Rund 243 Kilometer vom Klosterort Disentis über die Pässe Oberalp und Furka durchs Walliser Goms und entlang der Rhône nach St. Maurice. Ein alpiner Jakobsweg durch die Quellgebiete dreier großer Flüsse – mit Höhen bis rund 2.460 m.
Der Rhein-Reuss-Rhôneweg ist Teil des Alpen-Jakobswegs und verbindet die Graubündner Surselva bis in die Nähe des Genfersees. Er beginnt am Benediktinerkloster Disentis, steigt über den Oberalppass ins Quellgebiet der Reuss nach Realp und überquert die Furka nach Gletsch und ins Walliser Goms. Von dort folgt der Weg der jungen Rhône über Münster, Ernen und Brig/Glis, weiter über Gampel und Salgesch nach Sion, dann über Saillon und Martigny bis nach St. Maurice.
Der Name nimmt die drei großen Flüsse auf, deren Quellgebiete der Weg streift: Rhein, Reuss und Rhône. Es ist ein alpiner Weg, der über weite Strecken auf über 1.000 m verläuft und zwei hohe Pässe überwindet.
Ideal, wenn dich die große alpine Geografie reizt: zwei klassische Alpenpässe, die Wasserscheide dreier Ströme und der lange Abstieg ins sonnige Wallis. Wer ausdauernd und bergerfahren ist, erlebt eine landschaftlich grandiose Strecke vom Hochgebirge ins Rebland.
Weniger geeignet, wenn du leichte Flachetappen suchst oder nur außerhalb der Sommermonate Zeit hast: Die Pässe Oberalp und Furka sind nur in der schneefreien Saison sinnvoll begehbar.
Vom Klosterort Disentis in der Surselva steigt der Weg zum Oberalppass und hinab nach Realp im Urserental. Über die Furka geht es nach Gletsch und ins Goms, das oberste Walliser Rhônetal.
Dann folgt der Weg der Rhône talabwärts: über Münster und Ernen nach Brig/Glis, weiter über Gampel und Salgesch ins Sonnen- und Rebland um Sion. Über Saillon und Martigny erreichst du schließlich St. Maurice an der Engstelle des Rhônetals. Die Landschaft wandelt sich von hochalpinen Pässen über das Goms bis zu den Weinbergen und Burgen des Unterwallis.
Mit rund 243 Kilometern, etwa 7.000 Höhenmetern im Aufstieg und einem höchsten Punkt um 2.460 m ist der Rhein-Reuss-Rhôneweg ein anspruchsvoller alpiner Weg. Plane je nach Tempo grob 12–13 Tage ein. Vom Beginn in Disentis über Oberalp und Furka bis ins Goms bist du über weite Strecken im Gebirge auf über 1.000 m unterwegs.
Der Weg ist als Jakobsweg signalisiert. Die Pässe und das Gelände verlangen Kondition, Trittsicherheit und Bergausrüstung; bei Weg-Abweichungen gilt die offizielle Signalisation.
Der Reiz dieses Weges liegt in seiner Geografie: Er berührt die Quellregionen von Rhein, Reuss und Rhône und überquert mit Oberalp und Furka zwei der bekanntesten Alpenpässe. Der Start am Benediktinerkloster Disentis verbindet den geistlichen Auftakt mit dem alpinen Hochgebirge, ehe der lange Abstieg ins Wallis durch eine der sonnenreichsten Regionen der Schweiz führt.
Der Rhein-Reuss-Rhôneweg endet in St. Maurice – und dort beginnt die nächste große Etappe Richtung Süden: Hier schließt die Via Francigena (Schweiz) an, die das Rhônetal weiter über Martigny und Orsières hinauf zum Grossen St. Bernhard und nach Italien führt. So lässt sich der Weg als alpiner Auftakt einer Pilgerreise Richtung Rom verstehen.
Wegen der hohen Pässe ist der Rhein-Reuss-Rhôneweg nur in den schneefreien Monaten sinnvoll begehbar – je nach Witterung etwa von Juni/Juli bis September/Oktober. Oberalp und Furka können früh und spät in der Saison noch Schnee tragen; informiere dich über den Pass- und Wegzustand.
Nötig sind gute Bergausrüstung, Kondition und Trittsicherheit. Ein Pilgerausweis ist für Stempel und Quartiere sinnvoll. Wegbroschüre und Unterkunftsliste für Disentis–St. Maurice sind erhältlich; in den hohen Lagen ist das Quartiernetz dünn – plane Etappen und Übernachtungen vorausschauend.
Die Schweiz ist teuer. Rechne pro Tag grob mit 60–100 € für Unterkunft und Verpflegung; in Bergregionen kann es eher am oberen Rand liegen. Einfache Quartiere und Selbstverpflegung senken die Kosten.
Startpunkt ist Disentis in der Surselva, Ziel ist St. Maurice im Unterwallis.
Die Schweizer Jakobswege werden vom Verein Jakobsweg Schweiz – Compostelle Suisse betreut (bis 2026 „jakobsweg.ch“, nach der Fusion mit „Les Amis“ umbenannt). Der Verein markiert und pflegt die Wege, bildet Pilgerbegleiter aus und gibt Wegbroschüren sowie den Pilgerausweis heraus.

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