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Amis du Chemin de Saint-Jacques des Pyrénées-Atlantiques
Der Jakobsverein des Baskenlands und Béarns: Er betreibt das Pilgerbüro in Saint-Jean-Pied-de-Port und Herbergen in Bayonne und Saint-Palais und markiert die Jakobswege im Département Pyrénées-Atlantiques.
Die Caminos auf der Karte
Caminos dieses Partners
Camino del NorteDer Camino del Norte führt in 898,8 Kilometern von der Kathedrale in Bayonne an der Küste des Kantabrischen Meeres entlang nach Santiago de Compostela: über Irún, San Sebastián, Bilbao, Santander, Gijón und Avilés bis Ribadeo, dann durch das galicische Binnenland über Mondoñedo und Sobrado dos Monxes nach Arzúa, wo er auf den Camino Francés trifft. 41 Etappen, 23.529 Höhenmeter bergauf, drei Bootsüberfahrten und seit 2015 UNESCO-Welterbe. Rund 21.500 Pilger kamen 2025 über ihn in Santiago an – etwa jeder 25.Diesen Camino entdecken
Via PodiensisDie Via Podiensis führt dich auf 754,1 Kilometern von Le Puy-en-Velay über das Aubrac, Conques, Cahors und Moissac nach Saint-Jean-Pied-de-Port am Fuß der Pyrenäen — mit 17.657 Metern Aufstieg der höhenmeterreichste Weg unseres Portfolios. Und sie ist der einzige Jakobsweg, auf dem der Weg selbst Welterbe ist: Alle sieben UNESCO-geschützten Wegabschnitte Frankreichs, zusammen 157,5 Kilometer, liegen auf dieser Strecke.Diesen Camino entdecken
Via TuronensisDie Via Turonensis führt dich auf 1.033,0 Kilometern von der Tour Saint-Jacques in Paris zur Porte Saint-Jacques in Saint-Jean-Pied-de-Port — entlang der Loire, durch die Romanik des Poitou, mit der Fähre über die Gironde und durch die Kiefernwälder der Landes. Sie ist die längste und monumentenreichste der vier klassischen Frankreich-Routen, elfmal Welterbe — und zugleich die am wenigsten begangene: der große Name mit dem leeren Weg.Diesen Camino entdecken
Via TolosanaDie Via Tolosana führt dich auf 786,4 Kilometern von Arles über Saint-Guilhem-le-Désert, Toulouse und den Béarn auf den Col du Somport (1.632 m) — den höchsten Punkt aller Compostela-Wege — und hinüber nach Candanchú, wo die Ruinen des Hospitals Santa Cristina im Gras liegen. Der Codex Calixtinus nennt sie um 1135 als ersten der vier großen Wege und zählt genau dieses Hospiz zu den drei Säulen der Welt: Du startest auf einem Friedhof und endest an der dritten Säule.Diesen Camino entdecken
Camino de BaztánDer Camino de Baztán führt in 106,4 Kilometern von der Kathedrale in Bayonne über die Pyrenäen nach Trinidad de Arre, wo er kurz vor Pamplona in den Camino Francés mündet. Hinter Ainhoa überquerst du bei Dantxarinea die Grenze nach Navarra, gehst durch das Baztán-Tal mit Urdax, Amaiur und Elizondo und steigst auf einer alten Römerstraße zum Velate-Pass, mit 923 Metern dem höchsten Punkt. Unterhalb des Passes stehen die Reste des Hospitals Santa María de Velate, das um 1160 gegründet wurde und 1325 mit nur vier Betten Winterpilger bis zu zwanzig Tage beherbergte. Fünf Etappen, 2.260 Höhenmeter bergauf, wenig Pilger und viel Baskisch.Diesen Camino entdecken
Via LemovicensisDie Via Lemovicensis, in Frankreich Voie de Vézelay, führt in 918 Kilometern von der Basilika Sainte-Marie-Madeleine in Vézelay quer durch die Mitte Frankreichs nach Saint-Jean-Pied-de-Port am Fuß der Pyrenäen. Sie ist eine der vier Straßen, die der Codex Calixtinus um 1140 beschreibt, und führt bis heute zu den drei Heiligtümern, die er den Vézelay-Pilgern ans Herz legte: Maria Magdalena in Vézelay, Leonhard in Saint-Léonard-de-Noblat und Front in Périgueux. Rechne mit rund 40 Etappen über Loire, Berry, Limousin, Périgord und die Kiefernwälder der Landes, ↗ 9.355 Meter, höchster Punkt 662 Meter bei Saint-Goussaud. In Saint-Jean-Pied-de-Port beginnt der Camino Francés.Diesen Camino entdecken
Jakobsweg Saint-Jean-Pied-de-Port–IrunIn Saint-Jean-Pied-de-Port steigen fast alle nach Roncesvalles — dieser Weg geht nach Westen: rund 77 Kilometer in 4 Etappen durchs französische Baskenland nach Irun, wo der Camino del Norte beginnt. Die Voie Nive-Bidassoa folgt der Nive, wechselt bei Espelette ins Tal der Nivelle und überschreitet am letzten Tag die Bidassoa — jene Grenze, die 1659 auf einer Insel in genau diesem Fluss gezogen wurde und über die 1943 nachts die Fluchthelfer der Comète-Linie schwammen. Du machst es auf einer Brücke, mit dem Pass in der Tasche.Diesen Camino entdecken
