Via Gebennensis (Saint-Gingolph)
Dieser Zubringer beginnt in Saint-Gingolph, einem Dorf, durch das seit 1569 die Grenze läuft: Der Bach Morge trennt den Schweizer vom französischen Teil. Von dort führt er 75,6 Kilometer am Südufer des Genfersees entlang, über Meillerie, Évian-les-Bains und Thonon-les-Bains durch das Chablais, über Douvaine nach Hermance, wo du in die Schweiz zurückkehrst, und durch Cologny nach Genf. An der Kathedrale Saint-Pierre beginnt die Via Gebennensis nach Le Puy-en-Velay.
- 01Auf einen Blick
- 02Überblick
- 03Andere Namen
- 04Für wen ideal – und für wen eher nicht
- 05Streckenverlauf & Landschaft
- 06Etappen, Gelände & Schwierigkeit
- 07Shelley konnte nicht schwimmen: der Sturm vor Meillerie
- 08Highlights am Weg
- 09Wie Pilger auf diesen Weg gelangen
- 10Weiterpilgern?
- 11Vorbereitung & Praktisches
- 12Was dich der Weg kostet
- 13Anreise
Auf einen Blick
- Start / Ziel: Saint-Gingolph (380 m, Grenze Wallis/Frankreich) → Genf, Kathedrale Saint-Pierre (406 m), Startpunkt der Via Gebennensis
- Länge: 75,6 km
- Dauer: 4 Etappen, für Geübte 3 Tage
- Höhenmeter: ↗ 918 m / ↘ 893 m
- Höchster Punkt: 642 m bei km 8,9, am Hang westlich von Meillerie
- Landschaft: Steilufer und Kastanienhänge zwischen Saint-Gingolph und Évian, die Kurstädte des Chablais, flaches Ufer- und Bauernland bis Douvaine, die Genfer Rebdörfer
- Markierung: In Frankreich gelber Pfeil auf blauem Grund von der Zollstation Saint-Gingolph bis zur Zollstation Chens-le-Pont/Hermance, auf den letzten 17,3 km bis zur Kathedrale die Europarats-Muschel der Schweizer Jakobusfreunde
- Jakobus-Spuren: Jakobus als Pilger im Chorgestühl von Évian (15. Jahrhundert) und im Gewölbe von Saint-Hippolyte in Thonon (1699), die Commanderie des Bois in Filly, die Muschel im Wappen von Massongy; in Genf bronzene Muscheln im Boden
- Unterkunft: Hotels, Campingplätze und mehrere Accueils jacquaires, private Gastgeber für Pilger; Pilgerherbergen im spanischen Sinn gibt es nicht
- Anschlusswege: in Genf Via Gebennensis, Via Lugdunum und das Ende der Via Jacobi; in der Nähe des Starts Via Francigena Schweiz und Rhein-Reuss-Rhôneweg (Verbindungsstücke nicht in Camino Ninja)
- Beste Zeit: April bis Oktober; der Weg hat keine Höhenlagen und ist fast ganzjährig begehbar
- Vereine am Weg: ganzer Weg: Association Rhône-Alpes des Amis de Saint-Jacques
Überblick
Am 23. Juni 1816 stiegen zwei Engländer in Cologny in ein Boot und segelten das Südufer des Genfersees entlang: Hermance, Évian, Meillerie, Saint-Gingolph. Der eine war Lord Byron, der andere Percy Bysshe Shelley. Dieser Weg geht ihre Route ab, nur in umgekehrter Richtung und zu Fuß. Das hat Vorteile: Shelley wäre unterwegs beinahe ertrunken.
Du beginnst in Saint-Gingolph, wo das Wallis an Frankreich stößt, und gehst durch das Chablais, das französische Ufer des Sees: über die Steilhänge von Meillerie, durch die Kurstädte Évian und Thonon, an Schloss Ripaille vorbei und durch flaches Bauernland nach Douvaine. In Hermance bist du wieder in der Schweiz. Drei bis vier Tage später stehst du vor der Kathedrale Saint-Pierre in Genf, wo die Via Gebennensis beginnt. Du hast dann einen ganzen See umrundet, zur Hälfte.
