzer Münster. Drei Etappen, 828 Höhenmeter bergauf, höchster Punkt 697 Meter im Wald zwischen Mindersdorf und Ursaul. In Konstanz beginnt die Via Jacobi durch die Schweiz.Diesen Camino entdecken
Ulm – PfullendorfDer Weg Ulm – Pfullendorf ist die Route E der Via Beuronensis, beim Träger auch Habsthaler Jakobsweg genannt: 96,6 Kilometer von Oberdischingen an der Donau über Munderkingen, den Bussen als Heiligen Berg Oberschwabens, Bad Saulgau und Kloster Sießen bis zum Kloster Habsthal und in die alte Reichsstadt Pfullendorf. Die ersten gut 21 Kilometer ab dem Ulmer Münster gehst du auf dem Oberschwäbischen Jakobsweg, in Oberdischingen biegst du nach Westen ab. Fünf Etappen, 864 Höhenmeter bergauf, höchster Punkt am Bussen. In Pfullendorf übernimmt der Linzgauer Jakobsweg Richtung Bodensee.Diesen Camino entdecken
Wer hinter dem Weg steht
Die Beuroner Jakobspilger-Gemeinschaft ist aus einem Kloster gewachsen. Ab 2004 ließ ein Mönch der Erzabtei St. Martin in Beuron mit einer Projektgruppe die ersten Muscheln zwischen Neckar und Bodensee anbringen – aus Dankbarkeit für die Hilfe, die er selbst auf dem Weg nach Santiago erfahren hatte, so erzählt es die Gemeinschaft. 2008 gründete sich daraus die Gemeinschaft, 2009 wurde die Via Beuronensis in Santiago anerkannt.
Ihre Anschrift ist bis heute die Klosterpforte in Beuron, und am Kloster beginnt und endet das Pilgerjahr: Im Frühjahr öffnet das Pilgerbüro, im Herbst trifft sich die Gemeinschaft zum Jahresabschluss mit Pilgerwanderung im Donautal, Hochamt in der Abteikirche und Mitgliederversammlung.
Die Wege des Vereins
Die Via Beuronensis ist ein ganzes Bündel von Wegen, die von Tübingen und Ulm nach Konstanz führen. Vier davon findest du bei Camino Ninja:
- Beuroner Jakobsweg – 105,7 km von Tübingen über Rottenburg, Hechingen und die Schwäbische Alb zur Erzabtei Beuron und nach Meßkirch, die namensgebende Hauptlinie
- Linzgauer Jakobsweg – 63,2 km von Meßkirch über Kloster Wald und Pfullendorf nach Überlingen und mit dem Schiff hinüber nach Konstanz
- Hegauer Jakobsweg – 71,5 km von Kloster Wald über Stockach und Bodman am Überlinger See entlang nach Konstanz, die westliche Variante
- Ulm – Pfullendorf – 96,6 km von Ulm über den Bussen, Bad Saulgau und Kloster Habsthal nach Pfullendorf, die jüngste Linie des Netzes
Markiert ist das Netz mit einer gelben stilisierten Muschel auf blauem Grund; ihr Brennpunkt zeigt die Richtung – und zwar nur Richtung Konstanz. Von dort sind es laut Gemeinschaft noch 2.340 Kilometer bis Santiago. Auf ihrer Website stellt sie außerdem weitere Pilgerwege vor, etwa den Martinusweg, den Meinradweg nach Einsiedeln und den Ulrikaweg.
Was der Verein für Pilger tut
Herzstück ist das Pilgerbüro in Beuron in der Klosterbuchhandlung an der Abteikirche, geöffnet täglich von Mai bis Oktober 8:30–17:30 Uhr, im Winter ab 9:30 Uhr (Stand: Oktober 2026). Dort gibt es Pilgerausweis, Stempel und Beratung; 2022 hatte das Büro nach eigener Zählung schon mehr als 2.000 Pilgerpässe ausgegeben. Ein zweites Pilgerbüro in Sigmaringen hat von April bis Oktober samstags vormittags offen. Den Pilgerausweis kannst du das ganze Jahr auch per Post bestellen: Antragsformular von der Website ausdrucken und mit der Gebühr nach Beuron schicken.
Wer mindestens 100 Kilometer zwischen Tübingen und Konstanz mit Stempeln belegt, bekommt die Pilgerurkunde der Gemeinschaft – kostenlos, Spenden sind willkommen, persönlich im Pilgerbüro oder schriftlich mit Rückporto (Stand: Oktober 2026). Ehrenamtliche Pilgerpaten kümmern sich um die Wegabschnitte und halten Ausschau nach pilgerfreundlichen Gasthäusern. Übers Jahr lädt die Gemeinschaft außerdem zu Schnupperpilgern, Pilgerwanderungen und einer Adventswanderung mit Andacht am Feuer ein.
Kontakt und Mitmachen
Website: via-beuronensis.de mit Wegen, Terminen, Reisetipps und Antragsformular · E-Mail: kontakt@via-beuronensis.de · Anschrift: Klosterpforte, Abteistr. 2, 88631 Beuron. Wer Mitglied wird, ist beim Jahresabschluss im Herbst dabei; wer am Weg wohnt oder ihn gut kennt, kann als Pilgerpate einen Abschnitt übernehmen.