Schaffhauser-Zürcher-Weg auf der Karte

Schaffhauser-Zürcher-Weg

Der Schaffhauser-Zürcher-Weg führt in 111,6 Kilometern von Blumberg im Schwarzwald-Baar-Kreis über den Randen in die Schweiz, durch Schaffhausen, am Rheinfall vorbei zur Klosterinsel Rheinau, durch Winterthur und das Zürcher Oberland nach Rapperswil-Jona am Zürichsee. Dort mündet er in die Via Jacobi Richtung Einsiedeln. Fünf Etappen, 2.079 Höhenmeter bergauf, höchster Punkt 919 Meter auf dem Randen kurz hinter dem Start. Unterwegs liegen das Münster von Allerheiligen von 1049, ein Kloster auf einer Rheininsel und das Ritterhaus Bubikon, die besterhaltene Johanniterkommende Europas.

1. Juli 202613 Min. Lesezeit
Inhalt

Auf einen Blick

  • Start / Ziel: Blumberg (Baden-Württemberg) / Rapperswil-Jona am Zürichsee; die Camino-Ninja-Karte endet bei km 111,6 in der Altstadt
  • Länge: 111,6 km, davon die ersten rund 6 bis 12 km in Deutschland, der Rest im Kanton Schaffhausen und im Kanton Zürich
  • Dauer: 5 Etappen, Ø gut 22 km; mit Zwischenstopp in Flaach oder Buch am Irchel auch 6 Tage
  • Höhenmeter: ↗ 2.079 m / ↘ 2.367 m
  • Höchster Punkt: 919 m bei km 10,9 auf dem Randen, nahe der Grenze
  • Landschaft: Jurakalk und Magerwiesen auf dem Randen, Rheintal mit Rheinfall und Rheinschleife, Weinbau am Irchel, Wälder um Winterthur, Moorlandschaft am Pfäffikersee, zuletzt Blick auf den Obersee
  • Markierung: in der Schweiz auf den gelb signalisierten Wanderwegen, Muschelzeichen nicht durchgehend
  • Jakobus-Spuren: Graf Eberhard von Nellenburg, Stifter von Allerheiligen, als Santiago-Pilger des 11. Jahrhunderts überliefert; alte Pilgergasthöfe; die Pilgerbrücke von 1358 nach Hurden; Johanniterkommende Bubikon
  • Unterkunft: Jugendherbergen in Schaffhausen und Rapperswil-Jona, Pilgerherberge Rapperswil (25 CHF mit Pilgerpass), sonst B&B, Gasthöfe und Hotels
  • Anschlusswege: Via Jacobi und Via Jacobi Bregenz in Rapperswil-Jona, Thurgauer Klosterweg bis Feuerthalen, Neckar-Baar-Jakobsweg in Blumberg, Lindau – Héricourt zwischen Schaffhausen und Rheinfall
  • Beste Zeit: April bis Oktober; dann sind auch die Pilgerherberge Rapperswil und das Museum im Ritterhaus Bubikon geöffnet

Überblick

Der Schaffhauser-Zürcher-Weg ist ein Zubringer, und zwar ein ehrlicher: Er verbindet den Süden Baden-Württembergs mit dem Schweizer Pilgernetz und endet nicht in Santiago, sondern in Rapperswil, wo die Via Jacobi über den Zürichsee nach Einsiedeln weiterzieht. Dazwischen liegt in fünf Tagen eine erstaunliche Dichte: das Münster von Allerheiligen in Schaffhausen, der Rheinfall, das Barockkloster auf der Insel von Rheinau, die Altstadt von Winterthur, die Kyburg und zuletzt das Ritterhaus Bubikon. Der Weg wurde erst 2015 als durchgehende Route eröffnet; die Initianten um Leo Schmid fanden die alte Trasse unter anderem über Wirtshausschilder – „Engel“, „Sternen“ und „Dreikönige“ waren einst Pilgerherbergen.

Gleich am Start steht eine Pointe der Eisenbahngeschichte. Die Sauschwänzlebahn, deren Viadukt du bei Epfenhofen siehst, wurde bis 1890 mit Kehrschleifen und Tunneln durch den Schwarzwaldrand gebaut, weil sie ausdrücklich nicht über Schweizer Territorium führen durfte – ein Militärprojekt gegen die Abkürzung durchs Nachbarland. Du gehst zwei Stunden später einfach hinüber. Ehrlich gesagt ist das Zürcher Mittelland danach kein Wildnisweg: Ab Winterthur wird es dichter besiedelt, und manches Stück führt über Asphalt und an Bahngleisen entlang.