Andere Namen
Via Gebennensis (Saint-Gingolph) ist ein Arbeitsname von Camino Ninja. In unserer Systematik heißen Zubringer nach dem Hauptweg, zu dem sie führen, mit ihrem Startpunkt in Klammern. Der Weg gehört also nicht zur Via Gebennensis selbst, die erst in Genf beginnt. Er bringt dich zu ihr.
Offiziell heißt die Strecke bei der Association Rhône-Alpes des Amis de Saint-Jacques (ARA) „bretelle du Chablais“, ein Verbindungsweg, der Pilger aus dem Chablais in Genf an die Via Gebennensis (GR 65) bringt. Die Wegbeschreibung der ARA-Delegation Haute-Savoie trägt den Titel „Partir de Saint-Gingolph pour Saint-Jacques-de-Compostelle“ und rechnet 75 Kilometer bis Genf und 1.937 Kilometer bis Santiago. Geografisch heißt die Gegend Chablais, das Seeufer Rive sud du Léman; der Genfersee heißt auf Französisch Lac Léman.
Für wen ideal – und für wen eher nicht
Dieser Weg ist ideal für dich, wenn du aus dem Wallis kommst, etwa von der Via Francigena oder vom Rhein-Reuss-Rhôneweg, und nach Genf und weiter nach Santiago willst. Er passt auch, wenn du einen kurzen Einstieg suchst: drei, vier Tage, kaum Höhenmeter, viel Wasser, gute Bahnverbindungen.
Ehrlich gesagt ist er aber nichts für dich, wenn du Einsamkeit suchst. Das Südufer ist dicht besiedelt, zwischen Évian und Genf gehst du oft an Straßen, Vororten und Ferienhäusern vorbei. Nichts für dich ist er auch, wenn du Pilgerherbergen mit Schlafsaal erwartest: Es gibt nur eine Handvoll privater Pilgergastgeber, sonst Hotels und Campingplätze. Zwischen Saint-Gingolph und Évian ist außerhalb der Sommersaison kaum Proviant zu bekommen, und von Thonon bis Douvaine liegen 15 Kilometer fast ohne Einkaufsmöglichkeit. Und wenn dein Budget knapp ist, wird die letzte Etappe teuer: Genf gehört zu den teuersten Städten Europas.
Streckenverlauf & Landschaft
Von Saint-Gingolph nach Évian (km 0–21,3): Die Markierung beginnt an der Zollstation auf der Brücke über die Morge. Gleich hinter dem Dorf steigt der Weg vom Seeufer auf die Hänge. Unter dir liegt Meillerie (km 7,3), wo die Felswand fast senkrecht ins Wasser fällt. Westlich davon erreichst du bei km 8,9 mit 642 Metern den höchsten Punkt. Ab Meillerie teilst du den Weg mit dem GR de Pays Littoral du Léman und bleibst lange auf halber Höhe, zwischen 500 und 620 Metern, über Lugrin und an Neuvecelle vorbei, bis zur Bergstation der Standseilbahn, mit der du nach Évian-les-Bains (km 21,3) hinunterfahren kannst.
Von Évian nach Genf (km 21,3–75,6): Über Amphion und Vongy erreichst du Thonon-les-Bains (km 32,8), die Hauptstadt des Chablais. Dahinter wird das Land flach: Anthy-sur-Léman, Sciez (km 42,9), der Weiler Filly, Massongy, Douvaine (km 51,8). Zwischen Corzent und dem Port de Séchex darfst du bei wenig Wind am Ufer entlanggehen, an Fischerhafen und Stränden vorbei; achte dort auf Privatgrund. Das Dorf Yvoire, das die Prospekte zeigen, liegt rund 4 Kilometer abseits. Bei Hermance (km 57,4) überquerst du die Grenze. Die blau-gelben Pfeile enden hier, ab jetzt führt die Europarats-Muschel der Association helvétique des Amis du chemin de Saint-Jacques, ergänzend zur Schweizer Wanderwegmarkierung, durch die Genfer Landschaft über Corsier, Vandœuvres und Cologny (km 71,2) hinunter an den See und in die Altstadt von Genf.
Etappen, Gelände & Schwierigkeit
Die vier Etappen sind ein Vorschlag von Camino Ninja, gelegt auf Orte mit Unterkunft. Kilometer aus der Camino-Ninja-Karte, exakt auf 75,6 km kalibriert. Wer fit ist, geht in drei Tagen: Saint-Gingolph – Évian, Évian – Douvaine (30,5 km), Douvaine – Genf.
