Die Winterroute des Camino Francés: rund 272 Kilometer von Ponferrada durch das tief eingeschnittene Sil-Tal und die Weinregion Ribeira Sacra bis nach Santiago – schneefrei, einsam und grandios.
Der Camino de Invierno ist die historische Winterroute des Camino Francés. Statt von Ponferrada aus über die hohen, oft verschneiten Berge von O Cebreiro zu steigen, wählten Pilger und Maultiertreiber seit dem Mittelalter den tieferen, milderen Weg entlang des Sil. Er führt durch die spektakuläre Weinregion Ribeira Sacra, vorbei an den römischen Goldminen von Las Médulas, und mündet erst kurz vor Santiago wieder in die galicischen Hauptwege.
Heute ist der Camino de Invierno einer der ruhigsten und landschaftlich schönsten Wege Galiciens – auch im Sommer eine lohnende Alternative für alle, die dem Trubel des Camino Francés entgehen wollen.
Der Name stammt daher, dass der Weg im Winter schnee- und passsicher blieb, während der Hauptweg über O Cebreiro oft unpassierbar war.
Ideal, wenn du Ruhe, Natur und Wein liebst und einen alternativen Schlussabschnitt nach Santiago suchst. Auch im Winter ist er meist gut begehbar, wenn der Hauptweg schon im Schnee liegt.
Weniger geeignet, wenn du viel Gesellschaft und dichte Infrastruktur brauchst: Manche Etappen sind lang und einsam, und einige Anstiege aus dem Sil-Tal sind fordernd.
Von Ponferrada führt der Weg durch das Bierzo, vorbei an den rostroten Erosionslandschaften von Las Médulas. Dann erreicht er den Sil und folgt seinen tiefen Schluchten – der Ribeira Sacra – mit Weinterrassen, Klöstern und stillen Dörfern.
Über die Hügel von Lugo und Ourense vereinigt sich der Weg schließlich nahe Lalín mit dem Camino Sanabrés und führt auf den letzten Etappen nach Santiago de Compostela.
Mit über 5.600 Höhenmetern ist der Camino de Invierno hügelig: Die Auf- und Abstiege in den Sil-Schluchten verlangen solide Kondition. Technisch bleibt er unkompliziert, aber einige Etappen sind lang und die Unterkünfte liegen weiter auseinander als auf dem Camino Francés.
Die meisten Pilger brauchen rund 10 bis 12 Tage. Die Markierung ist inzwischen gut, doch etwas Vorausplanung bei Unterkünften und Wasser schadet nicht.
Der landschaftliche Höhepunkt ist die Ribeira Sacra: tief eingeschnittene Schluchten von Sil und Miño, an deren steile Hänge sich seit der Römerzeit Weinterrassen klammern. „Heiliges Ufer“ heißt die Region wegen ihrer vielen romanischen Klöster.
Schon zu Beginn passierst du Las Médulas, die größte Goldmine des Römischen Reichs – heute eine bizarre rote Felslandschaft und UNESCO-Welterbe.
Anders als der Name nahelegt, ist der Weg das ganze Jahr schön; im Winter ist er passierbarer als der Hauptweg, kann aber regnerisch sein. Übernachtet wird in öffentlichen und privaten Albergues sowie Pensionen; auf langen Etappen die nächste Unterkunft vorher prüfen.
Wie auf allen spanischen Wegen brauchst du einen Pilgerausweis (Credencial), um in den Herbergen zu übernachten und am Ende die Compostela zu erhalten.
Spanien ist günstig: Rechne pro Tag grob mit 25–40 €. Öffentliche Albergues kosten oft 8–12 €, private 12–18 €; dazu Verpflegung und gelegentlich ein Pilgermenü. Wer selbst kocht, kommt günstiger weg.
Startpunkt ist Ponferrada, gut mit Bahn und Bus erreichbar (auch direkt am Camino Francés gelegen).


A Taberna de Gundián
Saison unbekannt
AC Hotel Ponferrada by Marriott
Saison unbekannt
Alameda Rooms Santiago
Saison unbekannt
Albergue A Fonte de Compostela
Saison unbekanntAlles, was du für den Camino de Invierno brauchst, direkt zu dir nach Hause.
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