Von Ulm an der Donau quer durch das barocke Oberschwaben an den Bodensee: rund 168 Kilometer über Biberach, Bad Waldsee, Weingarten und Ravensburg nach Meersburg und Konstanz – ein sanfter deutscher Zubringer in die Schweiz.
Der Oberschwäbische Jakobsweg ist ein Abschnitt des Jakobsweges in Baden-Württemberg. Er führt vom Münsterplatz in Ulm an der Donau über rund 168 Kilometer durch das westliche Oberschwaben bis zum Konstanzer Münster am Bodensee.
Der Weg orientiert sich an alten Römer- und Handelsstraßen und bewegt sich durch eine Landschaft, die stark vom Barock geprägt ist. In der Schweiz findet er als Schwabenweg seine Fortsetzung.
Ideal als ruhiger, gut erreichbarer Zubringer durch Süddeutschland – mit barocken Kirchen, oberschwäbischen Städtchen und dem Bodensee als Ziel. Mit nur mäßigen Höhenmetern überwiegend sanft und gut machbar, auch als kürzere Pilgerreise von einer guten Woche.
Weniger geeignet, wenn du große Berge oder weite Wildnis suchst: Der Weg verläuft durch Kulturlandschaft, Felder und Ortschaften, teils auch auf asphaltierten Abschnitten.
Von Ulm folgt der Weg zunächst der Donau über Erbach und Oberdischingen, dann dem Flusslauf der Riß über Biberach und die Wallfahrtskirche Steinhausen nach Bad Waldsee.
Weiter geht es entlang der Schussen über Weingarten und Ravensburg nach Brochenzell, wo sich der Weg vor dem Bodensee gabelt. Über die westliche Route erreicht er via Markdorf schließlich Meersburg am Bodensee; von dort quert die Autofähre Meersburg–Konstanz nach Konstanz.
Mit rund 168 Kilometern und nur etwa 2.200 Höhenmetern (höchster Punkt rund 661 m) ist der Oberschwäbische Jakobsweg überwiegend sanft – in geschätzt 7–8 Tagen gut machbar. Der Weg ist ab Ulm mit der gelben Muschel auf blauem Grund markiert. Verläuft teils auf Feld- und Waldpfaden, teils auf asphaltierten Wegen.
Den Bodensee zwischen Meersburg und Konstanz überquert man mit der regelmäßig verkehrenden Autofähre.
Der Oberschwäbische Jakobsweg endet am Konstanzer Münster – dort führt der Weg als Schwabenweg weiter in die Schweiz, durch die Ostschweiz Richtung Kloster Einsiedeln und auf die schweizerische Hauptachse, die Via Jacobi (Konstanz–Genf). Wer mag, sieht Ulm–Konstanz damit als süddeutschen Auftakt einer langen Reise Richtung Westen.
Die beste Zeit ist Frühling bis Herbst. Stempel für den Pilgerausweis bekommst du unterwegs in verschiedenen Kirchen, unter anderem am Ulmer Münster. Übernachtet wird in Pensionen, Gasthöfen und Pilgerquartieren.
Deutschland ist teurer als Spanien. Rechne pro Tag grob mit 45–90 € für Unterkunft (Pensionen, Gasthöfe), plus Verpflegung; einfache Quartiere und Selbstversorgung senken die Kosten.
Startpunkt ist Ulm, ein großer Bahnknoten und gut erreichbar.




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