Oberfränkischer Jakobsweg
Der Oberfränkische Jakobsweg führt in 181,1 Kilometern von Hof an der Saale bis zur Kirche St. Jakob in Nürnberg, über Helmbrechts, die Wallfahrtsbasilika Marienweiher, Marktschorgast, Bayreuth, Creußen, Pegnitz, Betzenstein, Gräfenberg und Kalchreuth. Er folgt grob der alten Reichsstraße Via Imperii, ist mit der europäischen Muschel markiert und wurde am Jakobustag 2009 eingeweiht. Neun Etappen, 2.260 Höhenmeter bergauf, höchster Punkt 694 Meter im Frankenwald südlich von Helmbrechts. Der Weg ist jung, die Jakobusfiguren an ihm sind es nicht.
- 01Auf einen Blick
- 02Überblick
- 03Andere Namen
- 04Für wen ideal – und für wen eher nicht
- 05Streckenverlauf & Landschaft
- 06Etappen, Gelände & Schwierigkeit
- 07Ein Weg von 2009 und acht Jakobusse, die schon da waren
- 08Highlights am Weg
- 09Wie Pilger auf diesen Weg gelangen
- 10Weiterpilgern?
- 11Vorbereitung & Praktisches
- 12Was dich der Weg kostet
- 13Anreise
Auf einen Blick
- Start / Ziel: Hof, Stadtkirche St. Michaelis / Nürnberg, Kirche St. Jakob mit Pilgerzentrum
- Länge: 181,1 km; der Träger nennt 183 km
- Dauer: 9 Etappen zwischen 14,1 und 24,2 km, Ø rund 20 km; mit einem Ruhetag in Bayreuth zehn Tage
- Höhenmeter: ↗ 2.260 m / ↘ 2.433 m
- Höchster Punkt: 694 m bei km 25,5 im Frankenwald zwischen Helmbrechts und Rappetenreuth; tiefster Punkt 303 m in Nürnberg
- Landschaft: Frankenwald mit Blick aufs Fichtelgebirge, Steilabfall der Fränkischen Linie, Rotmaintal, Veldensteiner Forst, Felsen und Burgen der Fränkischen Schweiz, Kirschgärten, Sebalder Reichswald
- Markierung: europäisches Muschelsymbol
- Jakobus-Spuren: St. Jakobus in Marktschorgast mit Jakobusfigur des 14. Jahrhunderts, Steinplatten mit Jakobus um 1490 in Himmelkron, Jakobusfigur um 1440 in der Bayreuther Stadtkirche, St. Jakobus in Creußen, Jakobuskapelle in Pegnitz, zwei Jakobusfiguren in Kalchreuth, am Ziel St. Jakob Nürnberg
- Unterkunft: Pilgerherberge in Hof, Pilgerquartiere in Gemeinde- und Pfarrhäusern, Kloster Marienweiher, Privatzimmer, Bauwagen, Gasthöfe, Jugendherbergen in Bayreuth und Nürnberg
- Anschlusswege: in Hof Sächsischer Jakobsweg und Via Imperii; am Kreuzweiher der Jakobsweg Erfurt–Nürnberg; ab Nürnberg drei Wege weiter nach Süden und Westen
- Beste Zeit: Mai bis Oktober; im Frühjahr blühen die Kirschgärten um Kalchreuth, im Winter liegt der Frankenwald oft unter Schnee
Überblick
Der Oberfränkische Jakobsweg verbindet zwei Netze: Im Nordosten kommen in Hof die Wege aus Sachsen und von der Ostsee an, im Südwesten beginnen in Nürnberg die Wege Richtung Bodensee, Rothenburg und Altmühltal. Dazwischen liegen 181,1 Kilometer Oberfranken. Die Route folgt grob der Via Imperii, der Reichsstraße von Stettin über Leipzig, Hof, Bayreuth und Nürnberg nach Rom, die heute ungefähr die Bundesstraße B 2 nachzeichnet. Eingeweiht wurde der Weg am 25. Juli 2009, dem Jakobustag, mit einer ökumenischen Pilgerandacht in Marktschorgast.
Die Initiatoren sind dabei bemerkenswert ehrlich. Warum der Weg über Helmbrechts und nicht über das direktere Münchberg führt, begründen sie mit „weniger historischen, sondern sachlichen Gründen: Verwendung vorhandener Wanderwege, Etappenlängen, Einkehrmöglichkeiten, möglichst geradliniger Verlauf“. Kurz gesagt: Die Trasse ist von 2009, die Jakobusse am Weg sind bis zu 700 Jahre älter. Wer heute in Hof startet, läuft durch Kirchen, die lange vor der Muschelmarkierung dem Apostel geweiht waren, und kommt an einer Kirche an, die schon 1209 urkundlich auftaucht.
