Nahe-Glan-Camino (Süd-Route) auf der Karte

Nahe-Glan-Camino (Süd-Route)

Der Nahe-Glan-Camino führt in 152,6 Kilometern vom Rhein-Nahe-Eck in Bingen über Bad Kreuznach, den Disibodenberg der Hildegard von Bingen, das Glantal mit Meisenheim und Lauterecken, Kusel und St. Wendel zur Abtei Tholey. Seit 2025 trägt der Weg seinen Namen. Unterwegs liegen eine der längsten Burgruinen Deutschlands und das Grab des heiligen Wendelin, am Ziel ein Kloster, das als ältestes auf deutschem Boden gilt. Ab Tholey geht es auf einem eigenen Weg weiter nach Saarbrücken und Richtung Metz.

13. Oktober 202613 Min. Lesezeit
Inhalt

Auf einen Blick

  • Start / Ziel: Rhein-Nahe-Eck in Bingen am Rhein / Abtei St. Mauritius in Tholey
  • Länge: 152,6 km
  • Dauer: 8 Etappen
  • Höhenmeter: ↗ 2.225 m / ↘ 1.933 m
  • Höchster Punkt: 438 m bei km 129,1, zwischen Oberkirchen und Hoof im Nordsaarland
  • Landschaft: Weinberge an der unteren Nahe, Felsen bei Bad Münster, das stille Glantal, das Kuseler Bergland, Wiesen und Wälder um St. Wendel, zuletzt der Schaumberg über Tholey
  • Markierung: zwischen Bingen und dem Disibodenberg sowie zwischen Remigiusberg und Tholey durchgehend; im Glantal zwischen Disibodenberg und Remigiusberg Ende 2024 noch lückenhaft, also mit Track gehen
  • Jakobus-Spuren: Muschelstein an der Burg Lichtenberg (2017); sonst ein Weg der Lokalheiligen Disibod, Hildegard und Wendelin
  • Unterkunft: kein Herbergsnetz; Gasthöfe, Pensionen, Winzerzimmer, Jugendherbergen in Bingen, auf Burg Lichtenberg und in Tholey
  • Anschlusswege: Nahe-Glan-Camino (Nord-Variante) ab Odernheim, Hunsrücker Jakobsweg, Linksrheinischer Jakobsweg und Jakobsweg Fulda – Bingen in Bingen, Jakobsweg Saarbrücken ab Tholey Richtung Saarbrücken und Metz; ab Bingen außerdem der Jakobsweg Rheinhessen nach Worms
  • Beste Zeit: April bis Oktober; im Herbst Weinlese an der Nahe und im Oktober die Wendelinus-Wallfahrtswoche in St. Wendel
  • Vereine am Weg: ganzer Weg: St. Jakobus-Gesellschaft Rheinland-Pfalz-Saarland e.V.

Überblick

Dieser Jakobsweg ist älter als sein Name. Er folgt der keltisch-römischen Verbindung vom Legionslager Mainz über Tholey nach Metz, die später die Bischofssitze Mainz und Metz verband; als Pilgerweg ist er seit dem Mittelalter belegt. Seinen Namen hat er erst seit 2025: Nahe-Glan-Camino. Am Disibodenberg bei Odernheim teilt er sich in eine Route durchs Glantal und eine durchs obere Nahetal. Die Glan-Route, Thema dieser Seite, führt über Meisenheim, Kusel und St. Wendel nach Tholey, wo die Abtei St. Mauritius als „kleines Santiago“ des Weges gilt.

In Tholey endet der Weg, und zwar mit Absicht: Die Abtei ist sein Ziel, so wie die Kathedrale das Ziel des Camino Francés ist. Davor liegen Weinberge, ein Kloster der Hildegard von Bingen, eine Burg, auf der 1529 Zwingli Station machte, und das Grab des heiligen Wendelin. Wer danach nicht aufhören mag, findet ab Tholey einen eigenen Anschlussweg an die Saar und Richtung Metz. Cees Nooteboom hat dafür den passenden Satz geschrieben: „Umwege nach Santiago de Compostela beschenken zumeist!“

Andere Namen

Bis 2024 hieß das Projekt schlicht Pilgerweg von Bingen nach Tholey; die beiden Äste liefen als Glan-Camino (Südroute) und Nahe-Camino (Nordroute). Seit 2025 gilt der gemeinsame Name Nahe-Glan-Camino. Auf der Camino-Ninja-Karte ist die Glan-Route als Hauptweg angelegt, die Nahe-Route als Variante, damit sich die beiden nicht überlappen:

  • Nahe-Glan-Camino (Süd-Route) — Bingen über Glantal, Kusel und St. Wendel nach Tholey, Thema dieser Seite
  • Nahe-Glan-Camino (Nord-Variante) — ab Odernheim über Bad Sobernheim, Idar-Oberstein und Birkenfeld; mündet kurz vor Tholey wieder ein

Unterwegs begegnen dir ältere Namen: Zwischen St. Wendel und Tholey heißt der Weg Wendelinus-Pilgerweg, ab St. Wendel auch Saarland-Camino. Mit St. Wendel beginnt außerdem der 2010 eröffnete Jakobsweg St. Wendel–Saarbrücken, gedacht als Teil einer Achse Mainz–Metz; sein Abschnitt ab Tholey ist auf Camino Ninja ein eigener Weg. Bis zum Disibodenberg nutzt die Route den Rhein-Nahe-Weinwanderweg und den Hildegard-von-Bingen-Pilgerwanderweg, zwischen Theisbergstegen und Oberkirchen Radwege wie den Glan-Blies-Radweg und den Fritz-Wunderlich-Radweg.

Für wen ideal – und für wen eher nicht

Ideal ist der Weg, wenn du einen deutschen Jakobsweg ohne Gedränge suchst, mit Tagesetappen um 20 Kilometer und einer Bahnlinie fast immer in Reichweite. Er passt zu dir, wenn dich Klöster, Ruinen und Lokalheilige mehr interessieren als Jakobus-Statuen, und wenn du nach Bingen schon den Linksrheinischen oder den Fulda-Weg hinter dir hast und einfach weiterwillst. Die Höhenmeter sind moderat, das Glantal ist fast eben.

Ehrlich gesagt ist er aber nichts für dich, wenn du Pilgerherbergen und Pilgergemeinschaft erwartest: Es gibt kein Herbergsnetz, du schläfst in Gasthöfen und Pensionen und triffst unterwegs eher Radfahrer als Pilger. Nichts für dich, wenn du dich auf eine lückenlose Markierung verlassen willst; im Glantal war sie nach dem Stand Ende 2024 noch nicht durchgehend abgestimmt. Und nichts für dich, wenn du Asphalt scheust: Die Radwege im Glantal und zwischen Theisbergstegen und Oberkirchen sind hart unter der Sohle.

Streckenverlauf & Landschaft

Bingen bis Disibodenberg (km 0–59,9): Am Rhein-Nahe-Eck geht es los; die ersten 3,2 Kilometer teilst du mit dem Hunsrücker Jakobsweg. Dann biegt der Weg ins Untere Nahehügelland ab, durch Weinberge über Münster-Sarmsheim, Laubenheim und Guldental. Hinter Hargesheim kommt Bad Kreuznach, dessen Ortspunkt knapp einen Kilometer neben der Trasse liegt, und bei Bad Münster am Stein-Ebernburg wird das Nahetal eng und felsig. Über Norheim, Niederhausen und die Weinlagen von Duchroth erreichst du Odernheim und den Disibodenberg, wo Glan und Nahe zusammenfließen.

Glantal bis Tholey (km 59,9–152,6): Ab hier geht es den Glan hinauf, flach und still, über Meisenheim mit seiner Altstadt, Lauterecken, Ulmet und Altenglan nach Theisbergstegen. Am Remigiusberg beginnt das Kuseler Bergland: über Kusel zur Burg Lichtenberg bei Thallichtenberg, über Pfeffelbach und Schwarzerden nach Oberkirchen und über die Höhen zum höchsten Punkt. Über Hoof und den Wendelinushof kommst du nach St. Wendel, dann über Winterbach und Alsweiler nach Tholey unter dem Schaumberg, wo der Weg an der Abtei endet.

Etappen, Gelände & Schwierigkeit

Wir zeigen den Weg in 8 Etappen. Kilometer aus der Camino-Ninja-Karte, exakt auf 152,6 km kalibriert. Die Etappenorte richten sich nach Betten, nicht nach Sehenswürdigkeiten; wer es kürzer mag, teilt etwa in Bad Kreuznach, Meisenheim oder Kusel.

