Quer durch Sachsen: rund 308 Kilometer von Bautzen über Dresden, Chemnitz und Zwickau bis Hof – der Sächsische Jakobsweg auf der historischen Frankenstraße, durchgehend mit der Muschel markiert.
Der Sächsische Jakobsweg verbindet auf rund 308 Kilometern die Oberlausitz mit dem oberfränkischen Hof. Er beginnt in Bautzen und zieht quer durch Sachsen – über Dresden, Freiberg, Chemnitz und Zwickau – bis nach Hof an der bayerischen Grenze.
Der Weg folgt der historischen Frankenstraße, einer alten Ost-West-Verbindung, und ist durchgehend mit dem internationalen Jakobsweg-Logo (Muschel) markiert. Betreut wird er vom Verein „Sächsischer Jakobsweg an der Frankenstraße e.V.“, der Pilgerführer, Pilgerausweis und ein Unterkunftsverzeichnis herausgibt.
Es ist ein mittellanger Weg durch sächsische Kulturlandschaft – mit Großstädten wie Dresden und Chemnitz, kleineren Orten des Erzgebirgsvorlands und ruhigem Hügelland im Vogtland.
Der betreuende Verein trägt den Zusatz „an der Frankenstraße“ – nach der historischen Straße, der der Weg über weite Strecken folgt.
Ideal, wenn du einen gut markierten, gut erreichbaren Pilgerweg in Deutschland suchst, der Großstädte wie Dresden und Chemnitz mit stillem Hügelland verbindet – machbar in etwa zwei Wochen und mit einem eigenen Pilgerverein im Rücken.
Weniger geeignet, wenn du Hochgebirge und große Einsamkeit suchst: Der Weg führt durch Kulturlandschaft, an Städten und Ortschaften entlang, mit nur mäßigen Höhenunterschieden. Auf einzelnen Etappen sind auch Straßenabschnitte dabei.
Der Weg startet in Bautzen und führt über Göda, Demitz-Thumitz und Bischofswerda westwärts nach Dresden. Von dort geht es über Pesterwitz und Grumbach weiter nach Freiberg, über Oederan und Flöha nach Chemnitz.
Hinter Chemnitz zieht der Weg über Stollberg und Oelsnitz/Erzgebirge ins Erzgebirgsvorland und erreicht Zwickau. Der letzte Abschnitt führt über Treuen, Oelsnitz im Vogtland und Triebel durch das Vogtland bis nach Hof an der bayerischen Grenze.
Mit rund 308 Kilometern und etwa 3.661 Höhenmetern im Aufstieg (höchster Punkt rund 627 m) ist der Sächsische Jakobsweg überwiegend sanft hügelig – in etwa 14–15 Tagen gut machbar. Der betreuende Verein gliedert den Weg in viele kurze Tagesabschnitte von meist 6 bis 16 Kilometern.
Der Weg ist durchgehend mit dem Muschel-Logo markiert; das Zentrum der Muschel zeigt die Laufrichtung an. Übernachtet wird in Pilgerherbergen, pilgerfreundlichen Unterkünften, Pensionen und Quartieren entlang der Strecke.
Der Sächsische Jakobsweg folgt der historischen Frankenstraße, einer alten Fernverbindung durch Sachsen. Sein Trägerverein heißt deshalb „Sächsischer Jakobsweg an der Frankenstraße e.V.“ und hat den Weg über Jahre erforscht, markiert und mit Infrastruktur ausgestattet. Der Pilgerausweis gilt nach Vereinsangabe auch für alle anderen Wege in Deutschland; in Bautzen teilen sich Via Regia und Sächsischer Jakobsweg ein gemeinsames Pilgerbüro an der Hammermühle.
Der Sächsische Jakobsweg endet in Hof. Dort schließt der Jakobsweg Oberfranken (Hof → Nürnberg) an, über den sich der Weg ins süddeutsche Jakobswegenetz fortsetzen lässt. Bereits ab Zwickau verläuft zudem der Jakobsweg Via Imperii über Reichenbach und Plauen nach Hof.
Die beste Zeit ist Frühling bis Herbst. Übernachtet wird in Pilgerherbergen, pilgerfreundlichen Unterkünften und Pensionen entlang der Strecke. Ein Pilgerausweis ist auf diesem Weg sinnvoll und teils nötig, um in private Pilgerherbergen eingelassen zu werden; er ist beim Verein und an Auslagestellen gegen eine Spende erhältlich.
Deutschland ist teurer als Spanien. Rechne pro Tag grob mit 45–75 € (Pensionen und pilgerfreundliche Unterkünfte), plus Verpflegung (Stand: Juni 2026); einfache Pilgerquartiere und Selbstversorgung senken die Kosten.
Startpunkt ist Bautzen, Ziel ist Hof – beide sind ans Bahnnetz angebunden.
Weg und Infrastruktur betreut vom Verein Sächsischer Jakobsweg an der Frankenstraße e.V.: saechsischer-jakobsweg.de.



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