Camino Sanabrés auf der Karte

Camino Sanabrés

Der Camino Sanabrés zweigt in Granja de Moreruela von der Vía de la Plata ab und führt in 370 Kilometern über die Sanabria und die Pässe von Padornelo und A Canda nach Galicien, durch die Thermenstadt Ourense und am Kloster Oseira vorbei nach Santiago de Compostela. Mit 7.136 Höhenmetern bergauf und dem höchsten Punkt auf 1.356 Metern am Puerto de Padornelo ist er ein echter Bergweg. Unterwegs steht in Santa Marta de Tera die älteste bekannte Figur des Apostels Jakobus als Pilger, aus dem 12. Jahrhundert. Bis Ourense bleibt es still, erst auf den letzten rund 110 Kilometern wird es belebter.

17. Juni 202615 Min. Lesezeit
Inhalt

Auf einen Blick

  • Start / Ziel: Granja de Moreruela (Abzweig von der Vía de la Plata) / Kathedrale von Santiago de Compostela
  • Länge: 370,0 km; ab Ourense noch rund 110 km
  • Dauer: 16 Etappen in unserer Einteilung, mit Ruhetag 15 bis 18 Tage; ab Ourense 5 Etappen
  • Höhenmeter: ↗ 7.136 m / ↘ 7.591 m
  • Höchster Punkt: 1.356 m bei km 138,1 am Puerto de Padornelo, zwischen Requejo und Padornelo
  • Landschaft: Felder und Steineichen in Zamora, Hochtäler der Sanabria, Kastanien und Granitdörfer um Laza, zuletzt Eichen- und Eukalyptuswald
  • Träger / Markierung: Jakobsweg-Vereine in Zamora, Xunta de Galicia in Galicien; gelbe Pfeile, in Galicien Granitsteine mit Muschel und Kilometerangabe
  • Jakobus-Spuren: die älteste bekannte Jakobus-Pilgerfigur in Santa Marta de Tera, alte Pilgerhospitäler in Rionegro, Triufé und Ourense, die Herberge im Kloster Oseira
  • Unterkunft: Pilgerherbergen in fast allen Etappenorten, in Zamora oft kommunal ab 5 €, in Galicien Xunta-Albergues zu 10 €; dazwischen lange Abschnitte ohne Bett
  • Anschlusswege: Vía de la Plata in Granja de Moreruela, Sanabrés via Verín zwischen A Gudiña und Pereiras, Camino de Invierno ab A Laxe, Caminho Minhoto Ribeiro ab Deseiro
  • Beste Zeit: Mai bis Juni und September bis Oktober; im Winter Schnee am Padornelo und an der Canda möglich

Überblick

In Granja de Moreruela, einem Dorf nördlich von Zamora mit der Ruine eines der ältesten Zisterzienserklöster Spaniens, trifft jeder Pilger der Vía de la Plata seine wichtigste Entscheidung: geradeaus nach Astorga oder links nach Galicien. Die meisten gehen links, auf den Camino Sanabrés. Er war der ältere der beiden Wege. Schon 1225 reiste König Alfons IX. auf ihm von Santiago nach Puebla de Sanabria, 1506 kam Philipp der Schöne über Ourense nach Remesal, um seinen Schwiegervater Ferdinand den Katholischen zu treffen, und um 1612 stapfte der Humanist Bernardo de Aldrete mit anderen Geistlichen aus Andalusien durch den Schnee des Padornelo.

Heute ist der Sanabrés ein vollwertiger, eigener Camino: 370 Kilometer, über 7.000 Höhenmeter, die Hochtäler der Sanabria, die Pässe nach Galicien, das Bergland um Laza und zuletzt das grüne Galicien der Klöster und Kornspeicher. Rund 110 Kilometer vor dem Ziel liegt Ourense, wo das Wasser heiß aus dem Boden kommt und die Römerbrücke über den Miño 370 Meter misst: einen Meter für jeden Kilometer dieses Weges. Bis dorthin begegnest du an manchen Tagen niemandem. Von Januar bis Mai 2026 zählte das Pilgerbüro für die gesamte Vía de la Plata 2.855 Ankünfte in Santiago, und 1.248 davon waren erst in Ourense losgegangen.

Andere Namen

Auf Spanisch heißt der Weg Camino Sanabrés, nach der Landschaft der Sanabria im Nordwesten der Provinz Zamora. Historiker und die Xacopedia sprechen vom Camino del Sudeste, galicisch Camiño do Sueste, also dem Südostweg nach Santiago. Die Xunta und das Pilgerbüro führen ihn schlicht als Vía de la Plata, weil er für die meisten deren letzter Teil ist. Wer aus Andalusien kommt, liest auch Mozárabe-Sanabrés, auf Englisch Sanabrian Way oder Sanabrés Way.

