Der Camino Primitivo ist der älteste Jakobsweg – rund 310 km von Oviedo durch die Berge Asturiens und Galiciens nach Santiago de Compostela, ursprünglich, einsam und landschaftlich grandios.

Der Camino Primitivo ist der „ursprüngliche“ Jakobsweg – der älteste von allen. Schon im 9. Jahrhundert soll König Alfonso II. von Oviedo aus zum Grab des Apostels gepilgert sein. Auf rund 310 Kilometern führt der Weg durch das Bergland Asturiens und Galiciens nach Santiago de Compostela.
Er richtet sich an Pilger, die Ursprünglichkeit und Natur über Komfort stellen: weniger Menschen, kleinere Dörfer, dafür Ruhe und großartige Bergpanoramen. Dafür ist er fordernder als die großen Hauptwege.
Bei Melide trifft der Primitivo auf den Camino Francés und teilt mit ihm die letzten Etappen nach Santiago.
Je nach Sprache trägt der Weg verschiedene Namen:
Der Camino Primitivo belohnt erfahrene Wanderer, die Einsamkeit, Natur und Höhenmeter lieben. Wer dagegen seinen ersten Camino geht, viel Infrastruktur braucht oder Berge meiden möchte, ist auf dem Francés besser aufgehoben – der Primitivo verlangt Kondition und etwas Planung. Genau diese Wildheit ist für viele aber der Grund, ihn zu wählen.
Der Weg beginnt in Oviedo, der Hauptstadt Asturiens, und steigt rasch ins grüne Bergland auf. Über Grado, Salas und Tineo geht es durch Wälder, über Pässe und durch kleine Bergdörfer. Ein landschaftliches Highlight ist die hochgelegene Hospitales-Route über kahle Höhenrücken – bei gutem Wetter spektakulär, bei Nebel anspruchsvoll.
In Galicien wird es sanfter: Über Lugo mit seiner vollständig erhaltenen römischen Stadtmauer führt der Weg weiter, bis er bei Melide auf den Camino Francés trifft und mit ihm Santiago de Compostela erreicht.
Je nach Tempo gliedert sich der Camino Primitivo in etwa 11 bis 14 Etappen. Auf vergleichsweise kurzer Strecke summieren sich über 10.000 Höhenmeter im Anstieg – das macht ihn zu einem der anspruchsvollsten Jakobswege.
Es geht stetig bergauf und bergab, oft auf schmalen Pfaden. Trittsicherheit und eine solide Grundkondition sind wichtig, besonders auf der Hospitales-Variante. Dafür ist der Weg technisch nicht schwierig – wer Ausdauer mitbringt, wird belohnt.
Die beste Zeit für den Primitivo sind Mai/Juni und September: mildes Wetter und gut begehbare Bergpfade. Im Hochsommer kann es heiß sein, im Winter und bei Nebel ist besonders die Hospitales-Route nicht zu unterschätzen.
Plane deine Unterkünfte vorausschauender als auf dem Francés – das Herbergsnetz ist dünner und die Orte liegen weiter auseinander. Am bequemsten planst du Etappen und Übernachtungen direkt in der Camino-Ninja-App, mit der du deine Etappen zusammenstellst und passende Unterkünfte gleich mit einplanst.
Den Pilgerausweis (Credencial) brauchst du, um in den Herbergen zu übernachten und am Ende die Compostela zu erhalten. Am besten bestellst du ihn schon vorab online, damit er rechtzeitig zum Start deiner Reise bei dir ist.
Der Camino Primitivo ist moderat im Preis: Öffentliche Pilgerherbergen sind günstig, allerdings seltener als auf dem Francés, sodass du häufiger auf private Albergues oder Pensionen ausweichst. In den kleinen Bergdörfern ist die Auswahl begrenzt – wer flexibel plant und früh ankommt, fährt am entspanntesten.
Der Startpunkt Oviedo ist gut erreichbar: Der Flughafen Asturias liegt in der Nähe, und per Bahn und Fernbus ist die Stadt mit dem übrigen Spanien verbunden. Wer von weiter her oder aus Übersee anreist, fliegt meist über Madrid oder Bilbao an. Am Ziel hat Santiago de Compostela einen eigenen Flughafen mit Verbindungen in viele europäische Städte; zusätzlich bringen dich Bahn und Fernbus zurück.
Nützliche Links für die Anreise:

A Casa do Horréo
Saison unbekannt
A Concha
Saison unbekannt
A Concha
Saison unbekannt
AC Hotel Oviedo Fórum by Marriott
Saison unbekannt
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