Andere Namen

Auf Camino Ninja heißt der Weg Schaffhauser-Zürcher-Weg, so führen ihn auch die Wegbeschreibungen der Schweizer Jakobswege. Bei der Eröffnung und in der Wegleitung des Vereins ist kürzer vom Zürcherweg die Rede, die Broschüre trägt den Titel „Jakobsweg Blumberg – Schaffhausen – Rapperswil“. Französischsprachige Vereinsseiten nennen ihn einen der Zubringer der Chemins de Compostelle en Suisse. Weil die ersten Kilometer bis Schaffhausen mit dem Thurgauer Klosterweg identisch sind, liest man in Etappenportalen auch den Doppelnamen Zürcher- und Klosterweg für den Abschnitt Blumberg–Schaffhausen.

Für wen ideal – und für wen eher nicht

Ideal, wenn du aus Süddeutschland zu Fuß in die Schweiz und weiter Richtung Einsiedeln willst, ohne erst an den Bodensee zu fahren. Ideal, wenn du in einer Woche viel sehen willst: zwei Klosterstädte, einen Wasserfall, zwei Burgen, eine Komturei und am Ende einen See. Und ideal als Probeweg vor einer längeren Pilgerreise, weil fast jeder Etappenort einen Bahnhof hat und du jederzeit abbrechen kannst.

Ehrlich gesagt ist er aber nichts für dich, wenn du ein Netz von Pilgerherbergen erwartest: Außer in Rapperswil gibt es keine eigene Herberge, du schläfst in Jugendherbergen, B&B und Gasthöfen und bezahlst Schweizer Preise. Nichts für dich, wenn du Einsamkeit suchst – nach dem Randen und dem Irchel wird das Land zwischen Winterthur und Wetzikon zur Agglomeration. Und nichts für dich, wenn dir die Muschel an jeder Wegkreuzung wichtig ist: In der Schweiz folgst du über weite Strecken den gelben Wanderwegweisern und brauchst Karte oder App.

Streckenverlauf & Landschaft

Blumberg bis Rheinau (km 0–37,1): Von der Pfarrkirche in Blumberg führt der Weg ostwärts über Epfenhofen (km 3,9) auf den Randen, ein Kalkplateau des Tafeljura mit Magerwiesen und Buchenwald. Bei Kilometer 10,9 erreichst du den höchsten Punkt mit 919 Metern, irgendwo zwischen Kilometer 6 und 12 überquerst du ohne Schlagbaum die Grenze. Der Abstieg führt an Hemmental vorbei – der Ort liegt knapp einen Kilometer neben der Trasse – hinunter nach Schaffhausen (km 25,3). Dort geht es über den Rhein nach Feuerthalen (km 26,0) und Flurlingen (km 28,3) am Zürcher Ufer flussabwärts zum Rheinfall; Neuhausen (km 30,3) liegt gegenüber, gut 700 Meter neben dem Weg. Nach weiteren sieben Kilometern erreichst du Rheinau (km 37,1), wo der Rhein eine doppelte Schleife um die Klosterinsel zieht.

Rheinau bis Rapperswil-Jona (km 37,1–111,6): Der Rhein bleibt zurück, der Weg zieht durch das Zürcher Weinland über Flaach (km 47,2) auf den Irchel nach Buch am Irchel (km 51,8, 533 m) und über Neftenbach (km 57,2) nach Winterthur (km 63,8), dessen Zentrum gut 600 Meter neben der Trasse liegt. Hinter der Stadt geht es durch die Wälder des Eschenbergs zur Kyburg und hinauf ins Zürcher Oberland: Russikon (km 82,7, 621 m), Pfäffikon (km 87,6) am Pfäffikersee, an Wetzikon (km 93,8) und Grüt vorbei nach Bubikon (km 104,3) mit dem Ritterhaus. Die letzten sieben Kilometer fallen über Kempraten zum Obersee nach Rapperswil-Jona (km 111,4) ab; die Karte endet bei km 111,6.

Etappen, Gelände & Schwierigkeit

Wir zeigen den Weg in 5 Etappen, die der Einteilung der Vereins-Wegleitung folgen. Kilometer aus der Camino-Ninja-Karte, exakt auf 111,6 km kalibriert. Die kurze zweite Etappe ist Absicht und lässt Zeit für den Rheinfall und die Klosterinsel. Wer lieber kürzer geht, teilt die dritte Etappe in Flaach oder Buch am Irchel.