Für wen ideal – und für wen eher nicht

Ideal, wenn du zwei Wochen hast und einen kompletten Camino mit eigenem Start, echtem Bergprofil und ruhigen Herbergen suchst. Ideal als zweiter Camino, wenn du den Betrieb des Camino Francés kennst und das Gegenteil willst. Wer nur fünf Tage hat, startet in Ourense und bekommt die Compostela samt Thermalbad.

Ehrlich gesagt ist er aber nichts für dich, wenn du jeden Tag Gesellschaft, Cafés und kurze Etappen brauchst. Zwischen Santa Marta de Tera und Puebla de Sanabria plant Gronze Tage von 36 und 32 Kilometern, die Etappe von A Gudiña nach Laza hat 34 Kilometer fast ohne Versorgung, und in Dörfern mit zehn Häusern gibt es weder Laden noch Bar. Nichts für dich, wenn dich Autobahn und Schnellbahn stören: Beide begleiten den Weg in der Sanabria und hinter A Gudiña über viele Kilometer. Und nichts für den Winter ohne Erfahrung, denn am Padornelo und an der Canda liegt manchmal Schnee.

Streckenverlauf & Landschaft

Granja de Moreruela bis Puebla de Sanabria (km 0–115,5): Kurz hinter dem Start überquerst du bei der Puente Quintos den Esla und kommst durch Felder und Steineichenwald nach Tábara (km 24,9). Bei Santa Croya und Santa Marta de Tera (km 47,6) erreichst du den Tera, dem der Weg über Pappelalleen, Calzadilla und Olleros bis Villar de Farfón folgt. Dahinter wird es höher und waldiger: Rionegro del Puente (km 74,6), Mombuey (km 83,5), dann kleine Dörfer wie Asturianos und Remesal, bis Puebla de Sanabria (km 115,5) mit Burg und Kirche auf seinem Felsen steht. Camarzana de Tera liegt 1,3 Kilometer neben der Trasse.

Puebla de Sanabria bis Santiago (km 115,5–370,0): Über Requejo (km 128,1) steigt der Weg zum Puerto de Padornelo (1.356 m, km 138,1) und durch Lubián zur Portela da Canda, der Grenze nach Galicien. Ab A Gudiña (km 170,7) läuft die Hauptroute über die Bergrücken an den Stauseen vorbei nach Campobecerros (km 190,3), stürzt nach Laza (469 m, km 204,9) hinunter und klettert gleich wieder auf 899 Meter nach Alberguería (km 216,6). Über Xunqueira de Ambía (km 237,9) geht es hinab nach Ourense (174 m, km 259,5). Dann folgen Cea (km 282,3), das Kloster Oseira (km 290,9), die Hochfläche von Deza mit A Laxe und Silleda (km 329,4) und bei Ponte Ulla (km 349,0) der tiefste Punkt; ein letzter Anstieg über O Outeiro und Deseiro, dann bist du in Santiago.

Etappen, Gelände & Schwierigkeit

Wir zeigen den Weg in 16 Etappen zwischen 17 und 28 Kilometern, jede mit Unterkunft am Ziel. Kilometer aus der Camino-Ninja-Karte, exakt auf 370,0 km kalibriert. Gronze plant in Zamora weniger, aber längere Tage; hinter Cea führt die Karte über das Kloster Oseira, das viele Führer als Variante ausweisen.