Andere Namen
Der Weg hieß lange Jakobsweg Oberfranken; heute nennen wir ihn Oberfränkischer Jakobsweg. Der Träger spricht bewusst vom Jakobusweg Hof–Bayreuth–Nürnberg und von „Jakobuswegen“ statt Jakobswegen, um den Apostel und nicht den Mythos einer alten Route in den Mittelpunkt zu stellen. In Karten und Apps findest du ihn auch als Jakobsweg Hof–Nürnberg; englisch heißt er Upper Franconian Way of St. James.
Für wen ideal – und für wen eher nicht
Ideal, wenn du einen gut markierten Pilgerweg in Deutschland suchst, der mit jedem Tag die Landschaft wechselt: Frankenwald, Fichtelgebirgsrand, Rotmaintal, Jura. Ideal, wenn dich Kirchen mehr interessieren als Kilometer – auf neun Etappen stehen eine päpstliche Basilika, ein Altar von 1503 und eine Markgrafenkirche von 1745. Und ideal, wenn du mit der Bahn flexibel bleiben willst: Fast jeder Etappenort hat einen Bahnhof oder eine Busverbindung.
Ehrlich gesagt ist er aber nichts für dich, wenn du Herbergen nach spanischem Muster erwartest: Pilgerquartiere gibt es, aber oft als ein Zimmer im Gemeindehaus, das du vorher beim Pfarramt anfragen musst, und nicht jeden Abend. Nichts für dich, wenn du Gesellschaft suchst – auf diesem Weg triffst du eher Wanderer mit Tagesrucksack als Pilger mit Ziel Santiago. Und nichts für dich, wenn dich Asphalt am Stadtrand stört: Hof, Bayreuth und vor allem Nürnberg verlangen jeweils einige Kilometer zwischen Häusern.
Streckenverlauf & Landschaft
Hof bis Bayreuth (km 0–67,4): Von Hof steigt der Weg über Osseck und Föhrenreuth in den Frankenwald und erreicht bei Kilometer 25,5, hinter Helmbrechts, mit 694 Metern seinen höchsten Punkt; bei klarer Sicht siehst du die Kuppen des Fichtelgebirges. Über Rappetenreuth und Marktleugast kommst du nach Marienweiher (km 35,5) und Marktschorgast (km 44,8). Dort bricht die Fränkische Linie ab: Die Eisenbahn braucht für diesen Steilabfall die Schiefe Ebene, 6,8 Kilometer mit 157,7 Metern Höhenunterschied, seit 1848 in Betrieb. Du steigst ins Tal nach Himmelkron (km 50,5) ab und wanderst über Lanzendorf, Ramsenthal und Gemein, an Bindlach 1,3 Kilometer neben dem Weg vorbei, nach Bayreuth (km 67,4).
Bayreuth bis Nürnberg (km 67,4–181,1): Hinter der Stadt führt der Weg über St. Johannis und den Park der Eremitage ins Hügelland nach Creußen (km 87,8), dann an der Quelle des Roten Mains vorbei nach Lindenhardt (km 100,3) und Pegnitz (km 112,0). Ab hier beginnt die Fränkische Schweiz: Kiefernwald im Veldensteiner Forst, Dolomitfelsen, Burgen. Über Betzenstein (km 126,1), Stierberg und die Ruine Wildenfels geht es nach Hiltpoltstein (km 136,5) und Gräfenberg (km 143,9). Nach Igensdorf wird das Land flacher und fruchtbarer, am Kreuzweiher mündet der Weg aus Erfurt und Bamberg ein, und über das Kirschendorf Kalchreuth (km 163,6) und durch den Sebalder Reichswald, an Heroldsberg 1,7 Kilometer neben dem Weg vorbei, erreichst du über Buchenbühl die Altstadt von Nürnberg.
Etappen, Gelände & Schwierigkeit
Wir zeigen den Weg in denselben 9 Etappen, die auch der Träger beschreibt. Die Kilometer stammen aus der Camino-Ninja-Karte, exakt auf 181,1 km kalibriert; die Vereinsangaben weichen um jeweils ein bis zwei Kilometer ab.
- Hof → Helmbrechts (21,9 km) — durch den Frankenwald, kurz hinter dem Ziel der höchste Punkt; Einkehr in Föhrenreuth und Edlendorf.