  1. Blumberg → Schaffhausen (25,3 km) — die Bergetappe: über Epfenhofen auf den Randen bis 919 m, Grenze, langer Abstieg nach Schaffhausen; wenig Einkehr unterwegs.
  2. Schaffhausen → Rheinau (11,8 km) — flach am Rhein über Feuerthalen und Flurlingen zum Rheinfall und weiter zur Klosterinsel.
  3. Rheinau → Winterthur (26,7 km) — durch das Weinland über Flaach, auf den Irchel und über Neftenbach in die Stadt; die längste Etappe.
  4. Winterthur → Pfäffikon (23,8 km) — über den Eschenberg zur Kyburg und durch Hügelland über Russikon an den Pfäffikersee.
  5. Pfäffikon → Rapperswil-Jona (24,0 km) — am Pfäffikersee entlang, über Wetzikon und Bubikon mit dem Ritterhaus an den Zürichsee.

Technisch ist nichts schwierig, die Wege sind breit und meist gut begehbar. Anstrengend ist der erste Tag: Er bringt den größten Teil der Steigung, und auf dem Randen gibt es lange keine Einkehr. Danach summieren sich die Höhenmeter eher in vielen kleinen Wellen. Rund ein Drittel der Strecke läuft laut den Etappenbeschreibungen auf Asphalt oder Fahrstraßen, vor allem in den Ortsdurchgängen um Winterthur und Wetzikon.

Der Prior von Bubikon schaffte sein Kloster ab – und schrieb danach die Schweiz auf

Das Ritterhaus Bubikon, sieben Kilometer vor dem Ziel, gilt als die besterhaltene Kommende des Johanniterordens in Europa. Gegründet wurde es zwischen 1191 und 1198, traditionell gilt 1192 als Gründungsjahr: Freiherr Diethelm V. von Toggenburg schenkte dem Orden umstrittene Güter, offenbar auch, um einen Streit loszuwerden; als Mitstifter wird der Vogt Rudolf von Rapperswil genannt – der Herr jener Stadt, in der dein Weg endet. Belegt ist die Stiftung durch zwei undatierte Urkunden und ein Stifterbild mit der Jahreszahl 1192. Der Orden selbst war als Pilgerspital entstanden, als „Spital des Heiligen Johannes jenseits des Meeres“ in Jerusalem, und auch in Bubikon gehörte die Versorgung der Armen zum Auftrag.

Die eigentliche Geschichte beginnt 1522. Da wird Johannes Stumpf, ein junger Johanniter aus Bruchsal, Prior in Bubikon. Er schließt sich Zwingli an, im Frühjahr 1525 wird das Haus geplündert, Stumpf betreibt die Säkularisierung seines eigenen Konvents, 1528 ist er aufgelöst, 1529 heiratet der Prior. Und dann tut er, wofür man ihn bis heute kennt: In Bubikon schreibt er an einer Chronik der Eidgenossenschaft, eine Handschrift von 1535 trägt den Ortsnamen „Bubickon“. 1547/48 erscheint in Zürich seine „Gemeiner loblicher Eydgnoschafft Stetten, Landen vnd Völckeren Chronick“ in zwei Bänden mit rund 400 Holzschnitten, das erste große Landes- und Geschichtsbuch der Schweiz. Der Mann, der sein Kloster abschaffte, hat der Schweiz ihr Gedächtnis geschrieben.

Die Kommende überlebte als Verwaltungssitz, bis der Großprior sie 1789 für 100.000 Gulden an Hans Georg Escher verkaufte, der sie 1790 für 108.241 Gulden an Zürich weiterreichte. Seit 1936 kümmert sich die Ritterhausgesellschaft um die Gebäude, seit 1941 ist hier ein Museum. Praktisch heißt das: Plane die letzte Etappe so, dass du am Nachmittag in Bubikon bist. Das Museum hat vom 1. April bis 31. Oktober geöffnet, dienstags bis freitags 13–17 Uhr, am Wochenende 10–17 Uhr, Eintritt 10 CHF (ca. 11 €) (Stand: Oktober 2026). Zu sehen sind die Kapelle mit Wandmalereien, eine Münzsammlung des Ordens und ein Kräutergarten nach mittelalterlichem Vorbild.

