Vom Bodensee zur Burgundischen Pforte: rund 317 Kilometer von Lindau über Konstanz, entlang des Hochrheins nach Basel und durch den Sundgau bis Héricourt – ein langer, überwiegend flacher Zubringer ins französische Jakobswegenetz.
Der Weg Lindau – Héricourt ist ein langer Zubringer, der vom Bodensee nach Westen führt: von Lindau über Konstanz, dann immer entlang des Hochrheins über Schaffhausen und Waldshut nach Basel und schließlich durch den Sundgau bis Héricourt an der Burgundischen Pforte.
Er verbindet die süddeutschen Jakobswege mit dem französischen Jakobswegenetz – eine West-Route, die ohne hohe Berge nach Burgund führt.
Ideal für alle, die aus Süddeutschland oder der Nordschweiz auf direktem, überwiegend flachem Weg nach Westen Richtung Frankreich pilgern wollen – mit Bodensee, Rhein und stillem Grenzland statt großer Berge. Eine gute Wahl, um die hohen Alpenrouten zu umgehen.
Weniger geeignet, wenn du Bergpanoramen und Höhenwege suchst: Der Weg bleibt im Tal und folgt dem Wasser.
Von Lindau am Bodensee folgt der Weg zunächst dem Seeufer bis Konstanz. Ab Konstanz begleitet er den Hochrhein – „den wichtigsten Fluss Europas“ auf seinem Weg in die Nordsee – über Schaffhausen und Waldshut bis Basel.
In Basel trennen sich die Wege: Hier mündet aus Freiburg im Breisgau der Himmelreich-Weg, und die schweizerische Hauptachse zieht über den Drei-Seen-Weg weiter Richtung Genf. Der Weg nach Héricourt führt dagegen durch den Sundgau im Elsass bis Héricourt an der Burgundischen Pforte.
Mit rund 317 Kilometern und etwa 3.350 Höhenmetern (höchster Punkt rund 682 m) ist der Weg überwiegend flach bis leicht hügelig – in geschätzt 14–16 Tagen machbar.
Bis Konstanz folgt die Route dem Bodensee-Rundweg, bis Basel den gut markierten Wanderwegen ViaRhenana und Hochrhein-Höhenweg. Ab Basel ist der Weg mit dem blau-gelben Europäischen Jakobsweg-Zeichen markiert.
Der Weg endet in Héricourt an der Burgundischen Pforte – hier schließt das französische Jakobswegenetz an, das weiter nach Burgund und Richtung der großen französischen Hauptrouten nach Santiago führt. So lässt sich Lindau–Héricourt als Bindeglied zwischen den süddeutschen Wegen und dem Camino in Frankreich verstehen.
Die beste Zeit ist Frühling bis Herbst. Ein Pilgerausweis ist für Stempel und Quartiere sinnvoll. Übernachtet wird in Pensionen, Gasthöfen und Pilgerquartieren entlang von Bodensee und Hochrhein. Zum Weg gibt es einen eigenen Pilgerführer (Bodensee – Burgundische Pforte).
Deutschland und die Schweiz sind teurer als Spanien – besonders der Schweizer Abschnitt am Hochrhein. Rechne pro Tag grob mit 45–90 € für Unterkunft, plus Verpflegung; im Schweizer Teil kann es deutlich darüber liegen. Einfache Quartiere und Selbstversorgung senken die Kosten.
Startpunkt ist Lindau am Bodensee, per Bahn gut erreichbar.

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