Über den Genfersee in die Alpen: rund 195 Kilometer von der französischen Grenze bei Ballaigues über Lausanne und das Rhônetal hinauf zum Grossen St. Bernhard.
Der Schweizer Abschnitt der Via Francigena ist das alpine Bindeglied des Pilgerwegs nach Rom. Von der französischen Grenze bei Ballaigues im Jura steigt der Weg über Orbe hinab an den Genfersee bei Lausanne, folgt dem Rhônetal nach Martigny und steigt schließlich zum Grossen St. Bernhard auf – dem berühmten Alpenpass mit seinem Hospiz.
Kurz, aber intensiv: Jura, See, Weinhänge und Hochgebirge auf knapp 200 Kilometern.
Teil der historischen Pilgerroute Canterbury–Rom; in der Schweiz gut markiert.
Ideal, wenn du einen kurzen, landschaftlich grandiosen Alpenabschnitt mit klarem Höhepunkt (St. Bernhard) gehen willst – oder als Teil der ganzen Via Francigena.
Weniger geeignet bei knappem Budget (Schweiz ist teuer) oder wenn du Höhenmeter scheust: Der Aufstieg zum Pass ist alpin und nur im Sommer schneefrei.
Von Ballaigues geht es durch den Jura hinab nach Orbe und an den Genfersee bei Lausanne. Entlang des Sees und durch die Weinregion Lavaux (UNESCO) erreicht der Weg das Rhônetal.
Über Martigny steigt der Weg ins Hochgebirge und erreicht den Grossen St. Bernhard (2.469 m) mit dem Hospiz – dort beginnt der italienische Abschnitt.
Auf rund 195 Kilometern sammelst du über 8.000 Höhenmeter – die letzten Tage zum Pass sind alpin und fordernd. In 9–11 Tagen machbar. Markierung und Infrastruktur (Schweiz) sind exzellent.
Der Pass ist nur etwa Juni–September schneefrei – außerhalb dieser Zeit weichen Pilger auf den Tunnel/Bus aus.
Der Höhepunkt ist der Grosse St. Bernhard (2.469 m): einer der ältesten Alpenübergänge mit dem berühmten Hospiz, das seit dem 11. Jahrhundert Reisende und Pilger beherbergt – und Namensgeber der Bernhardiner-Hunde.
Auf dem Weg dorthin: der Genfersee und die Weinterrassen des Lavaux, ein UNESCO-Welterbe.
Der Schweizer Abschnitt ist ein Glied der Kette: Davor liegt die Via Francigena France (Calais → Jougne), danach die Via Francigena (Italien), die vom Grossen St. Bernhard über die Toskana bis nach Rom führt. So lässt sich die ganze Via Francigena von England bis Rom durchgehen.
Die beste Zeit ist Sommer bis Frühherbst (Pass schneefrei). Übernachtet wird in Pensionen, Hospizen und Pilgerquartieren. Du brauchst eine Pilgerkredenziale.
Die Schweiz ist teuer. Rechne pro Tag grob mit 60–100 € (Pensionen/Hospize), plus Verpflegung.
Startpunkt ist die Grenze bei Ballaigues; viele beginnen in Lausanne oder Orbe (gute Bahnanbindung).

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