- Saint-Gingolph → Évian-les-Bains (21,3 km) — der einzige Tag mit Höhenmetern: hinauf über Meillerie und auf halber Höhe nach Évian.
- Évian-les-Bains → Sciez (21,6 km) — durch Thonon und am Schloss Ripaille vorbei ins flache Uferland.
- Sciez → Hermance (14,5 km) — über Massongy und Douvaine an die Grenze; kurzer Tag mit Zeit für den Abstecher nach Yvoire.
- Hermance → Genf (18,2 km) — durch die Genfer Rebdörfer über Cologny zur Kathedrale Saint-Pierre.
Technisch schwierig ist nichts. Am ersten Tag sind die Wege am Hang steil und bei Nässe rutschig, und das erste Stück aus Saint-Gingolph hinaus läuft an einer Straße mit viel Grenzgänger- und Lastwagenverkehr; geh dort hintereinander und gut sichtbar. Vor Chens fehlen an einer Weggabelung in den Feldern die Pfeile: Halte dich rechts.
Shelley konnte nicht schwimmen: der Sturm vor Meillerie
Ende Juni 1816 umrundeten Byron und Shelley den Genfersee mit dem Boot. Byron wollte die Schauplätze von Rousseaus Roman „Julie ou la Nouvelle Héloïse“ von 1761 sehen. Dessen berühmteste Szene spielt an den Felsen von Meillerie: Julie und Saint-Preux geraten dort im Sturm in Seenot. Rousseau kannte den Ort, er war im September 1754 um den See gereist.
Die Engländer bekamen ihre Szene. Hinter Meillerie frischte der Wind auf, Shelley schrieb später: „The wind gradually increased in violence, until it blew tremendously.“ Der Wind wurde immer heftiger, bis er gewaltig blies. Das Boot lief fast voll. Byron, ein exzellenter Schwimmer, zog seinen Mantel aus, um Shelley zu retten; Shelley konnte nicht schwimmen und lehnte ab. Wenige Minuten später lagen sie im Hafen von Saint-Gingolph. Ein paar Tage später, vom Regen in Ouchy festgehalten, schrieb Byron „The Prisoner of Chillon“. Sechs Jahre später, 1822, ertrank Shelley tatsächlich, im Golf von La Spezia.
Am ersten Tag gehst du diese Strecke über den Felsen, in die andere Richtung, trocken. Die Steine von Meillerie siehst du später noch einmal: Aus den Steinbrüchen, die von 1800 bis 1939 liefen, brachten Lastsegler den Kalkstein über den See, und er steckt im Palais des Nations und im Bahnhof Cornavin in Genf.
Highlights am Weg
- Saint-Gingolph (km 0) — ein Dorf, zwei Staaten: Seit dem Vertrag von Thonon vom 4. März 1569 bildet die Morge die Grenze. Die Kirche von 1770 teilen sich beide Teile. Im Juli 1944 brannten deutsche Truppen den französischen Teil nieder, die Einwohner flohen über den Bach in die Schweiz.
- Meillerie (km 7,3) — Priorat der Augustiner-Chorherren aus dem 13. Jahrhundert, das vom Hospiz am Großen Sankt Bernhard abhing, also von denselben Chorherren, die seit dem Mittelalter Pilger über die Alpen bringen. Oberhalb des Dorfes liegt ein Stein, der „Pierre à Jean-Jacques Rousseau“ heißt.
- Évian-les-Bains (km 21,3) — 1789 soll der Graf de Laizer bemerkt haben, dass ihm das Wasser einer Quelle gegen sein Nierenleiden half. Der Besitzer, ein Herr Cachat, verlangte daraufhin Geld; 1826 erlaubte Savoyen das Abfüllen. 1962 wurden hier die Verträge unterzeichnet, die den Algerienkrieg beendeten. In der Kirche Notre-Dame-de-l'Assomption zeigt das Chorgestühl aus Nussbaum aus dem 15. Jahrhundert das Credo der Apostel, darunter Jakobus den Älteren als Pilger.
- Amphion (km 25,7) — rund 500 Meter neben dem Weg zeigt die Kapelle Notre-Dame-de-la-Rencontre ein Wandbild von André Poirson aus dem Jahr 1959: den Zug der Apostel, mit Jakobus.