Highlights am Weg

  • Epfenhofer Viadukt (km 3,9) — 264 Meter lange, 34 Meter hohe Stahlbrücke der Sauschwänzlebahn, 1888/89 gebaut; die Strecke wurde 1890 eröffnet und fährt seit 1977 als Museumsbahn.
  • Randen (km 5,5–18,9) — Kalkplateau an der Grenze, höchster Punkt des Weges mit 919 m bei km 10,9; nebenan steht auf der Hagen mit 912 m der höchste Punkt des Kantons Schaffhausen.
  • Allerheiligen in Schaffhausen (km 25,3) — 1049 von Graf Eberhard von Nellenburg gegründetes Benediktinerkloster, romanisches Münster, Kreuzgang mit Stiftergrab, Museum; im Garten die Schillerglocke von 1486.
  • Munot (km 25,3) — Rundfestung über der Altstadt, 1564 bis 1589 nach Ideen Albrecht Dürers gebaut; jeden Abend um 21 Uhr läutet der Munotwächter das Glöcklein.
  • Rheinfall (km 30,3) — 23 Meter hoch, 150 Meter breit, im Sommer rund 600 Kubikmeter pro Sekunde; vom Zürcher Ufer aus bei Schloss Laufen besonders nah.
  • Klosterinsel Rheinau (km 37,1) — Benediktinerabtei, um 778 gegründet, Barockkirche von 1710 mit Doppelturmfassade; 1862 aufgehoben, 1867 bis 2000 psychiatrische Klinik, seit 2014 Musikinsel.
  • Winterthur (km 63,8) — um 1200 von den Grafen von Kyburg gegründet, Stadtkirche St. Laurentius und eine Reihe bedeutender Kunstmuseen.
  • Schloss Kyburg (Etappe 4) — 1079 erstmals erwähnt, ab 1264 habsburgisch, ab 1424 zürcherisch; seit 1865 Museum, das erste Burgmuseum der Schweiz.
  • Pfäffikersee (km 87,6–93,8) — Moorlandschaft; in Robenhausen entdeckte Jakob Messikommer 1858 die Pfahlbausiedlung, seit 2011 UNESCO-Welterbe.
  • Ritterhaus Bubikon (km 104,3) — Johanniterkommende von 1192, Museum mit Kapelle und Kräutergarten.
  • Rapperswil (km 111,4) — Schloss aus dem frühen 13. Jahrhundert, seit 1870 Sitz des Polenmuseums, Altstadt am See.

Die Brücke von 1358: wo dein Weg an die Via Jacobi übergibt

Dass Rapperswil ein Pilgerknoten ist, hat einen Bauherrn. Am 24. Juli 1358 ließ Herzog Rudolf IV. von Österreich die ersten Eichenpfähle in den Seegrund rammen, zwei Jahre später war eine rund 1,4 Kilometer lange Holzbrücke nach Hurden fertig. Händler nutzten sie ebenso wie die Wallfahrer nach Einsiedeln und die Jakobspilger auf dem Weg nach Santiago. Die losen Bretter waren absichtlich nicht festgenagelt: Ein Sturm sollte nur Planken mitnehmen, nicht die Brücke. 1551 kam das steinerne Heilig Hüsli dazu, eine Brückenkapelle; 1878 ersetzte der Seedamm die Brücke, und die Kapelle stand 123 Jahre lang allein im Wasser. Seit dem 6. April 2001 führt wieder ein 841 Meter langer Holzsteg hinüber.

Für dich heißt das: Dein Weg endet in Rapperswil, aber der nächste Schritt ist schon gebaut. Wer am Ziel noch Kraft hat, geht abends die paar Minuten zum Holzsteg und schaut, wo es morgen weitergeht – über den See, am Heilig Hüsli vorbei, nach Hurden.

Wie Pilger auf diesen Weg gelangen

Die meisten kommen aus dem Norden, und zwar über Blumberg. Hier enden oder kreuzen zwei Wege:

  • Neckar-Baar-Jakobsweg — von Horb am Neckar über Rottweil und die Baar; wer ihn geht, kann in Blumberg nahtlos weiterlaufen.
  • Thurgauer Klosterweg — das Geschwister ab Blumberg: bis Feuerthalen dieselbe Trasse, dann ostwärts durch den Thurgau zur Johanniterkommende Tobel.

In Schaffhausen und am Rheinfall kreuzt der Weg außerdem den Jakobsweg Lindau – Héricourt, der dem Hochrhein von Konstanz nach Basel folgt; zwischen Schaffhausen und Neuhausen teilen sich beide ein paar Kilometer am Fluss. Wer von dort nach Einsiedeln statt nach Basel will, wechselt in Schaffhausen auf diesen Weg.

Weiterpilgern?

Ja, und das ist der Sinn dieses Weges. In Rapperswil-Jona triffst du auf die Via Jacobi, den Schweizer Hauptweg vom Bodensee über Einsiedeln nach Genf, wo der Anschluss an die französischen Wege liegt. Die nächste Etappe führt über den Holzsteg nach Hurden und über den Etzel ins Klosterdorf Einsiedeln. Ebenfalls in Rapperswil-Jona endet die Via Jacobi Bregenz aus dem Appenzellerland, du wirst also ab hier selten allein gehen.