  1. Granja de Moreruela → Tábara (24,8 km) — über den Esla, dann ruhige Feldwege.
  2. Tábara → Santa Marta de Tera (22,7 km) — an den Tera, zur ältesten Jakobus-Pilgerfigur.
  3. Santa Marta de Tera → Rionegro del Puente (27,0 km) — am Fluss entlang durch Pappeln und Auwald.
  4. Rionegro del Puente → Asturianos (25,5 km) — über Mombuey ins Hügelland, oft neben der N-525.
  5. Asturianos → Requejo (28,0 km) — über Puebla de Sanabria bis an den Fuß des Passes.
  6. Requejo → Lubián (19,0 km) — hinauf zum Padornelo, dem Dach des Weges.
  7. Lubián → A Gudiña (23,6 km) — über die Portela da Canda nach Galicien.
  8. A Gudiña → Campobecerros (19,6 km) — Pisten auf rund 1.000 Metern, fast ohne Dörfer.
  9. Campobecerros → Alberguería (26,3 km) — steil hinab nach Laza, dann 430 Höhenmeter hinauf.
  10. Alberguería → Xunqueira de Ambía (21,3 km) — über Vilar de Barrio zur romanischen Stiftskirche.
  11. Xunqueira de Ambía → Ourense (21,6 km) — erst Wald, dann lange Vororte.
  12. Ourense → Cea (22,8 km) — steil aus dem Miño-Tal hinauf ins Brotdorf.
  13. Cea → Castro de Dozón (19,5 km) — über das Kloster Oseira.
  14. Castro de Dozón → Silleda (27,6 km) — über A Laxe und die Ponte Taboada am Deza.
  15. Silleda → O Outeiro (23,7 km) — hinunter zum Ulla und wieder hinauf.
  16. O Outeiro → Santiago de Compostela (17,0 km) — durch Wald und Vororte zur Kathedrale.

Technisch ist der Weg nicht schwierig, aber er summiert sich: Die großen Anstiege kommen am Padornelo, zwischen A Gudiña und Campobecerros, hinter Laza und direkt hinter Ourense, und fast jeden Tag geht es mehrmals auf und ab. Gronze stuft die Etappe A Gudiña–Laza mit 1.063 Metern Aufstieg als eine der schwersten ein und nennt sie zugleich die schönste des galicischen Abschnitts.

Der älteste Pilger der Welt steht in Santa Marta de Tera

Am zweiten Abend erreichst du ein Dorf mit wenigen Hundert Einwohnern und einer Kirche, die du kennst, ohne es zu wissen. An der Südfassade von Santa Marta de Tera steht der Apostel Jakobus als Pilger: mit Stab, Umhang und Muschel an der Tasche, die linke Hand mit offener Fläche nach vorn. Die Xacopedia datiert die Figur in das zweite Viertel des 12. Jahrhunderts und nennt sie die älteste bekannte Darstellung des Apostels als Pilger. Jeder Jakobus mit Hut und Muschel hat hier seinen ältesten bekannten Vorfahren. Der älteste Pilger der Welt hat sich seit fast 900 Jahren keinen Schritt bewegt, und trotzdem sind ihm alle anderen gefolgt.

Der Ort ist älter als die Figur. Ein Kloster von Mozarabern, Christen aus dem maurischen Süden, wird 979 in einer Schenkungsurkunde erstmals erwähnt; 1063 übergaben König Ferdinand I. und Königin Sancha es dem Bischof von Astorga. Die romanische Kirche stammt vom Ende des 11. oder Anfang des 12. Jahrhunderts und gehört zu den ältesten der spanischen Romanik; seit dem 3. Juni 1931 steht sie unter Denkmalschutz. 1993 diente die Figur als Vorlage für eine spanische Fünf-Peseten-Münze zum Heiligen Jahr. Weil der Stein nach Jahrhunderten im Regen schwer gelitten hat, ließ die Junta de Castilla y León 2025 für 151.497 Euro Vordächer über dem Süd- und Westportal bauen, mit Alarmanlage und neuer Beleuchtung.

Die Kirche kann noch mehr. Zweimal im Jahr, zur Tagundnachtgleiche um den 21. März und den 23. September, fällt am Morgen ein Sonnenstrahl durch das runde Fenster der Apsis und wandert über ein figürliches Kapitell. Der Pfarrer Julián Acedo entdeckte das Lichtspiel 1997 wieder; im Ort spricht man vom Wunder des Äquinoktiallichts. Praktisch heißt das: Wenn deine Reise in diese Tage fällt, plane eine Nacht in Santa Marta ein und sei am Morgen in der Kirche.

