Elisabethpfad 2 (Eisenach – Marburg)
Rund 194 Kilometer von der Wartburg bei Eisenach nach Marburg – auf den Spuren der heiligen Elisabeth, zugleich ein Weg der Jakobspilger.

- 01Auf einen Blick
- 02Überblick
- 03Für wen der Weg ideal ist – und für wen eher nicht
- 04Streckenverlauf & Landschaft
- 05Etappen, Gelände & Schwierigkeit
- 06Die Wartburg und die heilige Elisabeth – das Herz des Weges
- 07Highlights am Weg
- 08Wie Pilger auf diesen Weg gelangen
- 09Weiterpilgern?
- 10Vorbereitung & Praktisches
- 11Was dich der Weg kostet
- 12Anreise
Auf einen Blick
- Start / Ziel: Eisenach (Wartburg) → Marburg
- Länge: 193,99 km (Jakobsweg-Variante ca. 178 km)
- Dauer: rund 9–10 Tage zu Fuß
- Wegzeichen: rotes Elisabeth-Zeichen, zugleich blaue Jakobsmuschel
- Charakter: Mittelgebirgsweg zwischen zwei Elisabeth-Orten, zugleich Jakobsweg
Überblick
Der Elisabethpfad 2 ist der östliche der drei Elisabethpfade und verbindet die beiden zentralen Lebensorte der heiligen Elisabeth: die Wartburg bei Eisenach, wo sie als Landgräfin von Thüringen lebte, und ihr Grab in Marburg. Eingeweiht wurde er 2007 zum 800. Geburtstag Elisabeths.
Der Weg ist zugleich als Weg der Jakobspilger ausgeschildert und Teil des Lückenschlusses im Netz der europäischen Jakobswege. Mit knapp 194 Kilometern ist er der längste der drei Pfade.
Für wen der Weg ideal ist – und für wen eher nicht
Ideal, wenn dich die Lebensgeschichte der heiligen Elisabeth anspricht und du einen längeren, ruhigen Mittelgebirgsweg von der Wartburg bis zum Elisabethgrab gehen willst – mit der Doppelrolle als Elisabethpfad und Jakobsweg.
Weniger geeignet, wenn du auf durchgehend perfekte Markierung angewiesen bist: In Wäldern und am Übergang über das Grüne Band fehlen mitunter Zeichen. Ein Pilgerführer (der Verein gibt einen heraus) und etwas Orientierungssinn sind ratsam.
Streckenverlauf & Landschaft
Vom Fuß der Wartburg in Eisenach führt der Weg über Creuzburg und durch das hessisch-thüringische Bergland. Bei Lüderbach quert er das Grüne Band, die ehemalige innerdeutsche Grenze.
Weiter über Waldkappel, Spangenberg, Homberg (Efze), Schwalmstadt (Ziegenhain und Treysa), Stadtallendorf, Kirchhain und Amöneburg erreicht der Weg schließlich Marburg mit der Elisabethkirche.
Etappen, Gelände & Schwierigkeit
Der Weg ist in neun Wegabschnitte gegliedert (Eisenach–Creuzburg–Waldkappel–Spangenberg–Homberg–Spieskappel–Treysa–Kirchhain–Marburg). Das Gelände ist durchweg mittelgebirgig mit stetigem Auf und Ab durch Wälder und über offene Höhen. Markiert ist der Weg rot (Elisabethpfad); wo der Jakobsweg eine eigene Variante bildet, ist er zusätzlich blau gezeichnet.
Die Wartburg und die heilige Elisabeth – das Herz des Weges
Kein Ort verkörpert die heilige Elisabeth so wie die Wartburg: Hier lebte sie als junge Landgräfin, bevor sie sich – nach dem Tod ihres Mannes – ganz dem Dienst an den Armen und Kranken widmete und nach Marburg zog. Der Elisabethpfad 2 spannt so den Bogen von ihrem fürstlichen Leben (Wartburg) bis zu ihrem Grab (Marburg).
- Plane in Eisenach Zeit für die Wartburg ein – der ideale Auftakt.
- Den Übergang über das Grüne Band bei Lüderbach bewusst gehen – Natur- und Zeitgeschichte zugleich.
- Vor dem Aufbruch die aktuellen Hinweise des Vereins zu Umleitungen (z. B. wegen Brücken-/Baustellen) prüfen.
Highlights am Weg
- Eisenach / Wartburg – Lebensort der heiligen Elisabeth (UNESCO-Welterbe).
- Creuzburg – mittelalterliches Städtchen an der Werra.
- Grünes Band – die ehemalige innerdeutsche Grenze als Naturraum.
- Spangenberg – Fachwerkstadt mit Schloss.
- Amöneburg – Bergstadt mit weitem Blick über das Marburger Land.
- Marburg – Elisabethkirche mit dem Grab der heiligen Elisabeth.
Wie Pilger auf diesen Weg gelangen
Der Startpunkt unterhalb der Wartburg hat prominenten Pilger-Anschluss: Durch Eisenach läuft die Via Regia – wer auf der alten Königsstraße nach Westen unterwegs ist, kann hier auf die Elisabeth-Spur wechseln.
Die Elisabethpfade sind eine Dreier-Familie: Auch der Elisabethpfad 1 (Frankfurt – Marburg) und der Elisabethpfad 3 (Köln – Marburg) führen zum Grab der Heiligen – kombinierbar als Hin- und Rückweg.
Weiterpilgern?
In Marburg treffen alle drei Elisabethpfade zusammen, und das Ziel – das Elisabethgrab – ist erreicht. Da der Weg zugleich als Jakobsweg ausgeschildert ist, lässt er sich in das europäische Jakobsweg-Netz einbinden; von Marburg führen der Elisabethpfad 1 (Richtung Frankfurt) und der Elisabethpfad 3 (Richtung Köln) weiter.
Vorbereitung & Praktisches
Die beste Zeit ist Frühling bis Herbst. Übernachtet wird in Pensionen, Gasthöfen und bei Privatleuten – ein Pilgerausweis ist für Stempel sinnvoll. Der Verein gibt einen eigenen Pilgerführer heraus und hält Unterkunftslisten bereit.
Was dich der Weg kostet
Deutschland ist teurer als Spanien. Rechne pro Tag grob mit 45–75 € für Unterkunft und Verpflegung; einfache Quartiere und Selbstversorgung senken die Kosten.
Anreise
Startpunkt ist Eisenach, gut an das Bahnnetz angebunden.
- Anreise nach Eisenach: an der Bahnstrecke Frankfurt–Erfurt. Deutsche Bahn – Verbindungen und Tickets.
- Rückreise ab Marburg: Marburg liegt an der Main-Weser-Bahn. Deutsche Bahn – Verbindungen ab Marburg.
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Alles, was du für den Elisabethpfad 2 (Eisenach – Marburg) brauchst, direkt zu dir nach Hause.
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