Der östliche Pyrenäen-Zugang zum Camino: rund 165 Kilometer vom Grenzpass Somport über Jaca bis nach Puente la Reina, wo der Weg auf den Camino Francés trifft.

Der Camino Aragonés ist der östliche Pyrenäen-Zugang zum spanischen Wegenetz. Er beginnt oben am Grenzpass Somport (1.632 m), wo die Pilger der französischen Wege von Arles und aus dem Süden Frankreichs nach Spanien herüberkommen. Von dort führt er hinab durch das Tal des Río Aragón, vorbei an Jaca und dem Felsenkloster San Juan de la Peña, bis nach Puente la Reina – wo er auf den Camino Francés trifft.
Mit rund einer Woche ist der Aragonés kurz, aber landschaftlich intensiv: hochalpiner Auftakt, tiefe Täler, romanische Kirchen und am Ende die berühmte Pilgerbrücke von Puente la Reina, an der sich die Wege aus Frankreich vereinen.
Der Weg ist die spanische Fortsetzung der Pilgerrouten, die in Frankreich über Arles und den Somport-Pass führen.
Ideal, wenn du einen ruhigeren, dramatischeren Einstieg in den Camino Francés suchst als den überlaufenen Start in Saint-Jean-Pied-de-Port. Wer Berge, Stille und Geschichte mag und vom französischen Arles-Weg kommt, ist hier genau richtig.
Weniger geeignet, wenn du gleich den vollen Pilgertrubel willst oder Höhenmeter scheust: Der Abstieg vom Somport ist lang, und einige Etappen sind dünn besiedelt.
Vom Somport geht es zunächst steil bergab durch das Hochtal von Canfranc und Villanúa nach Jaca, der alten Hauptstadt des Königreichs Aragón. Weiter folgt der Weg dem Río Aragón durch ein weites, trockeneres Tal.
Über die Hügel Navarras erreicht der Weg Sangüesa und schließlich Puente la Reina, wo die berühmte mittelalterliche Brücke über den Arga den Zusammenfluss mit dem Camino Francés markiert.
Der Aragonés ist kurz (rund 6–8 Tage), aber mit fast 3.150 Abstiegsmetern fordernd in den Knien – der lange Abstieg vom Somport will gut dosiert sein. Danach wird es flacher. Markierung und Versorgung sind solide, aber dünner als auf dem Camino Francés.
Etwas abseits, aber den Umweg wert: Das Kloster San Juan de la Peña schmiegt sich unter einen gewaltigen Felsüberhang in den Berg. Es gilt als Wiege des Königreichs Aragón und ist der Legende nach einer der Orte, an denen der Heilige Gral verwahrt worden sein soll.
Der romanische Kreuzgang unter dem überhängenden Fels ist einer der eindrucksvollsten Orte des ganzen Weges.
Der Camino Aragonés endet nicht in Santiago, sondern in Puente la Reina – dort, wo er auf den Camino Francés trifft. Von hier sind es noch rund 700 Kilometer auf dem Camino Francés bis Santiago de Compostela. Viele gehen den Aragonés genau deshalb: als ruhigen, bergigen Auftakt, bevor sie sich in den großen Strom des Camino Francés einreihen.
Die beste Zeit ist spätes Frühjahr bis Herbst; am Somport kann bis in den Mai Schnee liegen. Übernachtet wird in Albergues und kleinen Pensionen. Wie auf allen spanischen Wegen brauchst du einen Pilgerausweis (Credencial).
Rechne pro Tag grob mit 25–40 €. Albergues kosten meist 8–15 €, dazu Verpflegung. Wer in Pensionen schläft, zahlt mehr.
Startpunkt ist der Somport-Pass. Anreise meist über Jaca oder die französische Seite (Oloron-Sainte-Marie).

Albergue A'Noguera
Saison unbekannt



Albergue de los Padres Reparadores
Saison unbekannt
Albergue de Peregrinos de Arres
Saison unbekanntAlles, was du für den Camino Aragonés brauchst, direkt zu dir nach Hause.
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