Weiter bis ans Ende der Welt: rund 91 Kilometer von Santiago de Compostela durch das grüne Galicien bis zum Kap Fisterra am Atlantik – der klassische Epilog des Jakobswegs.
Der Camiño a Fisterra ist der einzige Jakobsweg, der nicht in Santiago endet, sondern dort beginnt. Wer das Apostelgrab erreicht hat, geht weiter: drei, vier Tage durch das grüne, hügelige Galicien bis zum Kap Fisterra, das die Römer „Finis Terrae“, das Ende der bekannten Welt, nannten.
Am Leuchtturm steht der Meilenstein km 0,0. Hier endet der Weg über dem offenen Atlantik – traditionell mit Blick in den Sonnenuntergang. Ein stiller, würdevoller Nachklang nach dem Trubel von Santiago.
„Fisterra“ (galicisch) bzw. „Finisterre“ (spanisch) kommt vom lateinischen *finis terrae* – „Ende der Erde“.
Ideal als krönender Abschluss nach einem der großen Wege: ein paar ruhige Tage, das Meer als Ziel, ein klarer Schlusspunkt. Auch für sich allein ein schöner Kurzweg durch Galicien.
Weniger geeignet, wenn du ein klassisches „Ankommen am Apostelgrab“ als Höhepunkt suchst – das liegt hier am Anfang, nicht am Ende.
Von Santiago führt der Weg durch Wälder und Dörfer nach Negreira und weiter durch das sanfte Hügelland Galiciens. Eukalyptus- und Eichenwälder, kleine Flüsse, alte Hórreos (Getreidespeicher) prägen das Bild.
Bei Cee und Corcubión erreichst du erstmals das Meer, dann führt der Weg die Küste entlang nach Fisterra und hinaus zum Leuchtturm am Kap.
Auf rund 91 Kilometern ist der Weg in 3–4 Tagen gut machbar; das galicische Auf und Ab summiert sich, bleibt aber moderat. Technisch unkompliziert, gut markiert.
Die Unterkunftsdichte ist solide, in der Hochsaison aber gefragt – früh ein Bett sichern, besonders in Fisterra.
Der Höhepunkt ist das Kap Fisterra selbst: ein Felsvorsprung über dem Atlantik mit Leuchtturm und dem Meilenstein km 0,0. Über Jahrhunderte war dies der Punkt, an dem die bekannte Welt endete.
Traditionell verbrennen Pilger hier ein Kleidungsstück, baden im Meer und blicken in den Sonnenuntergang – ein symbolischer Neubeginn. In Fisterra gibt es für diesen Weg eine eigene Urkunde, die Fisterrana.
Der Weg endet am Meer in Fisterra – aber er muss nicht das Letzte sein: Von Fisterra führt die kurze Küstenverbindung Camiño a Fisterra-Muxía (rund 29 km) hinüber zum Heiligtum von Muxía. Viele kombinieren beide Kaps zu einer Rundreise und kehren von dort per Bus nach Santiago zurück.
Die beste Zeit ist Frühling bis Herbst; an der Atlantikküste ist es oft windig und feucht. Übernachtet wird in Albergues und Pensionen. Du brauchst einen Pilgerausweis (Credencial); in Fisterra gibt es die eigene Urkunde Fisterrana.
Rechne pro Tag grob mit 25–40 €. Albergues kosten meist 8–15 €, dazu Verpflegung.
Startpunkt ist Santiago de Compostela mit Flughafen und Bahnhof.

Alameda Rooms Santiago
Saison unbekannt
Albergue A Casa da Fonte
Saison unbekannt
Albergue A Fonte de Compostela
Saison unbekannt
Alles, was du für den Camiño a Fisterra brauchst, direkt zu dir nach Hause.
Camino Shop besuchen