Voie de la NiveVon der Kathedrale von Bayonne zur Porte Saint-Jacques: Die Voie de la Nive verbindet in 3 Etappen und rund 65 Kilometern (GPS-Track) den alten Pilgerhafen mit Saint-Jean-Pied-de-Port — auf dem „Chemin de Poste“, der historischen Post- und Handelsroute über die Hochfläche der Basse-Navarre. Zwei UNESCO-Komponenten der französischen Jakobswege liegen an ihren Enden, eine Johanniter-Kommanderie am Weg — und während in Saint-Jean-Pied-de-Port jährlich zehntausende Pilger ankommen, gehst du hier tagelang allein.Diesen Camino entdecken
Voie de PiemontDie Voie de Piemont führt dich auf 606,5 Kilometern vom Mittelmeer bei Narbonne-Plage am Fuß der Pyrenäen entlang nach Saint-Jean-Pied-de-Port — über Carcassonne, Mirepoix, Saint-Lizier, Lourdes und Oloron-Sainte-Marie, vorbei an sieben UNESCO-Monumenten der Jakobswege. Der Codex Calixtinus nennt ihn nicht; seine eigenen Vereine nennen ihn „la cinquième grande voie française“ — der Ausweichweg, der zur Route wurde, und heute einer der stillsten Jakobswege Frankreichs.Diesen Camino entdecken
Wer hinter den Wegen steht
Die Amis du Chemin de Saint-Jacques des Pyrénées-Atlantiques sind der Jakobsverein des Baskenlands und des Béarn. Ihr Gebiet ist der Ort, an dem sich Frankreichs große Jakobswege bündeln: Die Wege von Le Puy, Tours und Vézelay treffen bei Ostabat zusammen und erreichen gemeinsam Saint-Jean-Pied-de-Port, das letzte Städtchen vor dem Aufstieg über die Pyrenäen; im Süden des Béarn quert der Weg von Arles am Somport die Berge. Wer von hier aus nach Santiago aufbricht, ist meist zuerst bei den Ehrenamtlichen des Vereins.
2019 erhielt der Verein von der galicischen Regierung den Premio Elías Valiña – benannt nach dem Pfarrer von O Cebreiro, der den Camino in den 1980er-Jahren mit gelben Pfeilen wiederbelebte –, unter anderem für sein Engagement bei der Wiederbelebung der Wege. Seit 2009 erscheint die Vereinszeitschrift „Le Petit Bourdon“.
Die Wege des Vereins
Der Verein erkundet, öffnet und markiert die Jakobswege in seinem Département. Bei Camino Ninja sind das neun Wege, jeweils mit dem Abschnitt, den der Verein betreut:
- Via Podiensis – Abschnitt Aire-sur-l'Adour – Ostabat
- Via Turonensis – Abschnitt Sorde-l'Abbaye – Saint-Jean-Pied-de-Port
- Via Lemovicensis – Abschnitt Hagetmau – Saint-Palais
- Via Tolosana – Abschnitt Anoye – Morlaàs – Oloron-Sainte-Marie – Somport (beim Verein „Voie d'Arles“)
- Voie de Piémont – Abschnitt Lourdes – Saint-Jean-Pied-de-Port (GR 78)
- Voie de la Nive – der ganze Weg (beim Verein „Chemin de Poste“)
- Saint-Jean-Pied-de-Port – Irún – der ganze Weg (beim Verein „Voie Nive–Bidassoa“)
- Camino del Norte – Abschnitt Bayonne – Hendaye / Irún (beim Verein „Chemin de la Côte“)
- Camino de Baztán – Abschnitt Bayonne – spanische Grenze
Dazu kommen Wege, die es bei Camino Ninja noch nicht gibt, etwa die Voie d'Ossau von Arudy zum Somport, und Verbindungswege zwischen Baskenland und Béarn.
Was der Verein für Pilger tut
Das bekannteste Angebot ist das Accueil pèlerins in der Rue de la Citadelle in Saint-Jean-Pied-de-Port: Hier holen sich jedes Jahr Zehntausende Pilger ihre Credencial oder den ersten Stempel, Auskunft über den Weg über die Pyrenäen und Adressen für die Nacht. Der Verein führt außerdem das Refuge Saint-Jacques in Bayonne und das Refuge Les Franciscains in Saint-Palais, betreibt in Bayonne ein Café pèlerin als Treffpunkt und pflanzt mit einem eigenen Projekt Obstbäume für Pilger am Weg.
Auf seiner Website findest du Wegbeschreibungen und Karten für das Baskenland und das Béarn, Unterkunftslisten und Informationen zu den spanischen Wegen, auf die es von hier aus weitergeht.
Kontakt und Mitmachen
Alles Weitere steht auf compostelle.fr. Vorstand: bureau@compostelle.fr; Pilgerbüro Saint-Jean-Pied-de-Port: accueil.sjpp@compostelle.fr; Refuge Bayonne: refugebayonne@compostelle.fr; Refuge Saint-Palais: franciscains@compostelle.fr. Ein Verein am Nadelöhr der Jakobswege – hier verabschiedet sich Frankreich von seinen Pilgern.