Über die Alpen von Süd nach Nord: rund 173 Kilometer von Locarno durch das Tessin über den Gotthard-Raum bis Emmetten am Vierwaldstättersee – ein anspruchsvoller, alpiner Anschlussweg in die Innerschweiz.
Der Tessiner Anschlussweg verbindet den Süden der Schweiz mit der Innerschweiz und führt dabei über die Alpen. Von Locarno mit der Wallfahrtskirche Madonna del Sasso geht es nordwärts über Bellinzona und Biasca die Leventina hinauf nach Airolo, über den Gotthard-Raum nach Andermatt und durchs Urner Reusstal über Amsteg und Seedorf bis Emmetten oberhalb des Vierwaldstättersees.
Mit über 5.000 Höhenmetern im Aufstieg und einem höchsten Punkt um 2.108 Meter ist es einer der alpinsten Schweizer Jakobswege.
Ideal, wenn du das Hochgebirge suchst: einen alpinen Weg mit großen Höhenunterschieden, der vom mediterran geprägten Tessin über den Gotthard ins Herz der Schweiz führt. Trittsicherheit, Kondition und gute Ausrüstung sind hier gefragt.
Weniger geeignet, wenn du flache, einfache Etappen oder eine durchgängig dichte Versorgung erwartest: Die alpinen Abschnitte sind fordernd, und die höchsten Passagen sind nur in der schneefreien Zeit sinnvoll begehbar.
Der Weg startet an der Madonna del Sasso über Locarno und folgt dem Tal nach Bellinzona mit seinen Burgen. Über Biasca und Giornico zieht er die Leventina hinauf nach Dalpe und Airolo am Fuß des Gotthards.
Über den Gotthard-Raum erreicht er Andermatt, steigt dann durchs Urner Reusstal über Amsteg und Seedorf ab und endet in Emmetten über dem Vierwaldstättersee.
Mit rund 173 Kilometern und über 5.000 Höhenmetern im Aufstieg ist der Tessiner Anschlussweg deutlich alpiner als die meisten anderen Schweizer Jakobswege. Plane rund 8–10 Tage ein. Die hochalpinen Abschnitte rund um den Gotthard liegen über 2.000 Meter – die beste Begehungszeit ist daher der Sommer und der frühe Herbst, wenn die Höhen schneefrei sind.
Der Tessiner Anschlussweg endet in der Innerschweiz bei Emmetten am Vierwaldstättersee und schließt von Süden her ans Schweizer Pilgernetz an. Über die Innerschweiz lässt sich von hier weiter zur Pilger-Drehscheibe Einsiedeln und zur Via Jacobi, der Schweizer Hauptachse, gehen.
Wegen der hochalpinen Abschnitte ist die beste Zeit der Sommer bis Frühherbst. Achte auf das Wetter, die Schneelage in den Höhen und auf gute Bergausrüstung. Übernachtet wird in Pensionen und Pilgerquartieren; ein Pilgerausweis ist sinnvoll. Folge bei Abweichungen stets der offiziellen Jakobsweg-Signalisation vor Ort.
Die Schweiz ist teuer. Rechne pro Tag grob mit 60–100 € für Unterkunft, plus Verpflegung; einfache Quartiere und Selbstversorgung senken die Kosten.
Startpunkt ist Locarno im Tessin, gut mit der Bahn erreichbar; ab Emmetten geht es über die Innerschweiz zurück ans Bahnnetz.
Die Schweizer Jakobswege werden vom Verein Jakobsweg Schweiz – Compostelle Suisse betreut (bis 2026 „jakobsweg.ch“, nach der Fusion mit „Les Amis“ umbenannt). Der Verein markiert und pflegt die Wege, bildet Pilgerbegleiter aus und gibt Wegbroschüren sowie den Pilgerausweis heraus.

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