  1. Bingen → Guldental (18,9 km) — Rhein-Nahe-Eck, dann Weinberge über Münster-Sarmsheim und Laubenheim.
  2. Guldental → Bad Münster am Stein-Ebernburg (20,2 km) — über Hargesheim an Bad Kreuznach vorbei ins enge Felsental.
  3. Bad Münster am Stein-Ebernburg → Odernheim (20,8 km) — Nahe-Schleifen, Weinlagen von Duchroth, Ziel am Disibodenberg.
  4. Odernheim → Lauterecken (21,0 km) — das Glantal hinauf, über Meisenheim.
  5. Lauterecken → Altenglan (20,3 km) — fast eben am Fluss, viel Radweg.
  6. Altenglan → Oberkirchen (23,6 km) — über Remigiusberg, Kusel und Burg Lichtenberg; der Tag mit den meisten Höhenmetern.
  7. Oberkirchen → St. Wendel (14,9 km) — über den höchsten Punkt (438 m) und Hoof zum Grab des Wendelin.
  8. St. Wendel → Tholey (12,9 km) — der Wendelinus-Pilgerweg über Winterbach und Alsweiler zur Abtei, dem Ziel.

Technisch ist nichts schwierig. Anstrengend sind die kurzen, steilen Anstiege aus den Tälern, etwa auf den Remigiusberg und zur Burg Lichtenberg, und die längste Etappe von Altenglan nach Oberkirchen mit 23,6 Kilometern. Die letzte Etappe ist dafür mit 12,9 Kilometern kurz, du hast an der Abtei also Zeit.

Das kleine Santiago liegt im Saarland

Am 30. Dezember 634 diktierte der fränkische Adlige und Diakon Adalgisel Grimo sein Testament, und darin taucht ein Kloster in Tholey auf. Seitdem gilt die Abtei St. Mauritius als ältestes Kloster auf deutschem Boden. Für die Pilger an der Nahe und am Glan ist sie das, was für die Galicier die Kathedrale ist: das Ziel. Hier endet der Nahe-Glan-Camino. Die Jakobusgesellschaft nennt sie das „kleine Santiago“ des Nahe-Glan-Camino.

Durchgehend war das nicht. 1793 besetzten französische Revolutionstruppen das Kloster, plünderten und hoben es auf. Erst am 8. Dezember 1949 wurde es neu errichtet, und am 23. April 1950 zogen Mönche aus St. Matthias in Trier ein. Die Pointe für Pilger: St. Matthias ist das Ziel des Hunsrücker Jakobswegs, mit dem du in Bingen die ersten Kilometer gemeinsam gegangen bist. Zwei Wege trennen sich am Rhein-Nahe-Eck, und am Ende stehen zwei Klöster, die zueinander gehören.

Heute kommen viele wegen der Fenster. Die Abteikirche, deren frühgotischer Bau unter Abt Hugo zwischen 1264 und 1280 begann, wurde von 2018 bis 2021 saniert; seit 2020 leuchten im Chor drei Fenster von Gerhard Richter, über neun Meter hoch, außen tiefes Rot und Blau, in der Mitte Gold. Die übrigen 34 Fenster schuf Mahbuba Maqsoodi mit Heiligen und biblischen Szenen. Du bist 152,6 Kilometer gegangen, und am Ende wartet zeitgenössische Kunst in einem Kloster aus der Merowingerzeit.

Dreizehn Kilometer vorher liegt der zweite Pol: St. Wendel. Der Legende nach war Wendelin ein schottischer Königssohn, der die Krone ausschlug, als Hirte arbeitete und zum Abt von Tholey gewählt wurde; nach der Überlieferung starb er 617. Um sein Grab wuchs im 14. Jahrhundert eine Stadt, und die Etappe zwischen Basilika und Abtei ist bis heute der Wendelinus-Pilgerweg.

Wo zwei Flüsse sich vereinigen: Hildegard am Disibodenberg

Um 640 kam der irische Mönch Disibod an die Nahe und ließ sich nieder, „wo sich zwei Flüsse vereinigen“, an der Mündung des Glan. Fast 1.400 Jahre später teilt sich genau dort dein Weg in zwei Routen. Am 1. November 1112 zog die junge Hildegard mit ihrer Lehrerin Jutta von Sponheim in die Frauenklause am Benediktinerkloster auf dem Berg; 1136 übernahm sie die Leitung, ab 1141 schrieb sie hier an ihrem Visionswerk Scivias. 1150 ging sie mit zwanzig Nonnen auf den Rupertsberg bei Bingen, also genau an den Ort, an dem du gestartet bist. Wer von Bingen an die Glan-Mündung pilgert, geht ihren Weg rückwärts.