Highlights am Weg

  • Santa María de Moreruela (bei km 0) — Klosterruine nahe dem Dorf, um 1131/1133 oder 1143 gegründet, vielleicht die älteste Zisterze Spaniens; Nationaldenkmal seit 1931.
  • Tábara (km 24,9) — hier wurde am 29. Juli 970 der Beatus von Tábara vollendet. Der Schreiber Emeterius seufzte: „O turre tabarense alta et lapidea … ubi Emeterius tribus mensis incurvior sedit“ – „O hoher steinerner Turm von Tábara, wo Emeterius drei Monate gekrümmt saß.“
  • Santa Marta de Tera (km 47,6) — die älteste Jakobus-Pilgerfigur, romanische Kirche und das Licht zur Tagundnachtgleiche.
  • Puebla de Sanabria (km 115,5) — Burg der Grafen von Benavente, ab 1455 gebaut. Rund 8 Kilometer abseits liegt der Lago de Sanabria, mit 368 Hektar der größte Gletschersee der Iberischen Halbinsel, seit 1978 Naturpark; am 9. Januar 1959 brach oberhalb der Damm von Vega de Tera, in Ribadelago starben 144 Menschen.
  • Lubián (km 147,1) — Bergdorf mit Schieferdächern und dem barocken Heiligtum der Tuiza.
  • Laza (km 204,9) — berühmt für den Entroido, bei dem die Formigas Erde mit lebenden Ameisen in die Menge werfen.
  • Alberguería (km 216,6) — der Rincón del Peregrino, Bar und Herberge mit Tausenden Muscheln an den Wänden; Wirt Luis gibt dir eine, du schreibst deinen Namen darauf.
  • Xunqueira de Ambía (km 237,9) — Stiftskirche Santa María la Real, 955 gegründet, seit 1164 Kollegiatsstift, mit gotischem Kreuzgang.
  • Ourense (km 259,5) — heiße Quellen der As Burgas, Thermalbecken am Miño, Kathedrale mit dem Pórtico do Paraíso und die Ponte Vella, 1230 auf römischen Fundamenten neu gebaut und 1679 auf 370 Meter verkürzt.
  • Cea (km 282,3) — der Pan de Cea bekam 2004 als erstes Brot Europas eine geschützte geografische Angabe.
  • Kloster Oseira (km 290,9) — der „Escorial Galiciens“, 1137 gegründet, 1835 aufgehoben, seit 1929 wieder bewohnt; Herberge mit 42 Betten.
  • Ponte Taboada (bei km 324,6) — Brücke über den Deza mit einer Bauinschrift von 912.

Als Requejo noch Galicien war: die Pässe und ihre Chronisten

Zwischen Puebla de Sanabria und A Gudiña liegt die Schwelle dieses Weges, zwei Pässe in 35 Kilometern: der Padornelo mit 1.356 Metern und die Portela da Canda, an der heute die Grenze zwischen Kastilien und Galicien verläuft. Wer hier im Winter ging, schrieb es auf. Bernardo de Aldrete, Kanoniker und Sprachforscher aus Córdoba, zog um 1612 vom 26. Januar bis zum 23. März mit anderen Geistlichen nach Santiago und zurück; sein Tagebuch liegt heute in der Kathedrale von Málaga. Auf dieser Etappe notierte er: „Cuando llegamos al lugar de Requejo, primero de Galicia, no habiendo nevado antes comenzó a nevar copiosamente.“ – „Als wir nach Requejo kamen, dem ersten Ort Galiciens, begann es, obwohl es vorher nicht geschneit hatte, heftig zu schneien.“

Requejo liegt heute in der Provinz Zamora, eine Handbreit vor dem Pass. Für Aldrete begann Galicien dort, wo die Berge begannen, und für dich wird es auch so sein: Hinter dem Padornelo ändern sich Dächer, Mauern, Sprache und Wetter. Die Könige kannten den Weg ebenfalls. Alfons IX. reiste 1225 von Santiago nach Puebla de Sanabria, und 1506 trafen sich im Dorf Remesal (km 105,8) Philipp der Schöne und Ferdinand der Katholische, um über Kastilien zu verhandeln, nachdem Philipp über Ourense und die Pässe gekommen war.

Dann vergaß man den Weg. Die N-525 übernahm die Trasse, 1835 verloren die Klöster ihren Besitz. Die Wiederentdeckung begann mit der Vía de la Plata: 1990 und 1991 führten die Amigos del Camino de Santiago aus Navarra unter Andrés Muñoz Garde die erste internationale Pilgerfahrt auf ihr an, ab 1999 trieben Jakobsweg-Vereine den Ausbau des Südostwegs voran, 2008 tagte in Ourense ein eigener Kongress. 2009 holten sich auf der Vía de la Plata schon über 6.000 Pilger ihre Compostela. Praktisch heißt das: Prüfe vor dem Padornelo das Wetter und nimm bei Schnee die Variante an der Straße.

Wie Pilger auf diesen Weg gelangen

Die meisten kommen zu Fuß über die Vía de la Plata aus Sevilla und haben in Granja de Moreruela schon über 500 Kilometer hinter sich. Wer den Sanabrés als eigenen Weg geht, fährt mit der Bahn nach Zamora und von dort mit dem Bus nach Granja de Moreruela. Beliebte Teilstarts sind Puebla de Sanabria mit dem Bahnhof an der Schnellfahrstrecke nach Galicien und vor allem Ourense, rund 110 Kilometer vor Santiago.

