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Asociația Prietenilor Camino de Santiago
Der Verein hinter den sieben Caminos de România: 2016 gegründet, erforscht, markiert und bewirbt er die Pilgerwege von Iași, Giurgiu und Timișoara Richtung Westen und gibt die rumänische Credencial heraus.
Die Caminos auf der Karte
Caminos dieses Partners
Camino de România 11.226,8 Kilometer und 12.606 Höhenmeter von Iași, der Stadt der größten orthodoxen Wallfahrt Osteuropas, nach Westen: durch die katholischen Csángó-Dörfer der Moldau, über den Nemira-Kamm der Ostkarpaten ins Szeklerland, durch das Burzenland mit Prejmer und Brașov, an der Zisterzienserabtei Cârța und der Jakobskapelle von Sebeș vorbei nach Sibiu, Alba Iulia und Cluj-Napoca, durch den Karst des Crișul Repede nach Oradea und bis Borș, wo seit 2025 keine Grenze mehr kontrolliert wird — und kein Jakobsweg weiterführt. Am 1. Juni 2019 segnete Papst Franziskus in Iași die erste Borne: „4.500 km" bis Santiago. Seither wird Kilometer für Kilometer markiert; die Hauptachse, an der alle sechs anderen rumänischen Caminos hängen. Kein Herbergsnetz, Bärenland, GPS-Pflicht — und ein Weg, den noch niemand ganz gegangen ist.Diesen Camino entdecken
Camino de România 2372,5 Kilometer von der Donau in die Karpaten: von der Brücke bei Giurgiu, hinter der in Bulgarien kein Weg wartet, durch die Ebene über Comana und București, an den Brâncoveanu-Palästen von Mogoșoaia und Potlogi vorbei zur alten Hauptstadt Târgoviște, in die Vorkarpaten nach Câmpulung — wo unter dem Altar der Jakobskirche Bărăția der älteste datierte Grabstein der Walachei liegt (1300) — und durch den Rucăr-Bran-Korridor auf 1.211 Meter nach Brașov zur Biserica Neagră mit ihrem Jakobus im Pilgerhabit. 1385 beschrieben zwei deutsche Jerusalem-Heimkehrer genau diese Route. Heute markieren Ehrenamtliche den Karpatenteil, meist um den Jakobstag; ab Câmpulung ist es ein Weg, davor ein Korridor. 18 Camino-Ninja-Etappen, zwei Herbergen — Casa Genoveva in Câmpulung und Casa Mărioara in Șirnea —, kein Anschluss ans Santiago-Netz.Diesen Camino entdecken
Camino de România 3310,3 Kilometer Ebene und Hügel von der Kulturhauptstadt 2023 zur Stadt, die man im 14. Jahrhundert „the Hungarian Compostela" nannte: durch die banatschwäbischen Kolonistendörfer um das Runddorf Charlottenburg (1771), zur Wallfahrtsbasilika Maria Radna, deren Gnadenbild aus Papier den Brand von 1695 überstand, über Arad, die Kreisch-Ebene und die romanische Basilika von Tămașda (1241), nach Salonta und Băile Felix bis Oradea, wo König Ladislaus seit 1095 begraben liegt. Nur 3,5 Höhenmeter pro Kilometer, dafür Hitze bis 40 Grad. Ehrlich gesagt der jüngste Weg im rumänischen Netz: Erste Geländebegehung am 7. September 2025, Markierung im Kreis Bihor seit Dezember 2025 genehmigt, Auftaktveranstaltung September 2026 — ein Camino, der in Echtzeit entsteht. Keine Jakobus-Spur am Weg, kein Anschluss nach Ungarn, kein Herbergsnetz.Diesen Camino entdecken
Camino de România 4215,5 Kilometer aus der Walachischen Ebene in den Olt-Durchbruch: Der Camino de România 4 verlässt in Potlogi, am Brâncoveanu-Palast von 1699, den Camino de România 2 und zieht über Găești, Topoloveni und Pitești nach Curtea de Argeș — erste Hauptstadt der Walachei, Fürstenkirche von 1369, Reliquien der hl. Philothea, Gräber von fünf Königen. Dann steigt er über den Kamm in die Țara Loviștei, wo Perișani die Schlacht von Posada (1330) für sich beansprucht, und fällt durch den 19 Kilometer langen Defileul Turnu Roșu zum Bahnhof Podu Olt bei Tălmaciu, wo der Camino de România 1 wartet. 2.939 Höhenmeter, Höchstpunkt 1.775 m. Ehrlich gesagt ein Weg auf dem Papier: keine dokumentierte Markierung, keine Herberge, Autobahnbaustelle im Finale, kein Anschluss nach Santiago.Diesen Camino entdecken