Vom Kloster stehen heute zwei Giebel und weite Mauerzüge auf rund 2,5 Hektar. 1259 übernahmen Zisterzienser, 1559 trat der letzte Abt das Kloster an Pfalz-Zweibrücken ab, danach diente es als Steinbruch. Seit 1989 kümmert sich die Scivias-Stiftung um die Ruine. Hildegard starb am 17. September 1179; heiliggesprochen und zur Kirchenlehrerin erhoben wurde sie erst 2012.

Highlights am Weg

  • Bingen (km 0) — Rhein-Nahe-Eck und Basilika St. Martin, Ziel des Linksrheinischen Jakobswegs; in Bingerbrück lag Hildegards Kloster Rupertsberg. Hier überquerte Ausonius um 371 die Nahe: „Transieram celerem nebuloso flumine Navam“ – ich hatte die schnelle Nahe mit ihrem nebligen Fluss überquert.
  • Bad Kreuznach (km 31,7, knapp 1 km neben dem Weg) — die Alte Nahebrücke, um 1300 gebaut, mit Brückenhäusern ab 1582; im Haus von 1609 steckt eine Kanonenkugel des Schwedenangriffs von 1632.
  • Bad Münster am Stein-Ebernburg (km 39,1) — Felsen über der Nahe, Gradierwerke und die Ebernburg, wo 1481 Franz von Sickingen geboren wurde.
  • Disibodenberg bei Odernheim (km 59,9) — Klosterruine mit Hildegard-Museum; hier zweigt die Nord-Variante ab.
  • Meisenheim (km 70,5) — Schlosskirche, 1479 begonnen und 1504 geweiht, mit Fürstengruft und der Stumm-Orgel von 1767, die als besterhaltene ihrer Art aus dem 18. Jahrhundert gilt.
  • Remigiusberg bei Haschbach (km 108,4) — Kirche einer um 1127 von Saint-Remi in Reims gegründeten Propstei, 1526 aufgelöst, daneben die Ruine der Michelsburg.
  • Burg Lichtenberg bei Thallichtenberg (km 116,0) — 425 Meter lang, eine der längsten Burgruinen Deutschlands; 1529 machten Zwingli und Oekolampad hier Station auf dem Weg zum Marburger Religionsgespräch. Seit 1922 ist die Unterburg Jugendherberge, seit 2017 steht dort ein Muschelstein.
  • St. Wendel (km 139,7) — Wendalinusbasilika, ab 1332 gebaut, mit dem Hochgrab des Heiligen von 1506 und der Kanzel, die Nikolaus von Kues 1462 stiftete; seit 1960 Basilica minor.
  • Tholey (km 152,6) — Ziel des Weges: die Abtei St. Mauritius, ältestes Kloster auf deutschem Boden, mit den Richter-Fenstern im Chor.

Wie Pilger auf diesen Weg gelangen

Die meisten starten in Bingen, das gut mit der Bahn erreichbar ist; wer nur ein Teilstück gehen will, steigt in Bad Kreuznach, Kusel oder St. Wendel ein, alle drei haben Bahnanschluss. Bingen ist ein Knoten der rheinischen Jakobswege, und wer auf einem davon ankommt, kann einfach weitergehen:

  • Linksrheinischer Jakobsweg — von Köln am linken Rheinufer bis zur Basilika St. Martin in Bingen
  • Jakobsweg Fulda – Bingen — vom Bonifatiusgrab über Frankfurt und Mainz an die Nahemündung
  • Rhein-Camino — endet gegenüber an der Jakobuskirche in Rüdesheim; die Fähre bringt dich über den Rhein nach Bingen
  • Hunsrücker Jakobsweg — startet ebenfalls in Bingen; die ersten 3,2 Kilometer sind identisch, dann zieht er über den Hunsrück nach Trier

Weiterpilgern?