Unterwegs wird der Weg breiter. In A Gudiña gabelt er sich: Die Hauptroute läuft über Laza, die Südvariante Sanabrés via Verín über Verín und Allariz, wo Pilger aus Portugal dazukommen, und in Pereiras vor Ourense treffen sich beide wieder. Bei A Laxe mündet der Camino de Invierno aus Ponferrada ein, ab Deseiro der Caminho Minhoto Ribeiro aus Braga. Der Camino-Ninja-Planer kombiniert diese Abschnitte automatisch, so wie es die Wegsteine auch tun. Und wer in Santiago noch nicht aufhören will, geht auf dem Camiño a Fisterra weiter ans Meer.

Vorbereitung & Praktisches

Pilgerausweis und App. Wie auf allen spanischen Wegen brauchst du einen Pilgerausweis (Credencial), um in den Herbergen zu übernachten und am Ende die Compostela zu erhalten. Am besten bestellst du ihn schon vorab online, damit er rechtzeitig zum Start deiner Reise bei dir ist; auf den letzten 100 Kilometern ab Ourense brauchst du zwei Stempel pro Tag. Mit der Camino Ninja App hast du Karte und Track offline dabei; am einfachsten planst du den Weg direkt in der App, in der du deine Etappen zusammenstellst und passende Unterkünfte gleich mit einplanst.

Herbergen und Versorgung. In Zamora sind die Herbergen meist kommunal und klein, in Galicien gehören sie der Xunta, öffnen am frühen Nachmittag und nehmen keine Reservierungen an. Läden gibt es in Tábara, Santa Marta, Mombuey, Puebla de Sanabria, A Gudiña, Laza, Ourense, Cea und Silleda; dazwischen solltest du Wasser und Proviant für den ganzen Tag tragen.

Jahreszeit. Mai, Juni, September und Oktober sind ideal: grüne Täler, milde Temperaturen, freie Betten. Im Juli und August ist Zamora heiß, Galicien angenehmer. Zwischen November und März musst du am Padornelo und an der Canda mit Schnee und Nebel rechnen, und einzelne private Herbergen schließen.

Was dich der Weg kostet

Der Sanabrés gehört zu den günstigen Wegen. In Zamora kosten die Pilgerherbergen 5 bis 12 €: Santa Marta de Tera und Lubián 5 €, Granja de Moreruela und Rionegro del Puente 10 €, Tábara und Requejo 12 € (Stand: Oktober 2026). Die Xunta-Albergues in Galicien, etwa in A Gudiña, Laza, Ourense und Cea, kosten 10 €, private Herbergen wie in Campobecerros um 15 € (Stand: Oktober 2026). Pensionen und Landhäuser liegen bei 30 bis 55 € fürs Zimmer, in Ourense findest du Hostelbetten ab 18 €.

Rechne mit 30 bis 40 € pro Tag mit Herberge, Bar-Frühstück und Menú del día, in Pensionen mit 55 bis 75 €. Ehrlich gesagt sparst du in Zamora nicht nur Geld, sondern manchmal auch das Abendessen, weil im Dorf nichts offen hat; dann kochst du in der Herbergsküche.

Anreise

Zum Start. Zamora erreichst du mit dem Schnellzug ab Madrid; von dort fahren Busse Richtung Benavente, die in Granja de Moreruela halten, rund eine halbe Stunde. Für einen späteren Start halten Schnellzüge der Strecke Madrid–Galicien in Sanabria bei Puebla de Sanabria, in A Gudiña und in Ourense.

Vom Ziel. Santiago de Compostela hat einen Flughafen mit Direktflügen in den deutschsprachigen Raum, einen Bahnhof mit Verbindungen nach Madrid, Ourense, A Coruña und Vigo und einen Busbahnhof. Mit dem Zug nach Ourense brauchst du rund 40 Minuten für die Strecke, die du in fünf Tagen gegangen bist.

  • Bahn: renfe.com — Züge nach Zamora, Sanabria, A Gudiña, Ourense und ab Santiago
  • Herbergen in Galicien: caminodesantiago.gal — offizielle Xunta-Seite mit Herbergenliste
Camino Shop

Hol dir deinen Pilgerausweis und die Muschel

Alles, was du für den Camino Sanabrés brauchst, direkt zu dir nach Hause.

Camino Shop besuchen