Vom Schwarzwald in den Thurgau: rund 80 Kilometer von Blumberg über Schaffhausen durch sanftes Hügelland nach Tobel – ein stiller Jakobsweg durch die Thurgauer Klosterlandschaft.
Der Thurgauer Klosterweg beginnt in Blumberg im deutschen Schwarzwald, überquert bei Schaffhausen den Rhein und führt dann in den Kanton Thurgau. Über Stammheim und Frauenfeld geht es durch sanftes, hügeliges Kulturland bis nach Tobel.
Es ist ein ruhiger, überschaubarer Weg, der zusammen mit dem Schaffhauser-Zürcher-Weg auf der gemeinsamen Strecke Blumberg–Schaffhausen startet und sich danach als „Klosterweg" Richtung Thurgau abzweigt.
Ideal, wenn du einen kurzen, sanften Jakobsweg abseits der großen Routen suchst – durch stille Thurgauer Landschaft, mit Klöstern und Kirchen am Weg, in nur wenigen Tagen machbar.
Weniger geeignet, wenn du Hochgebirge, dramatische Pässe oder viel Pilgerbetrieb erwartest: Der Weg führt durch gepflegtes Hügelland und kleine Orte.
Von Blumberg im Schwarzwald führt der Weg über den Hohen Randen zur Schweizer Grenze und nach Schaffhausen am Rhein. Von dort geht es als Klosterweg über Stammheim nach Frauenfeld, dem Thurgauer Kantonshauptort an der Thur.
Die Schlussetappe von Frauenfeld nach Tobel führt durch sanftes Hügelland – vorbei am Aussichtspunkt Stählibuck, am Schloss Sonnenberg und durch Lommis mit seiner St.-Jakob-Kirche.
Mit rund 80 Kilometern und etwa 1.500 Höhenmetern im Aufstieg ist der Thurgauer Klosterweg sanft und in etwa 3–4 Tagen gut machbar. Die Etappen laut Wegbeschreibung: Blumberg–Schaffhausen (rund 27 km), Schaffhausen–Stammheim (rund 21 km), Stammheim–Frauenfeld (rund 15 km) und Frauenfeld–Tobel (rund 17 km). Der höchste Punkt liegt bei etwa 919 Metern; das Gelände ist überwiegend hügelig.
Seinen Namen verdankt der Weg den geistlichen Stätten im Thurgau. Ziel der Strecke ist Tobel mit der Johanniter-Komturei – einer ehemaligen Niederlassung des Johanniterordens. Unterwegs liegt in Lommis die St.-Jakob-Kirche, ein passender Zwischenhalt auf einem Jakobsweg.
Der Thurgauer Klosterweg endet in Tobel und ist als Zubringer angelegt: Bei Fischingen trifft er auf den Schwabenweg (Konstanz–Rapperswil–Einsiedeln), der zur Schweizer Hauptachse Via Jacobi und zur Pilger-Drehscheibe Einsiedeln führt. Von dort geht es weiter Richtung Genf und über die Via Gebennensis nach Frankreich.
Die beste Zeit ist Frühling bis Herbst. Übernachtet wird in Pensionen, Gasthöfen und Pilgerquartieren – ein Pilgerausweis ist für Stempel und Quartiere sinnvoll. Der Weg ist als Via Jacobi in der Schweiz mit der Nummer 4 signalisiert.
Die Schweiz ist teuer. Rechne pro Tag grob mit 60–100 € für Unterkunft und Verpflegung; einfache Quartiere und Selbstversorgung senken die Kosten.
Startpunkt ist Blumberg im Schwarzwald; das Ziel Tobel liegt im Thurgau und ist über das Schweizer Bahnnetz erreichbar.
Die Schweizer Jakobswege werden vom Verein Jakobsweg Schweiz – Compostelle Suisse betreut (bis 2026 „jakobsweg.ch“, nach der Fusion mit „Les Amis“ umbenannt). Der Verein markiert und pflegt die Wege, bildet Pilgerbegleiter aus und gibt Wegbroschüren sowie den Pilgerausweis heraus.

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