- Thonon-les-Bains (km 32,8) — Kirche Saint-Hippolyte, 1439 zur päpstlichen Kapelle erhoben. Hier predigte Franz von Sales ab 1594, um das seit 1536 reformierte Chablais zurück zum Katholizismus zu bringen; an Weihnachten 1596 gab er die Kirche dem katholischen Gottesdienst zurück. Das Gewölbe, 1699 ausgemalt, zeigt Jakobus den Älteren mit seinem Bruder Johannes.
- Schloss Ripaille (km 30,7) — hierher zog sich 1434 Herzog Amadeus VIII. von Savoyen mit sechs Gefährten als Eremit zurück und gründete den Mauritiusorden. Am 5. November 1439 wählte ihn das Konzil von Basel zum Papst; als Felix V. dankte er am 7. April 1449 in Lausanne ab, als letzter Gegenpapst der Kirchengeschichte. Dass „faire ripaille“, prassen, von seinen Festen kommt, ist eine schöne Legende: Der Ausdruck ist älter.
- Commanderie des Bois in Filly (km 46,4) — vom Zisterzienserkloster Filly, gegründet 1228, ist nichts geblieben, aber die Steinhäuser der Kommende am Weilereingang stehen noch, eines mit einer Inschrift von 1605. Um 1600 nahm die Kommende des Mauritius- und Lazarusordens Pilger aus dem Wallis und dem Chablais auf, die das protestantische Genf meiden wollten. Du gehst heute geradewegs hinein.
- Massongy (km 48,8) — im Gemeindewappen steht die Jakobsmuschel, übernommen von der Familie Detraz; in der Mairie bekommst du einen Stempel.
- Hermance (km 57,4) — mittelalterliche Kleinstadt mit dem Rundturm von 1337/1338; seit dem Vertrag von Turin 1816 genferisch. Shelley notierte: „a beautiful little village, containing a ruined tower“.
- Cologny (km 71,2) — rund 500 Meter neben dem Weg liegt die Villa Diodati, in der Byron im Sommer 1816 wohnte. Dort entstanden die Anfänge von Mary Shelleys „Frankenstein“ und Polidoris „The Vampyre“.
- Genf (km 75,6) — Kathedrale Saint-Pierre; seit dem 28. November 2022 führen bronzene Muscheln im Pflaster Pilger durch die Stadt.
Wie Pilger auf diesen Weg gelangen
Saint-Gingolph liegt am Ostende des Genfersees, wo das Rhônetal ins Wasser mündet. Zwei Wege aus Camino Ninja kommen in die Nähe, enden aber nicht hier:
- Via Francigena Schweiz — läuft am Nordufer über Vevey, Montreux, Villeneuve und Aigle zum Großen Sankt Bernhard. Über das Wasser sind es von Saint-Gingolph nach La Tour-de-Peilz nur 7,6 Kilometer; zu Fuß gehst du um das Seeende herum über Le Bouveret nach Villeneuve.
- Rhein-Reuss-Rhôneweg — endet in Saint-Maurice im Wallis, rund 25 Kilometer Luftlinie von Saint-Gingolph; dazwischen liegt das untere Rhônetal mit Monthey.
Die Verbindungsstücke sind nicht in Camino Ninja; dafür brauchst du eine eigene Karte. Wer vom Großen Sankt Bernhard die Rhône hinunterkommt, kann in Saint-Maurice oder Villeneuve auf diesen Zubringer wechseln und so über Genf nach Santiago gehen.
Weiterpilgern?
In Genf endet der Zubringer, an der Kathedrale Saint-Pierre. Dort hast du drei Möglichkeiten:
- Via Gebennensis — der klassische Weg, 347,6 Kilometer über Savoyen und das Pilat-Massiv nach Le Puy-en-Velay
- Via Lugdunum — über das Bugey nach Lyon, das du nach rund 172 Kilometern erreichst, und weiter ins Forez
- Via Gebennensis (Col du Petit-Saint-Bernard) — der zweite Zubringer zur Via Gebennensis, er kommt vom Alpenpass und trifft in Yenne auf sie
Ab Le Puy führt die Via Podiensis nach Saint-Jean-Pied-de-Port, wo der Camino Francés über die Pyrenäen nach Santiago weitergeht. In Genf endet außerdem die Via Jacobi, der Schweizer Jakobsweg vom Bodensee.