- Helmbrechts → Marktschorgast (22,9 km) — über die Höhe bei Rappetenreuth zur Basilika Marienweiher, dann zur Jakobuskirche von Marktschorgast.
- Marktschorgast → Bayreuth (22,6 km) — entlang der Schiefen Ebene hinunter nach Himmelkron, durchs Rotmaintal in die Markgrafenstadt.
- Bayreuth → Creußen (20,4 km) — St. Johannis, Eremitage, dann Feldwege und Wald bis zur ummauerten Kleinstadt.
- Creußen → Pegnitz (24,2 km) — die längste Etappe: Rotmainquelle, Grünewald-Altar in Lindenhardt, Mittag in der Brauereigaststätte.
- Pegnitz → Betzenstein (14,1 km) — die kürzeste: rund neun Kilometer Veldensteiner Forst, Zeit für den 92 Meter tiefen Brunnen am Ziel.
- Betzenstein → Gräfenberg (17,8 km) — Felsen, Burgruinen und Jura-Hochfläche über Stierberg und Hiltpoltstein.
- Gräfenberg → Kalchreuth (19,7 km) — sanfter Abstieg ins Vorland, am Kreuzweiher die Einmündung des Weges aus Erfurt, am Ziel die Tonapostel.
- Kalchreuth → Nürnberg (17,5 km) — Sebalder Reichswald mit dem Blick auf die Stadt, dann über Buchenbühl und den Marienberg zu St. Jakob.
Technisch ist nichts davon schwierig, es ist Mittelgebirge mit Wald-, Feld- und Forstwegen. Die Höhenmeter verteilen sich aber nicht gleichmäßig: Die ersten zwei Tage im Frankenwald und die Etappen durch die Fränkische Schweiz haben das stetigste Auf und Ab, ab Gräfenberg geht es überwiegend bergab. Wer stark ist, legt Etappen zu 35 oder 40 Kilometern zusammen, findet dann aber nicht in jedem Zwischenort ein Bett.
Ein Weg von 2009 und acht Jakobusse, die schon da waren
Für einen Weg, der sich „sachlichen Gründen“ verdankt, ist die Dichte an Jakobus erstaunlich. Die Pfarrkirche von Marktschorgast trägt sein Patrozinium; der Ort wird 1109 als Scoregast erstmals erwähnt und hatte damals bereits eine Pfarrkirche, im Inneren stehen eine Jakobusfigur und eine Pietà aus dem 14. Jahrhundert. Im Museum der Stiftskirche Himmelkron, eines 1279 von Graf Otto von Orlamünde gestifteten Zisterzienserinnenklosters, liegen bemalte Steinplatten von etwa 1490 mit den Aposteln, Jakobus der Ältere unter ihnen. In der evangelischen Stadtkirche Heilig Dreifaltigkeit in Bayreuth steht ein verwitterter Jakobus von etwa 1440 auf einem Pfeiler – er hat die Reformation in einer lutherischen Kirche überstanden.
Weiter südlich folgt die Kirche St. Jakobus in Creußen mit einem Relief des 15. Jahrhunderts am früheren Portal und einer Jakobusfigur des 17. Jahrhunderts im Hochaltar; die Kirche wurde nach den Hussitenkriegen 1477 wieder aufgebaut und erhielt 1700 ihre heutige Form. In Pegnitz hat die Stadtkirche St. Bartholomäus eine Jakobuskapelle, in Bronn auf der Etappe nach Betzenstein steht eine Jakobuskirche mit Zackenportal des 13. Jahrhunderts, in St. Andreas in Kalchreuth zwei Jakobusfiguren neben den berühmten Tonaposteln. Und am Ziel wartet St. Jakob in Nürnberg, deren kleine romanische Vorgängerkapelle Kaiser Otto IV. 1209 dem Deutschen Orden schenkte.
Wer nach den Pilgern hinter diesen Figuren fragt, findet sie vor allem in Nürnberg: Der Arzt und Humanist Hieronymus Münzer brach 1494 mit zwei Nürnberger Kaufleuten zu einer Reise durch Frankreich, Spanien und Portugal auf, schrieb darüber sein lateinisches „Itinerarium“, und Santiago de Compostela durfte darin nicht fehlen. Auf der Via Imperii selbst zogen vor allem Fuhrleute – und einer von ihnen steht am Anfang der Wallfahrt von Marienweiher. Der Legende nach brachte um 1500 ein Fuhrmann aus Sachsen ein Marienbild mit, wurde von Räubern überfallen, kam davon und stellte das Bild aus Dank neben der Landstraße auf. Die Kirche dort ist allerdings älter: Schon 1189 übergab Bischof Otto II. von Bamberg sie dem Kloster Langheim. Praktisch heißt das: Plane in Marktschorgast, Bayreuth und Creußen jeweils eine halbe Stunde für die Kirche ein, und frag in den Pfarrämtern nach dem Schlüssel, falls sie geschlossen ist.
