Der grüne Abzweig der Vía de la Plata: rund 370 Kilometer von Granja de Moreruela durch das Hochland von Sanabria und die Thermenstadt Ourense bis nach Santiago de Compostela.
Der Camino Sanabrés ist die westliche Fortsetzung der Vía de la Plata. In Granja de Moreruela, nördlich von Zamora, zweigt er von der alten Silberstraße ab und führt nach Nordwesten: durch das Hochland von Sanabria, über die Berge Galiciens und durch die Thermenstadt Ourense bis nach Santiago de Compostela. Während die Vía de la Plata geradeaus Richtung Astorga auf den Camino Francés führen würde, nimmt der Sanabrés den direkten, grünen Weg ins Herz Galiciens.
Es ist ein ruhiger, abwechslungsreicher Weg mit großen Stille-Etappen, der erst kurz vor Santiago auf größere Pilgerzahlen trifft. Wer die Weite der Vía de la Plata mag, aber das satte Grün Galiciens zum Abschluss sucht, ist hier richtig.
Je nach Quelle trägt der Weg verschiedene Bezeichnungen:
Der Name geht auf die Landschaft Sanabria im Nordwesten der Provinz Zamora zurück, durch die der Weg führt.
Der Camino Sanabrés ist ideal, wenn du die Vía de la Plata gehst und einen grüneren, einsameren Abschluss als die Variante über Astorga suchst. Auch eigenständig ist er reizvoll für alle, die Ruhe, Natur und ein langsames Hineinwachsen nach Galicien schätzen.
Weniger geeignet ist er, wenn du dichte Infrastruktur und viel Gesellschaft suchst: Manche Etappen sind lang und einsam, und außerhalb der Saison kann die Versorgung dünn sein. Wer wenig Zeit hat, sollte bedenken, dass schon allein der Sanabrés rund zwei Wochen dauert.
Vom Abzweig in Granja de Moreruela zieht der Weg zunächst durch das trockene Hochland von Zamora, dann hinauf ins grünere, kühlere Sanabria mit seinen Stauseen und Bergdörfern. Über einen Pass erreicht der Weg Galicien.
Es folgen sanfte, sattgrüne Hügel, Eichen- und Kastanienwälder und tief eingeschnittene Flusstäler. In Ourense quert der Weg den Miño, bevor er über die letzten galicischen Hügel nach Santiago de Compostela führt.
Mit über 7.000 Höhenmetern ist der Sanabrés deutlich hügeliger, als man bei einem „Abzweig“ erwarten würde. Steile Auf- und Abstiege in Sanabria und in den galicischen Tälern verlangen solide Kondition; technisch bleibt der Weg unkompliziert.
Die meisten Pilger brauchen rund 13 bis 17 Tage. Die Markierung mit den gelben Pfeilen ist gut, die Etappen sind aber teils lang und die Unterkunftsdichte geringer als auf dem Camino Francés – etwas Vorausplanung schadet nicht.
Ein Höhepunkt, den kein anderer Jakobsweg so bietet: Ourense ist eine Thermenstadt. Schon die Römer nutzten die heißen Quellen, die hier mit über 60 °C aus dem Boden sprudeln.
Mitten in der Stadt liegen die Quellen As Burgas, und am Ufer des Miño laden öffentliche Thermalbecken wie A Chavasqueira und Outariz zum Baden ein – ein perfekter Ort, um müde Pilgerbeine zu erholen.
Die beste Zeit ist Frühling bis Herbst; Sanabria kann im Winter kalt und schneereich sein, der Süden im Hochsommer sehr heiß. Übernachtet wird in öffentlichen und privaten Herbergen (Albergues); auf den langen Etappen empfiehlt es sich, die nächste Unterkunft vorher zu prüfen.
Wie auf allen spanischen Wegen brauchst du einen Pilgerausweis (Credencial), um in den Herbergen zu übernachten und am Ende die Compostela zu erhalten.
Spanien ist günstiger als Frankreich. Rechne pro Tag grob mit 25–40 €. Öffentliche Albergues kosten oft 8–12 €, private 12–18 €; dazu kommen Verpflegung und gelegentlich ein Pilgermenü (rund 12–15 €). Wer selbst kocht, kommt günstiger weg.
Startpunkt ist Granja de Moreruela; viele beginnen aber schon weiter südlich auf der Vía de la Plata (z. B. in Sevilla, Salamanca oder Zamora) und gehen nahtlos in den Sanabrés über.

A Taberna de Gundián
Saison unbekannt
Acogida La Casa Azul y Amarilla
Saison unbekannt
Alameda Rooms Santiago
Saison unbekannt
Albergue A Fonte de Compostela
Saison unbekannt
Albergue Alda O Fogar do Teodomiro
Saison unbekanntAlles, was du für den Camino Sanabrés brauchst, direkt zu dir nach Hause.
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