Der Weg der Götter über den Apennin: rund 133 Kilometer von Bologna nach Florenz auf alten Römerstraßen, durch Wälder und über Gipfel mit den Namen antiker Götter.
Die Via degli Dei – der „Weg der Götter“ – ist einer der bekanntesten Weitwanderwege Italiens. Sie verbindet Bologna und Florenz auf rund 133 Kilometern quer über den Apennin. Ihren Namen verdankt sie den Bergen, durch die sie führt: Monte Adone, Monte Venere, Monzuno (von *Mons Iovis*, „Berg des Jupiter“).
Über weite Strecken folgt der Weg der römischen Flaminia militare, deren originales Pflaster stellenweise noch erhalten ist. Es ist kein Pilgerweg zu einem Grab, sondern eine Reise durch Wald, Geschichte und Stille – mit zwei großen Kunststädten als Anfang und Ende.
Der Name spielt auf die Gipfel mit antiken Götternamen an, die den Weg säumen.
Ideal, wenn du in rund einer Woche einen wilden, waldreichen Bergweg zwischen zwei großartigen Städten gehen willst – mit guter Bahnanbindung an beiden Enden. Perfekt für einen kompakten Wanderurlaub.
Weniger geeignet, wenn du eine durchgehend einfache, flache Strecke suchst: Der Apennin verlangt Kondition und Trittsicherheit, und im Hochsommer kann es heiß und im Winter nass und kalt sein.
Aus Bologna steigt der Weg über die Hügel hinauf in den Apennin, durch Eichen- und Buchenwälder und über stille Kämme. Höhepunkte sind die erhaltenen Abschnitte der römischen Flaminia militare und Aussichtsgipfel wie der Monte Adone.
Auf der toskanischen Seite führt der Weg über Passo della Futa und durch das Mugello-Tal hinab nach Florenz.
Auf rund 133 Kilometern sammelst du etwa 3.550 Höhenmeter – ein anständiger Bergweg, aber in 5–6 Tagen gut machbar. Trittsicherheit hilft auf den Römerpflaster-Abschnitten. Markierung gut (CAI-Zeichen und eigene Beschilderung).
Unterkünfte (Agriturismi, B&Bs, Rifugi) liegen passend verteilt – in der Hauptsaison aber vorausbuchen.
Das Besondere ist die Flaminia militare, eine 187 v. Chr. angelegte Römerstraße, deren originales Steinpflaster auf einigen Bergabschnitten freigelegt ist – du gehst buchstäblich auf 2.000 Jahre alten Steinen.
Dazwischen die Götterberge: Monte Adone, Monte Venere und Monzuno geben dem Weg seinen mythischen Namen und großartige Ausblicke über den Apennin.
Die beste Zeit ist Frühling bis Herbst; der Hochsommer kann heiß sein, der Winter im Apennin nass und kalt. Übernachtet wird in Agriturismi, B&Bs und Rifugi – Vorausbuchen ist ratsam. Ein Pilger-/Wanderausweis ist nicht nötig, aber ein „Credenziale della Via degli Dei“ mit Stempeln ist beliebt.
Italien ist teurer als Spanien. Rechne pro Tag grob mit 40–70 €, je nach Unterkunft (B&Bs und Agriturismi statt Pilgerherbergen), plus Verpflegung.
Start und Ziel – Bologna und Florenz – sind perfekt per Hochgeschwindigkeitszug erreichbar.
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