Highlights am Weg
- Hof (km 0) — Start an der evangelischen Stadtkirche St. Michaelis von 1230; in der Stadt außerdem St. Lorenz von 1214, die „Keimzelle“ von Hof, und die Marienkirche von 1864 mit neuer Jakobusfigur.
- Basilika Marienweiher (km 35,5) — Rokoko-Wallfahrtskirche von 1740 bis 1750 mit Gnadenbild um 1500; Franziskaner seit dem 17. Jahrhundert, Basilica minor seit 1993, Pilgerbüro und Quartier im Kloster.
- Schiefe Ebene bei Marktschorgast (km 44,8) — Bahnsteigung von 1848 mit bis zu 25 Promille; ein Lehrpfad begleitet den Weg hinunter nach Himmelkron.
- Himmelkron (km 50,5) — Stiftskirche des 13. Jahrhunderts, Kloster von 1279, später Jagdschloss der Bayreuther Markgrafen; dazu die Autobahnkirche St. Christophorus von 1998 mit einem Nachbau des Labyrinths von Chartres.
- Bayreuth (km 67,4) — Markgrafenstadt mit Stadtkirche und Jakobusfigur; Pilgerstempel auch in der katholischen Schlosskirche.
- St. Johannis und Eremitage (km 73,1–74,2) — Markgrafenkirche von 1745 mit gotischen Wandmalereien und einem Taufengel mit Muschelbecken, danach der Park der Eremitage mit dem Sonnentempel.
- Creußen (km 87,8) — 1003 als „urbs crusni“ erstmals genannt, seit 1358 Stadt, Stadtmauer von 1358 bis 1361, Krügemuseum für das Creußener Steinzeug.
- Lindenhardt (km 100,3) — Flügelaltar von 1503, dessen Tafeln seit 1915 Matthias Grünewald zugeschrieben werden; er stand ursprünglich in Bindlach und kam nach einem Kirchenbrand 1685 hierher.
- Betzenstein (km 126,1) — 1187 erstmals erwähnt, 1359 Stadtrecht, der Tiefe Brunnen von 1543 bis 1549 mit 92 Metern, die Barockkirche von 1748.
- Kalchreuth (km 163,6) — 1298 erstmals genannt, Kirschendorf über dem Reichswald; St. Andreas mit zwölf spätmittelalterlichen Tonaposteln, die nur hier vollständig erhalten sind.
- St. Jakob Nürnberg (km 181,1) — das Ziel, 1209 erstmals genannt, mit Pilgerzentrum, Pilgerstempel und Pilgerausweisen.
Wie Pilger auf diesen Weg gelangen
Der Weg beginnt dort, wo zwei Wege aus dem Osten enden. In Hof kommt der Sächsische Jakobsweg an, der auf der alten Reichsstraße durch Sachsen und das Vogtland führt. Ebenfalls in Hof endet die Via Imperii, seit 2015 als Jakobsweg von Stettin über Berlin, Leipzig und Zwickau markiert. Wer von dort kommt, wechselt in Hof einfach die Muschel.
Von Nordwesten mündet am Kreuzweiher vor Kalchreuth der Jakobsweg Erfurt–Nürnberg ein, der über Coburg, Lichtenfels und Bamberg kommt. Die letzten Kilometer bis St. Jakob gehen beide Wege gemeinsam; ab hier folgst du laut Träger den Muschelzeichen des Weges aus Lichtenfels.
Weiterpilgern?
In Nürnberg endet der Weg an St. Jakob, und von derselben Kirche starten drei andere:
- Mittelfränkischer Jakobsweg — 99,3 km nach Westen über Heilsbronn nach Rothenburg ob der Tauber, dort Anschluss Richtung Rottenburg am Neckar
- Jakobsweg Nürnberg–Ulm — nach Süden durch Franken und über die Schwäbische Alb zum Ulmer Münster und weiter Richtung Bodensee
- Jakobsweg Nürnberg–Eichstätt — nach Süden ins Altmühltal zur Bischofsstadt Eichstätt
Wer bis Santiago will, wählt meist eine der beiden ersten Varianten: über Rothenburg ins französische Wegenetz oder über Ulm und den Bodensee in die Schweiz. In Nürnberg bekommst du im Pilgerzentrum den Stempel für den Abschluss dieses Weges und die Informationen für den nächsten.
