Via Francigena del Sud
Von Rom ans Ende Italiens: rund 946 Kilometer über die antike Via Appia durch den Süden bis Santa Maria di Leuca – historisch die Route zu den Häfen ins Heilige Land.

- 01Auf einen Blick
- 02Überblick
- 03Andere Namen
- 04Für wen der Weg ideal ist – und für wen eher nicht
- 05Streckenverlauf & Landschaft
- 06Etappen, Gelände & Schwierigkeit
- 07Die Via Appia und Santa Maria di Leuca – das Herz des Weges
- 08Highlights am Weg
- 09Wie Pilger auf diesen Weg gelangen
- 10Weiterpilgern?
- 11Vorbereitung & Praktisches
- 12Was dich der Weg kostet
- 13Anreise
Auf einen Blick
- Start / Ziel: Rom → Santa Maria di Leuca
- Länge: 946 km
- Höhenmeter: ↗ 17.639 m / ↘ 17.603 m
- Dauer: rund 40–45 Tage zu Fuß
- Andere Namen: Via Francigena nel Sud
- Charakter: langer südlicher Pilgerweg über die Via Appia bis ans Adria-Ende Italiens
Überblick
Die Via Francigena del Sud ist die südliche Fortsetzung der Via Francigena: Während der Hauptweg in Rom endet, zogen Pilger früher weiter – über die antike Via Appia durch Süditalien bis zu den Häfen Apuliens, von wo Schiffe ins Heilige Land ablegten. Ziel ist heute Santa Maria di Leuca, „de finibus terrae“, am äußersten Zipfel des italienischen Stiefels.
Der Weg führt durch Berge, Olivenhaine und an antiken Stätten vorbei – ein einsamer, geschichtsträchtiger und sehr südlicher Pilgerweg.
Andere Namen
- Italienisch: Via Francigena nel Sud / del Sud
- Englisch: Via Francigena of the South
- Deutsch: Südliche Via Francigena
Sie ist der südliche Ast des historischen Pilger- und Handelswegs, der einst bis ins Heilige Land führte.
Für wen der Weg ideal ist – und für wen eher nicht
Ideal, wenn du nach Rom noch weiter willst oder den ursprünglichen, südlichen Pilgerweg auf der Via Appia suchst. Wer Süditalien, Antike und Stille liebt, wird belohnt.
Weniger geeignet, wenn du dichte Infrastruktur und Gesellschaft brauchst: Der Süden ist heiß, einsam und weniger ausgebaut; Italienisch-Grundkenntnisse sind fast Pflicht.
Streckenverlauf & Landschaft
Von Rom folgt der Weg der Via Appia durch die Albaner Berge und die Ciociaria, vorbei an Klöstern wie Montecassino, nach Kampanien.
Weiter über die Apenninausläufer erreicht der Weg Apulien – Olivenhaine, weiße Städte, das Meer – und endet an der Südspitze in Santa Maria di Leuca, wo Adria und Ionisches Meer aufeinandertreffen.
Etappen, Gelände & Schwierigkeit
Mit rund 946 Kilometern und über 17.000 Höhenmetern ist der Weg lang und im Mittelteil bergig. In 40–45 Tagen machbar; viele gehen Abschnitte. Markierung und Infrastruktur sind dünner als im Norden – gute Planung nötig.
Im Sommer ist der Süden sehr heiß; Frühling und Herbst sind angenehmer.
Die Via Appia und Santa Maria di Leuca – das Herz des Weges
Der Weg folgt streckenweise der Via Appia, der „Königin der Straßen“ der Römer – antikes Pflaster, Grabmäler und Meilensteine begleiten dich.
Sein Ziel ist Santa Maria di Leuca: das Heiligtum „de finibus terrae“ am südlichsten Punkt Apuliens, wo die mittelalterliche Pilgerfahrt ans Meer und symbolisch ans „Ende der Welt“ führte.
- Plane einen Halt am Kloster Montecassino ein (Wiege des Benediktinerordens).
- Im Sommer sehr früh starten und viel Wasser tragen – der Süden ist schattenarm.
- Italienisch-Grundwortschatz und vorausgebuchte Unterkünfte erleichtern den Weg sehr.
Highlights am Weg
- Rom – Start an der Via Appia, Fortsetzung der Via Francigena.
- Montecassino – berühmtes Benediktinerkloster über dem Liri-Tal.
- Via Appia – antike Römerstraße mit Pflaster und Grabmälern.
- Apulien – Olivenhaine und weiße Städte.
- Santa Maria di Leuca – Heiligtum „de finibus terrae“ am Meer.
Wie Pilger auf diesen Weg gelangen
Der natürlichste Auftakt ist die Via Francigena (Italien): Sie endet am Petersdom – genau dort, wo der Süd-Ast beginnt. Wer beide verbindet, geht von den Alpen bis an die Südspitze Apuliens, quer durch den ganzen Stiefel.
Ohne Vorlauf startest du einfach in Rom (Flug oder Bahn) – oder quer: Neapel, Benevent und Bari sind gut angebundene Zwischeneinstiege, die letzte Woche bis Santa Maria di Leuca beginnt klassisch in Lecce.
Weiterpilgern?
Die Via Francigena del Sud ist selbst die Fortsetzung: Sie beginnt in Rom, wo die Via Francigena (Italien) vom Grossen St. Bernhard her endet. Ihr eigenes Ziel, Santa Maria di Leuca, ist der Endpunkt der historischen Pilgerstraße – von hier brachen Pilger einst per Schiff ins Heilige Land auf.
Vorbereitung & Praktisches
Die beste Zeit ist Frühling und Herbst; der Sommer ist im Süden sehr heiß. Übernachtet wird in Klöstern, Pilgerquartieren und Pensionen – Vorausbuchen ratsam. Du brauchst eine Pilgerkredenziale.
Was dich der Weg kostet
Italien ist teurer als Spanien. Rechne pro Tag grob mit 35–60 €, je nach Unterkunft, plus Verpflegung.
Anreise
Startpunkt ist Rom mit internationalem Flughafen und Bahnknoten.
- Anreise nach Rom: internationale Flughäfen und Bahn. Trenitalia – italienische Bahn, Verbindungen und Tickets.
- Rückreise ab Santa Maria di Leuca: Bus/Bahn über Lecce. Trenitalia – Verbindungen ab Lecce.
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