Bis Santiago de Compostela sind es von Rapperswil aus noch rund 2.000 Kilometer, so rechneten es die Initianten bei der Eröffnung. Wer nicht so weit will: Einsiedeln ist für viele Schweizer Pilger das erste große Ziel, zwei Tage hinter dem See.

Vorbereitung & Praktisches

Pilgerausweis und App. Wie auf allen Schweizer Jakobswegen brauchst du einen Pilgerausweis (Credencial), um in der Pilgerherberge zu übernachten und deinen Weg zu dokumentieren; zählt die Compostela in Santiago für dich, sammelst du damit ab hier deine Stempel. Am besten bestellst du ihn schon vorab online, damit er rechtzeitig zum Start deiner Reise bei dir ist – beim Verein Jakobsweg Schweiz – Compostelle Suisse kostet er 12 CHF (ca. 13 €) (Stand: Oktober 2026). Stempel gibt es in mehreren Kirchen am Weg und in den Unterkünften. Mit der Camino Ninja App hast du Karte und Track offline dabei; am einfachsten planst du den Weg direkt in der App, in der du deine Etappen zusammenstellst und passende Unterkünfte gleich mit einplanst.

Unterkunft. Eine echte Pilgerherberge gibt es nur am Ziel: die Pilgerherberge Rapperswil an der Seestrasse 5, ein Schlafraum mit 12 Betten, geöffnet vom 1. April bis 31. Oktober, Ankunft 16 bis 19 Uhr, nur Barzahlung in CHF, keine Hunde. Dazwischen findest du Jugendherbergen in Schaffhausen und Rapperswil-Jona, B&B in Flaach, Buch am Irchel, Wetzikon, Grüt und Bubikon sowie Hotels in Schaffhausen und Winterthur; die reformierte Kirche Pfäffikon vermittelt Pilgerunterkünfte. In Rheinau und auf dem Randen ist das Angebot klein – reserviere vorab.

Jahreszeit und Grenze. Gut gehen lässt sich der Weg von April bis Oktober; auf dem Randen kann im März und November noch Schnee liegen. An der Grenze gibt es keine Kontrollen, trotzdem gehört ein Ausweis ins Gepäck, und du brauchst Franken oder eine Karte, die in der Schweiz funktioniert.

Was dich der Weg kostet

Die Schweiz ist teuer, und das merkst du ab Kilometer 12. Die Pilgerherberge Rapperswil kostet 25 CHF (ca. 26 €) mit Pilgerpass, 35 CHF (ca. 37 €) ohne, Schlafsackmiete 3 CHF (ca. 3 €). B&B und Privatzimmer am Weg liegen meist bei 30–80 CHF (ca. 32–84 €) pro Person, in Winterthur gibt es Hostelbetten ab 35,50 CHF (ca. 37 €), Hotels in Schaffhausen, Winterthur und Rapperswil beginnen bei 80 CHF (ca. 84 €) aufwärts (alle Stand: Oktober 2026). Eintritte: Ritterhaus Bubikon 10 CHF (ca. 11 €).

Rechne mit 80–130 CHF (ca. 84–140 €) pro Tag für Bett, Frühstück, Mittagessen aus dem Supermarkt und ein warmes Abendessen; mit Jugendherberge und Selbstversorgung kommst du mit 60–80 CHF (ca. 63–84 €) aus. Ehrlich gesagt ist der erste Abend in Blumberg der günstigste der Woche – dort zahlst du noch in Euro.

Anreise

Zum Start. Blumberg erreichst du mit dem Ringzug (Linie RB 43) über Donaueschingen oder Immendingen bis zum Bahnhof Blumberg-Zollhaus, von dort mit dem Bus in die Stadt. Im Sommerhalbjahr fährt zusätzlich die Sauschwänzlebahn als Museumsbahn von Weizen nach Blumberg-Zollhaus. Aus der Schweiz kommst du am einfachsten über Schaffhausen und mit dem Bus nach Blumberg.

Vom Ziel. Rapperswil-Jona ist ein Knoten der Zürcher S-Bahn mit direkten Zügen nach Zürich, Winterthur und St. Gallen; nach Zürich bist du rund eine halbe bis dreiviertel Stunde unterwegs. Da fast jeder Etappenort einen Bahnhof hat, kannst du den Weg auch in Tagesabschnitten gehen.

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