Vom Apostelgrab zum Meer der Legenden: rund 88 Kilometer von Santiago de Compostela durch das grüne Galicien zum Marienheiligtum von Muxía an der Costa da Morte.
Der Camiño a Muxía beginnt – wie der Schwesterweg nach Fisterra – in Santiago de Compostela und führt über die Stadt hinaus ans Meer. Sein Ziel ist Muxía an der Costa da Morte, der „Küste des Todes“, mit dem berühmten Heiligtum Virxe da Barca, das der Legende nach an den Ort erinnert, wo die Jungfrau Maria in einem steinernen Boot landete, um den heiligen Jakobus zu ermutigen.
Es ist ein ruhiger, etwas weniger begangener Weg als der nach Fisterra – grünes Hügelland, stille Dörfer und am Ende die volle Wucht des Atlantiks.
Muxía ist neben Fisterra das zweite große Atlantik-Ziel der Pilger, die über Santiago hinausgehen.
Ideal als stiller Abschluss nach einem großen Weg, besonders wenn du es ruhiger als am stärker frequentierten Kap Fisterra magst. Schön auch in Kombination mit dem Fisterra-Weg.
Weniger geeignet, wenn du den klaren „Endpunkt am Apostelgrab“ als Höhepunkt suchst – der liegt hier am Anfang.
Von Santiago teilt sich der Weg anfangs mit dem Fisterra-Weg bis Negreira, dann zweigt er Richtung Muxía ab. Durch Eukalyptus- und Eichenwälder, über kleine Flüsse und durch Dörfer mit alten Hórreos geht es nach Westen.
Bei Dumbría und Os Muíños nähert sich der Weg der Küste, bevor er Muxía und das Heiligtum am Meer erreicht.
Auf rund 88 Kilometern in 3–4 Tagen gut machbar; das galicische Auf und Ab summiert sich, bleibt aber moderat. Technisch unkompliziert und gut markiert.
Die Unterkunftsdichte ist etwas geringer als auf dem Fisterra-Weg – ein Bett vorher prüfen, vor allem in der Hochsaison.
Der Höhepunkt ist das Santuario da Virxe da Barca in Muxía: eine Kirche auf nackten Felsen direkt über der Atlantikbrandung. Der Legende nach landete hier die Jungfrau Maria in einem steinernen Boot, dessen versteinerte Teile – darunter der wackelnde Pedra de Abalar – noch heute am Ufer liegen.
Bei Sturm bricht die See über die Felsen – die Costa da Morte macht ihrem Namen Ehre. Für diesen Weg gibt es die eigene Urkunde Muxiana.
Der Weg endet am Meer in Muxía – muss aber nicht das Ende sein: Die kurze Küstenverbindung Camiño a Fisterra-Muxía (rund 29 km) führt hinüber zum Kap Fisterra, dem „Ende der Welt“. Viele kombinieren beide Atlantik-Ziele zu einer Rundreise und fahren von dort per Bus nach Santiago zurück.
Die beste Zeit ist Frühling bis Herbst; an der Costa da Morte ist es oft windig und feucht. Übernachtet wird in Albergues und Pensionen. Du brauchst einen Pilgerausweis (Credencial); in Muxía gibt es die eigene Urkunde Muxiana.
Rechne pro Tag grob mit 25–40 €. Albergues kosten meist 8–15 €, dazu Verpflegung.
Startpunkt ist Santiago de Compostela mit Flughafen und Bahnhof.

A de Loló - Four Rooms
Saison unbekannt
Alameda Rooms Santiago
Saison unbekannt
Albergue @ Muxia
Saison unbekannt
Albergue A Fonte de Compostela
Saison unbekanntAlles, was du für den Camiño a Muxía brauchst, direkt zu dir nach Hause.
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