Vorbereitung & Praktisches
Pilgerausweis und App. Wie auf allen Jakobswegen brauchst du einen Pilgerausweis (Credencial), um in den Pilgerquartieren zu übernachten und am Ende in Santiago die Compostela zu erhalten; die Pilgerherberge in Hof setzt ihn ausdrücklich voraus. Am besten bestellst du ihn schon vorab online, damit er rechtzeitig zum Start deiner Reise bei dir ist; das Pilgerzentrum St. Jakob in Nürnberg gibt ebenfalls Pilgerausweise aus. Stempel findest du in fast jeder Kirche am Weg, in Hof allein in vier. Am einfachsten planst du den Weg direkt in der Camino Ninja App, in der du deine Etappen zusammenstellst und passende Unterkünfte gleich mit einplanst.
Quartiere und Markierung. Der Träger veröffentlicht jedes Jahr eine Adressliste der Pilgerquartiere auf jakobus-oberfranken.de: die Pilgerherberge der Diakonie Hochfranken in Hof mit 4 Plätzen und Schlüsselausgabe bis 20 Uhr, Gemeindehäuser in Helmbrechts, Pegnitz und Gräfenberg, ein Pilgerzimmer im Pfarrhaus Lindenhardt, das Kloster Marienweiher, Privatquartiere in Marktleugast, Creußen und Kalchreuth, Bauwagen in Gräfenberg und Kalchreuth. Fast alles läuft über Telefon und Pfarramt – ruf zwei bis drei Tage vorher an. Die Markierung wechselt mit den Vereinsgebieten, ist aber durchgehend gut; im Veldensteiner Forst lohnt der Track auf dem Handy.
Mitpilgern. Zwischen Ostern und November lädt Pfarrer Michael Thein zum Samstagspilgern auf Abschnitten des Weges ein, ohne Anmeldung und ohne Gebühr; 2026 etwa am 25. Juli, dem Jakobustag, von Kalchreuth nach Nürnberg.
Was dich der Weg kostet
Das Pilgerzimmer im Privatquartier Kalchreuth kostet laut Adressliste 18 € pro Nacht; Gemeindehäuser und Pfarrhäuser nennen meist keinen festen Preis, sondern nehmen eine Spende (Stand: Oktober 2026). Gasthöfe und Pensionen in Helmbrechts, Creußen, Pegnitz, Betzenstein und Gräfenberg liegen grob bei 45 bis 75 € im Einzelzimmer mit Frühstück, in Bayreuth und Nürnberg eher darüber; die Jugendherbergen in Bayreuth und auf der Nürnberger Kaiserburg sind die günstigere Stadtvariante (Stand: Oktober 2026).
Rechne mit 60 bis 90 € pro Tag, wenn du in Gasthöfen schläfst und einkehrst, und mit 35 bis 50 €, wenn du die Pilgerquartiere nutzt und dich selbst versorgst. Ein echter Spartipp ist das Deutschland-Ticket für 63 € im Monat (Stand: Oktober 2026): Es deckt die An- und Abreise im Regionalverkehr und jeden Abbruch oder Etappensprung unterwegs.
Anreise
Zum Start. Hof Hauptbahnhof erreichst du mit Regionalzügen aus Nürnberg, Bamberg, Regensburg, Leipzig und Dresden; mit dem Deutschland-Ticket ist die Anreise im Regionalverkehr abgedeckt. Vom Bahnhof sind es wenige Minuten zur Stadtkirche St. Michaelis.
Unterwegs und vom Ziel. Helmbrechts, Marktschorgast, Bayreuth, Creußen, Pegnitz und Gräfenberg haben Bahnhöfe; Creußen und Pegnitz liegen an der Linie Nürnberg–Bayreuth, von Gräfenberg fährt die Gräfenbergbahn nach Nürnberg-Nordost, Betzenstein ist per Bus mit Pegnitz verbunden. Von St. Jakob gehst du in zehn Minuten zum Nürnberger Hauptbahnhof mit ICE-Verbindungen in alle Richtungen.
- Bahn: bahn.de — Verbindungen nach Hof und ab Nürnberg Hbf
- Weg und Quartiere: jakobus-oberfranken.de — Etappenbeschreibungen, Adressliste, Samstagspilgern
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