Camino de România 5218,4 Kilometer aus der Moldau ins Szeklerland: Der Camino de România 5 verlässt in Bacău den Camino de România 1, steigt durch das Hügelland der Csángó über Tescani, Moinești und Comănești in die Karpaten, überquert auf 1.336 Metern den Kamm der Munții Ciucului und kommt in Șumuleu Ciuc an — dem Marienwallfahrtsort, an dem seit einem Gelöbnis von Pfingstsamstag 1567 jedes Jahr Hunderttausende ankommen und wo Papst Franziskus am 1. Juni 2019 vor 100.000 Pilgern „we are pilgrims" sagte, Stunden bevor er in Iași die Borne mit 4.500 Kilometern bis Santiago segnete. Dann folgt er dem oberen Olt über Băile Tușnad, Rumäniens kleinste Stadt, am jüngsten Vulkan der Karpaten vorbei nach Valea Crișului zurück auf die Hauptachse. Beim Träger heißt er „sectorul alternativ Bacău – Șumuleu Ciuc"; zwischen März und September 2025 wurde er erstmals markiert. Ehrlich gesagt: 20 Kilometer Kamm ohne Ort, Bärenland, keine Herberge, kein Anschluss nach Santiago.Diesen Camino entdecken
Camino de România 679,0 Kilometer Făgăraș-Land, fast eben, zwischen zwei Jakobusbildern: Der Camino de România 6 beginnt in Hălchiu vor einem sächsischen Altar von 1528, auf dem die Hinrichtung des Jakobus zu sehen ist, steigt über den Nordrand der Munții Perșani (642 m), passiert den UNESCO-Buchenurwald Codrul Secular Șinca und das Höhlenkloster Șinca Veche, dessen Einsiedeleien am 3. Juni 1761 brannten, die Festung Făgăraș von 1310 — 1950 bis 1960 politisches Gefängnis — und endet in Șoarș an der Kirche, die bis heute Scharoscher Jakobuskirche heißt, obwohl ihr Patrozinium mit der Reformation unterging. Die Südvariante des Camino de România 1, der dieselbe Spanne nördlich des Olt über Rupea nimmt. Ehrlich gesagt: unmarkiert, keine Herberge, Bärenland am Perșani, kein Anschluss nach Santiago.Diesen Camino entdecken
Camino de România 753,6 Kilometer, der kürzeste der sieben rumänischen Caminos — und der mit dem härtesten Jakobus-Beleg am Start: Auf der Piața Huet in Sibiu, wo der Weg beginnt, fand die Archäologie muschelförmige Pilgeranhänger in Gräbern des 12. bis 15. Jahrhunderts, und 1415 stand hier eine Capela Sf. Iacob, 1898 abgerissen. Von dort führt der Camino de România 7 südlich des Camino de România 1 durch die Mărginimea Sibiului, 18 Hirtendörfer, deren Transhumanz seit 2023 UNESCO-Kulturerbe ist: Kirchenburg Cristian, Glasikonen in Sibiel, Dakerfestung bei Tilișca, Poiana Sibiului auf 900 Metern — dann 500 Meter hinunter ins sächsische Gârbova mit Gräfenburg und der Basilika-Ruine von 1280. Ehrlich gesagt ein Umweg mit Höhenmetern: unmarkiert, keine Herberge, kein Anschluss nach Santiago — aber die Bahn fährt die erste Hälfte mit.Diesen Camino entdecken
Wer hinter dem Weg steht
Die Asociația Prietenilor Camino de Santiago – kurz APCS, „Verein der Freunde des Camino de Santiago“ – wurde 2016 in Bukarest von Menschen gegründet, die den Jakobsweg in Spanien gegangen waren und diese Erfahrung nach Rumänien holen wollten. Ehrenamtliche suchten die mittelalterlichen Routen, auf denen Pilger aus dem heutigen Rumänien nach Santiago zogen, und machten daraus ein Wegenetz. Heute hat der Verein rund 100 Mitglieder und Vertreter in mehreren Regionen.
