Der Jakobsweg quer durch die Schweiz: rund 447 Kilometer vom Bodensee über das Kloster Einsiedeln und die Voralpen bis nach Genf – Anschluss an die französischen Wege.
Die Via Jacobi ist der Schweizer Hauptweg des Jakobswegs – die nationale Wanderroute 4. Sie führt von Konstanz am Bodensee quer durch die Schweiz bis nach Genf und bündelt die Pilgerströme aus Süddeutschland, Österreich und Osteuropa.
Ihr spiritueller Höhepunkt ist das Kloster Einsiedeln, der bedeutendste Wallfahrtsort der Schweiz mit seiner Schwarzen Madonna. Dazwischen liegen Voralpen, Seen, grüne Täler und stille Pässe. In Genf schließt der Weg an die Via Gebennensis an – und damit an die lange Reise durch Frankreich nach Santiago.
„Via Jacobi“ ist der Sammelname der schweizerischen Jakobswege; der Hauptast ist als nationale Route 4 ausgeschildert.
Ideal, wenn du den Jakobsweg im deutschsprachigen Raum beginnen und die Schweizer Landschaft erleben willst – mit hervorragender Markierung und Infrastruktur. Perfekt als erster großer Abschnitt einer Reise nach Santiago.
Weniger geeignet, wenn du günstig pilgern willst: Die Schweiz ist teuer, und klassische Pilgerherbergen sind selten. Das Profil ist zudem deutlich alpin.
Von Konstanz führt der Weg durch die Ostschweiz, über Sankt Gallen Richtung Einsiedeln. Danach geht es durch die Voralpen und über Pässe, vorbei an Seen wie dem Vierwaldstättersee und durch das Berner Mittelland.
Im letzten Teil erreicht der Weg den Genfersee und schließlich Genf, wo die Via Gebennensis übernimmt.
Mit rund 447 Kilometern und über 11.500 Höhenmetern ist die Via Jacobi anspruchsvoll: viele Auf- und Abstiege, einige Pässe. In etwa 18–22 Tagen machbar; viele gehen sie in Abschnitten. Markierung (Route 4) und Infrastruktur sind exzellent.
Achtung: höher gelegene Abschnitte sind erst spät im Frühjahr und früh im Herbst schneefrei.
Der spirituelle Höhepunkt ist das Kloster Einsiedeln, der bedeutendste Wallfahrtsort der Schweiz. Die barocke Klosterkirche und die Schwarze Madonna ziehen seit Jahrhunderten Pilger an.
Landschaftlich glänzt der Weg in den Voralpen und am Wasser – Bodensee, Vierwaldstättersee, Genfersee – mit Alpenblicken über weite Strecken.
Die Via Jacobi endet in Genf – dort, wo die Via Gebennensis beginnt, die in rund zwei Wochen weiter nach Le Puy-en-Velay führt. Von dort übernimmt die Via Podiensis Richtung Pyrenäen, und über den Camino Francés geht es schließlich nach Santiago de Compostela. Wer in der Schweiz startet, kann so ohne Bruch bis nach Galicien gehen.
Die beste Zeit ist Spätfrühling bis Frühherbst (höhere Abschnitte schneefrei). Übernachtet wird in Klöstern, Gasthöfen und Pensionen; klassische Albergues gibt es kaum. Ein Pilgerausweis ist für Stempel und Pilgerquartiere sinnvoll.
Die Schweiz ist deutlich teurer als Spanien. Rechne pro Tag grob mit 60–100 € (Gasthöfe/Pensionen), plus Verpflegung. Klöster und einfache Quartiere sowie Selbstversorgung senken die Kosten.
Startpunkt ist Konstanz am Bodensee, gut mit Bahn aus Deutschland und der Schweiz erreichbar.
Die Schweizer Jakobswege werden vom Verein Jakobsweg Schweiz – Compostelle Suisse betreut (bis 2026 „jakobsweg.ch“, nach der Fusion mit „Les Amis“ umbenannt). Der Verein markiert und pflegt die Wege, bildet Pilgerbegleiter aus und gibt Wegbroschüren sowie den Pilgerausweis heraus.


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