Der kurze, alte Weg über die Pyrenäen: rund 106 Kilometer von Bayonne durch das grüne Baztán-Tal nach Pamplona, wo der Camino Francés beginnt.
Der Camino de Baztán ist einer der ältesten Pyrenäen-Übergänge des Jakobswegs. Schon im Mittelalter war er die direkte Route von Bayonne an der baskischen Küste nach Pamplona – kürzer und tiefer als der berühmte Übergang über Roncesvalles. Er führt durch das grüne Baztán-Tal, vorbei am Kloster Urdax und über den Velate-Pass, bevor er in Pamplona auf den Camino Francés trifft.
Heute ist er ein ruhiger, landschaftlich reizvoller Weg für alle, die den Camino Francés abseits des überlaufenen Starts in Saint-Jean-Pied-de-Port beginnen wollen.
Der Name stammt vom Baztán-Tal in Navarra, durch das der Weg auf spanischer Seite führt.
Ideal, wenn du einen kurzen, grünen und historischen Auftakt über die Pyrenäen suchst und den Trubel in Saint-Jean-Pied-de-Port meiden willst. Wer baskische Landschaft und Stille liebt, ist hier richtig.
Weniger geeignet, wenn du gleich viel Pilgergesellschaft willst oder feuchtes Wetter scheust: Das Baskenland ist grün, weil es oft regnet.
Von Bayonne führt der Weg ins baskische Hügelland und über die Grenze ins Baztán-Tal – ein weites, grünes Tal mit weiß-roten baskischen Dörfern. Vorbei am Kloster Urdax und durch Elizondo steigt der Weg zum Velate-Pass.
Hinter dem Pass öffnet sich Navarra; der Weg führt hinab nach Pamplona, wo er auf den Camino Francés trifft.
Mit rund 106 Kilometern und 2.260 Aufstiegsmetern ist der Weg in 4–5 Tagen machbar; der Velate-Pass ist die Hauptanstrengung, sonst sanftes Auf und Ab. Technisch unkompliziert.
Die Markierung ist solide, die Versorgung im Tal gut – einzelne Etappen sind aber dünn besiedelt.
Das Baztán-Tal ist der landschaftliche und kulturelle Höhepunkt: typische baskische Architektur, das alte Kloster Urdax und die Nähe zu Zugarramurdi, dem „Hexendorf“ mit seinen legendären Höhlen.
Über den Velate-Pass folgst du einer jahrhundertealten Handels- und Pilgerroute zwischen Frankreich und Navarra.
Der Camino de Baztán endet nicht in Santiago, sondern in Pamplona – dort, wo er auf den Camino Francés trifft. Von hier sind es noch rund 700 Kilometer auf dem Camino Francés bis Santiago de Compostela. Viele gehen den Baztán-Weg genau deshalb: als ruhigen, kurzen Pyrenäen-Auftakt, bevor sie sich in den großen Strom des Camino Francés einreihen.
Die beste Zeit ist Spätfrühling bis Frühherbst; das Baskenland ist oft feucht, gute Regenkleidung ist Pflicht. Übernachtet wird in Albergues und Pensionen. Wie auf allen spanischen Wegen brauchst du einen Pilgerausweis (Credencial).
Rechne pro Tag grob mit 25–45 € (Baskenland etwas teurer). Albergues kosten meist 8–15 €, dazu Verpflegung.
Startpunkt ist Bayonne, gut mit Bahn (TGV) und Bus erreichbar.


Adonis Hotel Bayonne
Saison unbekannt



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