Rund 62 Kilometer von Porto direkt nach Braga – eine wenig begangene Variante des Caminho Português Central, die der frühmittelalterlichen „Ur-Route" der portugiesischen Jakobspilger über Bracara Augusta folgt.
Der Weg Porto – Braga ist eine nördliche Variante des Caminho Português Central: Statt dem heute üblichen Verlauf über Rates und Barcelos zu folgen, hält er direkt auf Braga zu, die alte Erzbischofsstadt am Fuß der Berge.
Historisch war genau das der ursprüngliche Weg: Bevor sich die Achse Rates–Barcelos–Ponte de Lima als Hauptroute durchsetzte, zogen die frühen Pilger über Braga – das römische Bracara Augusta und eines der wichtigsten kirchlichen Zentren der Iberischen Halbinsel. In rund 62 Kilometern und zwei langen Etappen führt der Weg von Porto über Trofa nach Braga.
Es ist ein ruhiger, vergleichsweise einsamer Weg durch Felder, Waldstücke und kleine Orte – mit deutlich weniger Pilgerbetrieb als die klassischen Varianten.
Ideal, wenn du eine stillere, weniger kommerzielle Variante des portugiesischen Weges suchst und die Geschichte des „Ur-Caminho" über Braga reizt. Wer Braga ohnehin besuchen möchte, kann den Weg gut als Auftakt einer längeren Pilgerreise nehmen.
Weniger geeignet, wenn du auf durchgehend dichte Markierung, viele Pilgerherbergen und kurze Etappen angewiesen bist: Die beiden Tagesabschnitte sind lang, und Versorgungspunkte sowie Übernachtungsmöglichkeiten sind hier dünner gesät als auf den Hauptrouten.
Von Porto, dem großen Knotenpunkt der portugiesischen Wege, führt die erste Etappe nach Trofa (rund 27 km). Die zweite, längere Etappe (rund 34 km) bringt dich von Trofa nach Braga.
Unterwegs wechseln sich Vororte, Felder, Waldstücke und kleine Ortschaften ab; im Raum Trofa folgt der Weg streckenweise einer alten Römerstraße. Braga selbst liegt am Fuß bewaldeter Hügel – der höchste Punkt der Strecke liegt bei rund 288 Metern, große Steigungen gibt es nicht.
Mit rund 62 Kilometern auf etwa drei Tagen ist der Weg von der reinen Höhenmeter-Bilanz (↗ 835 m / ↘ 712 m) moderat. Die Schwierigkeit liegt weniger im Gelände als in den langen Etappen und der dünnen Infrastruktur: Wer die Strecke in zwei Tagesabschnitten geht, hat mit rund 27 und 34 Kilometern zwei fordernde Tage vor sich.
Zur Markierung: Diese Variante gehörte lange zu den am wenigsten begangenen portugiesischen Wegen, mit nur spärlicher Beschilderung. Inzwischen haben die portugiesischen Gemeinden entlang des Caminho Português Central – auch auf der Strecke über Braga – gelbe Metallpfeile mit dem Logo der Kulturroute des Europarates angebracht. Karte, GPS-Track und ein Pilgerführer bleiben dennoch empfehlenswert.
Braga ist eine der ältesten Städte Portugals und über Jahrhunderte ein bedeutendes katholisches Zentrum gewesen. Oberhalb der Stadt liegt das Wallfahrtsheiligtum Bom Jesus do Monte, das 2019 zum UNESCO-Welterbe erklärt wurde: ein barocker Sakralberg mit einer monumentalen Zickzack-Treppe, deren Stufen sich über rund 116 Höhenmeter den Hang hinaufziehen, gesäumt von Kapellen, Brunnen und Statuen. Die Anlage zählt zu den eindrucksvollsten Pilgerorten Portugals und ist ein lohnender Abschluss des Weges.
Der Weg endet in Braga, aber die Pilgerreise muss dort nicht aufhören: Ab Braga schließt der Caminho Português Central Richtung Ponte de Lima und weiter über die Grenze nach Santiago de Compostela an. Porto, der Ausgangspunkt, ist seinerseits der große Knoten der portugiesischen Wege – hier treffen der Caminho Português Central und der Küstenweg zusammen.
Die beste Zeit ist Frühling bis Herbst. Plane die beiden langen Etappen sorgfältig und kläre Verpflegung und Übernachtung vorab – auf dieser Variante sind Versorgungspunkte und Herbergen dünner gesät als auf den Hauptrouten. Ein Pilgerausweis (Credencial) für Stempel und Quartiere ist sinnvoll. Karte, GPS-Track und ein aktueller Wegführer helfen über Stellen mit lückenhafter Markierung hinweg.
Portugal ist günstiger als Mittel- und Westeuropa. Rechne grob mit 35–55 € pro Tag für einfache Unterkunft und Verpflegung; günstiger wird es in Pilgerherbergen und mit Selbstversorgung, teurer in Pensionen und Hotels.
Startpunkt ist Porto, Ziel ist Braga – beide sind gut ans portugiesische Bahnnetz angebunden.

A Casa da Sara
Saison unbekannt
A Casinha (VERIFY LOCATION)
Geöffnet
Alado Guesthouse
Saison unbekannt

Albergue de Peregrinos Casa da Roda
Saison unbekanntAlles, was du für den Porto – Braga brauchst, direkt zu dir nach Hause.
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