In Tholey endet der Nahe-Glan-Camino, der Weg nach Westen geht weiter. Ab der Abtei führt der Jakobsweg Saarbrücken 45,7 Kilometer über Marpingen, Illingen und Holz an die Saar und bis zur Ludwigskirche in Saarbrücken. Er ist Teil des Jakobswegs St. Wendel–Saarbrücken, der im Oktober 2010 mit einer dreitägigen Pilgerwanderung eröffnet wurde, und das Endstück der alten Achse Mainz–Metz. In Saarbrücken schließt der Weg nach Metz an: Unser Jakobsweg Hornbach – Metz verläuft über die Südroute durch Sarreguemines; der Nordweg derselben Strecke führt von Saarbrücken über die Grenze und trifft bei Cocheren am Hérapel auf die Südroute, von dort sind es noch 72 Kilometer bis zur Kathedrale von Metz. In Metz beginnt die Fernstrecke Richtung Le Puy und Via Podiensis.

Vorbereitung & Praktisches

Pilgerausweis und App. Wie auf allen Jakobswegen empfiehlt sich ein Pilgerausweis (Credencial); Stempel bekommst du in Pfarrbüros, Klöstern und vielen Gasthöfen. Am besten bestellst du ihn schon vorab online, damit er rechtzeitig zum Start deiner Reise bei dir ist. Eine Compostela gibt es für diesen Weg nicht; sie zählt erst die letzten 100 Kilometer vor Santiago, die Stempel hier sind deine Erinnerung und dein Beleg auf dem Weg dorthin. Am einfachsten gelingt die Planung direkt in der Camino Ninja App, in der du deine Etappen zusammenstellst und passende Unterkünfte gleich mit einplanst.

Unterkunft und Markierung. Ein Herbergsnetz gibt es nicht. Plane mit Gasthöfen, Pensionen, Winzerzimmern und Ferienwohnungen, und reserviere im Glantal und im Nordsaarland um Oberkirchen vorher, weil dort die Auswahl klein ist. Jugendherbergen stehen in Bingen, auf Burg Lichtenberg und in Tholey; im Gästehaus der Abtei Tholey kannst du anfragen. Die Markierung war nach dem Stand Ende 2024 zwischen Bingen und dem Disibodenberg und zwischen Remigiusberg und Tholey fertig, dazwischen noch lückenhaft. Lade dir den Track herunter.

Jahreszeit. Am schönsten ist der Weg von April bis Oktober. Im September und Oktober ist an der Nahe Weinlese, rund um den 20. Oktober feiert St. Wendel seine Wendelinus-Wallfahrtswoche. Im Winter sind viele kleine Gasthöfe geschlossen.

Was dich der Weg kostet

Rechne mit 70 bis 100 € am Tag (Stand: Oktober 2026), weil du ohne Pilgerherbergen fast immer in Zimmern schläfst. Am günstigsten sind die Jugendherbergen: In Tholey kostet die Nacht mit Frühstück 33,80 bis 42,20 € (Stand: Oktober 2026); Bingen und Burg Lichtenberg liegen in einer ähnlichen Spanne. Gasthöfe und Pensionen im Glantal und im Saarland verlangen für ein Einzelzimmer mit Frühstück meist 55 bis 80 €, Hotels in Bad Kreuznach und St. Wendel mehr (Stand: Oktober 2026).

Kirchen, die Basilika in St. Wendel und die Abteikirche Tholey kosten keinen Eintritt. Am Disibodenberg ist der Zugang zu Kapelle und Gelände während der Sonntagsgottesdienste frei.

Anreise

Zum Start (Bingen): Bingen (Rhein) Hauptbahnhof und Bingen Stadt liegen an der linken Rheinstrecke mit Regionalzügen aus Mainz und Koblenz; aus Frankfurt fährst du über Mainz. Wer vom Rhein-Camino kommt, nimmt in Rüdesheim die Fähre.

Unterwegs: Bad Kreuznach und St. Wendel liegen an der Nahetalbahn zwischen Mainz und Saarbrücken, Kusel und Lauterecken haben Regionalbahnen nach Kaiserslautern. Zwischen Staudernheim und Altenglan fährt auf der stillgelegten Glantalbahn keine Bahn mehr, sondern eine 40 Kilometer lange Draisinenstrecke.

Vom Ziel (Tholey): Tholey hat keinen Bahnhof. Mit dem Bus kommst du zur nächsten Bahnstation, etwa nach St. Wendel; von dort bringt dich die Nahetalbahn über Bad Kreuznach zurück Richtung Bingen und Mainz.

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