Von Rom ans Ende Italiens: rund 946 Kilometer über die antike Via Appia durch den Süden bis Santa Maria di Leuca – historisch die Route zu den Häfen ins Heilige Land.
Die Via Francigena del Sud ist die südliche Fortsetzung der Via Francigena: Während der Hauptweg in Rom endet, zogen Pilger früher weiter – über die antike Via Appia durch Süditalien bis zu den Häfen Apuliens, von wo Schiffe ins Heilige Land ablegten. Ziel ist heute Santa Maria di Leuca, „de finibus terrae“, am äußersten Zipfel des italienischen Stiefels.
Der Weg führt durch Berge, Olivenhaine und an antiken Stätten vorbei – ein einsamer, geschichtsträchtiger und sehr südlicher Pilgerweg.
Sie ist der südliche Ast des historischen Pilger- und Handelswegs, der einst bis ins Heilige Land führte.
Ideal, wenn du nach Rom noch weiter willst oder den ursprünglichen, südlichen Pilgerweg auf der Via Appia suchst. Wer Süditalien, Antike und Stille liebt, wird belohnt.
Weniger geeignet, wenn du dichte Infrastruktur und Gesellschaft brauchst: Der Süden ist heiß, einsam und weniger ausgebaut; Italienisch-Grundkenntnisse sind fast Pflicht.
Von Rom folgt der Weg der Via Appia durch die Albaner Berge und die Ciociaria, vorbei an Klöstern wie Montecassino, nach Kampanien.
Weiter über die Apenninausläufer erreicht der Weg Apulien – Olivenhaine, weiße Städte, das Meer – und endet an der Südspitze in Santa Maria di Leuca, wo Adria und Ionisches Meer aufeinandertreffen.
Mit rund 946 Kilometern und über 17.000 Höhenmetern ist der Weg lang und im Mittelteil bergig. In 40–45 Tagen machbar; viele gehen Abschnitte. Markierung und Infrastruktur sind dünner als im Norden – gute Planung nötig.
Im Sommer ist der Süden sehr heiß; Frühling und Herbst sind angenehmer.
Der Weg folgt streckenweise der Via Appia, der „Königin der Straßen“ der Römer – antikes Pflaster, Grabmäler und Meilensteine begleiten dich.
Sein Ziel ist Santa Maria di Leuca: das Heiligtum „de finibus terrae“ am südlichsten Punkt Apuliens, wo die mittelalterliche Pilgerfahrt ans Meer und symbolisch ans „Ende der Welt“ führte.
Die Via Francigena del Sud ist selbst die Fortsetzung: Sie beginnt in Rom, wo die Via Francigena (Italien) vom Grossen St. Bernhard her endet. Ihr eigenes Ziel, Santa Maria di Leuca, ist der Endpunkt der historischen Pilgerstraße – von hier brachen Pilger einst per Schiff ins Heilige Land auf.
Die beste Zeit ist Frühling und Herbst; der Sommer ist im Süden sehr heiß. Übernachtet wird in Klöstern, Pilgerquartieren und Pensionen – Vorausbuchen ratsam. Du brauchst eine Pilgerkredenziale.
Italien ist teurer als Spanien. Rechne pro Tag grob mit 35–60 €, je nach Unterkunft, plus Verpflegung.
Startpunkt ist Rom mit internationalem Flughafen und Bahnknoten.

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