Der Weg zur Anerkennung ging schnell: 2022 akkreditierte das rumänische Tourismusministerium den Camino de România als Kultur- und Tourismusroute von nationalem Interesse, im Oktober 2023 nahm der Europarat den rumänischen Camino in die Kulturroute der Jakobswege auf, im November 2023 förderte die Xunta de Galicia den Verein, und am 17. Juni 2024 wurde er Mitglied der Föderation Camino Europa Compostela. Der erste offizielle Wegstein steht am Kulturpalast in Iași und trägt eine Zahl, die man laut vorlesen möchte: 4.500 Kilometer bis Santiago.
Die Wege des Vereins
- Camino de România 1 – 1.226,8 km, Iași → Borș (Grenze zu Ungarn)
- Camino de România 2 – 372,5 km, Giurgiu → Brașov
- Camino de România 3 – 310,3 km, Timișoara → Oradea
- Camino de România 4 – 215,5 km, Potlogi → Tălmaciu (Podu Olt)
- Camino de România 5 – 218,4 km, Bacău → Valea Crișului
- Camino de România 6 – 79,0 km, Hălchiu → Șoarș
- Camino de România 7 – 53,6 km, Sibiu → Gârbova
Die Nummern 4 bis 7 sind Verbindungswege zwischen den großen Achsen. Markiert sind bislang einzelne Abschnitte – unterwegs brauchst du GPS, am einfachsten mit der Camino-Ninja-App.
Was der Verein für Pilger tut
Ehrenamtliche markieren die Wege Kilometer für Kilometer mit gelben Pfeilen und der Muschel auf dunkelblauem Grund – allein 2025 unter anderem bei Bacău, am Crișul Repede im Kreis Bihor, bei Tușnad und im Bergland zwischen Podu Dâmboviței und Șirnea; im Dezember 2025 genehmigte der Kreisrat Bihor die Markierung im ganzen Kreis. Seit 2018 gibt der Verein die rumänische Credencial heraus, für 10 RON (ca. 2 €), bestellbar per E-Mail an office@caminoromania.org (Stand: September 2026). Ein Stempelverzeichnis gibt es nicht – Stempel bekommst du in Pfarrhäusern, Gemeindeämtern und Klöstern, wenn du fragst.
Dazu organisiert der Verein gemeinsame Pilgerwege – 2025 zogen die „Pelerinii speranței“ von Iași bis Timișoara –, Jakobusfeste, Pilgertreffen wie das Camino Café in Bukarest, Vorträge, Bücher und Medienarbeit. Wer den Weg gehen will, schreibt dem Verein; er vermittelt den Kontakt zu seinen Vertretern vor Ort, die bei Route und Unterkunft helfen.
Kontakt und Mitmachen
Website: caminodesantiago.ro (Rumänisch) · E-Mail: office@caminoromania.org · Facebook: asociatiacamino. Mitglied werden kostet 50 RON (ca. 10 €) im Jahr, für Studierende und Rentner 25 RON (ca. 5 €) (Stand: September 2026).