Vorbereitung & Praktisches
Jahreszeit. Der Weg ist fast ganzjährig begehbar. Im Hochsommer sind die Seeorte voll und die Zimmer teuer, im Winter haben viele Hotels am Südufer geschlossen. Am schönsten sind Mai, Juni und September.
Markierung und Wegbeschreibung. In Frankreich folgst du dem gelben Pfeil auf blauem Grund, ab Hermance der Europarats-Muschel. Die ARA-Delegation Haute-Savoie stellt eine Wegbeschreibung mit Karten, Unterkünften und Stempelstellen als PDF bereit, zu finden über chemins.compostelleenrhonealpes.fr. Als Wanderkarten nennt sie IGN Top 25 3528 ET und 3428 ET.
Unterkunft und Ausweis. Übernachten kannst du in Hotels, auf Campingplätzen und bei Accueils jacquaires, privaten Pilgergastgebern in Évian-Neuvecelle, Thonon, Anthy-sur-Léman, Margencel, Massongy und Douvaine; manche holen dich ab, in Évian etwa an der Bergstation der Standseilbahn. Melde dich dort immer vorher an, und reserviere im Sommer und für Genf früh. Am einfachsten gelingt das direkt in der Camino Ninja App, in der du deine Etappen zusammenstellst und passende Unterkünfte gleich mit einplanst. Wie auf allen französischen Wegen brauchst du einen Pilgerausweis (Credencial), um in den Pilgerunterkünften zu übernachten und am Ende die Compostela zu erhalten. Am besten bestellst du ihn schon vorab online, damit er rechtzeitig zum Start deiner Reise bei dir ist.
Stempel. In Saint-Gingolph stempeln beide Zollstationen, die Mairie und die Bar La Navigation, unterwegs die Mairie von Massongy, in Genf die Cure an der Rue Argand 3, die Basilika Notre-Dame oder die Kathedrale Saint-Pierre.
Proviant. Kauf vor dem Start in Saint-Gingolph ein; bis Évian ist die Versorgung außerhalb der Sommersaison schwierig. Zwischen Thonon und Douvaine gibt es nur in Anthy und im etwas abseits gelegenen Ortskern von Sciez etwas.
Grenzen und Geld. Du überquerst zweimal die Grenze zwischen Frankreich und der Schweiz, in Saint-Gingolph und Hermance. Kontrollen sind selten, einen Ausweis brauchst du trotzdem. Für Hermance und Genf brauchst du Schweizer Franken; einen Bankomaten gibt es an der Post in Hermance.
Was dich der Weg kostet
Auf der französischen Strecke rechne mit 70 bis 100 € pro Tag für Zimmer, Abendessen und Frühstück; die Kurstädte Évian und Thonon sind teurer als die Dörfer (Camino-Ninja-Schätzung, Stand: Oktober 2026). Günstiger wird es mit dem Pilgerausweis: Die Auberge d'Anthy gibt dir 10 Prozent Rabatt, und auf dem Campingplatz am Port de Sciez kostet ein Chalet für zwei Personen 29,90 € (Stand: Januar 2026, laut ARA-Wegbeschreibung). In Genf kostet schon ein Bett im Schlafsaal einer Jugendherberge rund 45 bis 60 CHF (ca. 47–63 €), ein einfaches Hotelzimmer kaum unter 120 CHF (ca. 130 €) (Stand: Oktober 2026). Für vier Etappen sind das zusammen rund 300 bis 450 €.
Anreise
- Anreise zum Start: Bahnhof Saint-Gingolph auf Schweizer Seite, mit Regionalzug über Monthey ab Saint-Maurice; Fahrpläne bei sbb.ch.
- Per Schiff: Von Lausanne-Ouchy fährst du mit der CGN über den See nach Évian, das die ARA ausdrücklich als Einstieg nennt; Thonon ist ebenfalls angebunden, im Sommer halten Schiffe auch in Saint-Gingolph; cgn.ch. In Évian bringt dich die kostenlose Standseilbahn im Sommer ab 10 Uhr hinauf zum Weg.
- Zwischeneinstieg: Seit Dezember 2019 verbindet der Léman Express Évian und Thonon direkt mit Genf.
- Rückreise ab dem Ziel: Genf hat Hauptbahnhof Cornavin und Flughafen; von der Kathedrale gehst du rund 15 Minuten zum Bahnhof.
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