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Neckar-Baar-Jakobsweg

Vom Neckartal an den Rhein: Der Neckar-Baar-Jakobsweg führt in 7 Etappen und rund 143 Kilometern von Horb am Neckar auf der Trasse einer alten Römerstraße nach Rottweil, hinauf auf die Baar-Hochebene und über den einsamen Randen nach Schaffhausen in die Schweiz. Dass hier schon im Mittelalter viele gingen, ist aktenkundig: 1417 ließ die Reichsstadt Rottweil durchziehende Pilger in ihrem Spital verpflegen. 2007 haben vier Landkreise die Route neu ausgewiesen — bahnnah, mittelschwer und angenehm leer.

23. August 202613 Min. Lesezeit
Inhalt

Auf einen Blick

  • Start / Ziel: Horb am Neckar (Liebfrauenkirche; Faltblatt-Start am Marktplatz Rottenburg) → Schaffhausen (Schweiz)
  • Länge: ca. 143 km
  • Etappen: 7 (12–28 km pro Tag)
  • Dauer: 7 Tage — rund 39 Stunden reine Gehzeit
  • Höchster Punkt: knapp über 900 m
  • Schwierigkeit: mittelschwer — keine alpinen Passagen, aber zwei fordernde Etappen
  • Markierung: gelbe stilisierte Jakobsmuschel auf blauem Grund, nur Richtung Süden; ab der Grenze gelbe Schweizer Wanderwegzeichen
  • Landschaft: Neckartal, Schwarzwälder Vorbergzone, Baar-Hochebene, Randen
  • Anschlüsse: Abzweig Himmelreich Jakobsweg in Hüfingen; ab Schaffhausen der Schaffhauser-Zürcher Weg

Überblick

Der Neckar-Baar-Jakobsweg verbindet in 7 Etappen und rund 143 Kilometern das Neckartal mit dem Rhein: von Horb am Neckar flussaufwärts nach Rottweil — „nahezu durchgehend“ auf der Trasse der alten Römerstraße, die die älteste Stadt Baden-Württembergs begründete —, dann hinauf auf die Baar, die Hochebene zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb, und zuletzt über das einsame Randen-Hügelland nach Schaffhausen in die Schweiz, wenige Kilometer vom Rheinfall. Vier Naturräume, eine Woche, keine Pässe — aber auch nie langweilig flach.

Dass diese Achse ein Pilgerkorridor war, steht in den Akten einer Reichsstadt: 1417 ordnete Rottweil an, durchziehende Pilger in seinem Spital zu verpflegen — und eine Stadt beschließt so etwas nicht für Einzelreisende, sondern weil es zu viele wurden. 2007 haben vier Landkreise den Weg „auf alten Pilgerspuren“ neu ausgewiesen; einen Trägerverein oder eine eigene Website hat er bis heute nicht. Dafür begleiten ihn Neckartalbahn und Schwarzwaldbahn fast durchgehend — jede Etappe lässt sich einzeln gehen, abbrechen, nachholen. Ein Weg ohne Pressestelle, aber mit Aktenlage.

1417 verpflegt, 1550 aufgebrochen, 2007 wieder ausgewiesen

Das stärkste Zeugnis dieses Weges ist ein Verwaltungsakt. Der Wegführer der vier Landkreise schreibt: „Wenn die Reichsstadt Rottweil 1417 anordnete, durchziehende Pilger in ihrem Spital zu verpflegen, dann zeigt dies die Stärke des Pilgerstroms, wie er zwischen Schwäbischer Alb und Schwarzwald damals anzutreffen war.“ Der Originalwortlaut der Anordnung ist nicht digital erschlossen — das gehört ehrlich gesagt —, aber die Logik trägt: Verpflegung beschließt man nicht für Ausnahmen, sondern für Ströme. Die Belege stehen dicht an der Trasse: das Jakobus-Patrozinium in Ihlingen seit 1400, der Schlussstein im Rottweiler Heilig-Kreuz-Münster von 1497, der Flügelaltar mit Jakobus in der Horber Liebfrauenkirche um 1520.

Der klügste Fund aber ist eine Kapelle, die ihre Richtung im Namen trug: Das Kirchlein im heutigen Nordstetten bei Villingen war Jakobus und Verena geweiht — und der Historiker Thomas H. T. Wieners deutet genau das als Beschilderung: Die Patrone dienten den Pilgern „quasi als Wegweiser: einerseits zum erwünschten Endziel der großen Wallfahrt, dem Apostelgrab in Spanien, und andererseits zu einem wichtigen Etappenziel, nämlich der Grablege der heiligen Verena in Zurzach“. Wer hier stand, hatte zwei Ziele im Kopf — ein erreichbares am Rhein, ein fernes in Galicien. Die Kapelle verbrannte im Dreißigjährigen Krieg; ihre Sandsteinskulptur „Jakobus krönt zwei Pilger“ aus dem 13. Jahrhundert überlebte und steht heute im Villinger Münster. Der Wegweiser ist verbrannt — das Bild krönt weiter Pilger.

Und der Weg hat einen Menschen mit Jahreszahl: Hans Marx II. von Bubenhofen, junger Witwer, brach 1550 nach Santiago auf. Ob er ankam, behauptet niemand — überliefert ist ein Epitaph für den „auf dem Weg nach Santiago verstorbenen“ Pilger und seine Frau. Der Stammsitz seiner Familie, die Burg Herrenzimmern bei Bösingen, liegt an deiner dritten Etappe: Von seinem Aufbruch kennen wir das Jahr, von seinem Ende nur den Grabstein. Danach wurde es still um den Weg — bis die Rückkehr in drei Schritten kam: 1994 der Jakobusstein bei Horb-Ihlingen, 2007 die Neuausweisung durch die vier Landkreise, 2010 der neue Abzweig des Himmelreich-Jakobuswegs bei Hüfingen. Erst der Stein, dann die Schilder, dann das Netz.

Andere Namen

Die Wegbetreiber schreiben ihn Neckar-Baar-Jakobusweg — mit dem lateinischen „Jakobus“ statt dem eingedeutschten „Jakobs“; beide Schreibweisen meinen denselben Weg, und du findest ihn unter beiden. Der Name ist reine Geografie: Neckar für die ersten Etappen im Flusstal, Baar für die Hochebene zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb. In manchen Wegegliederungen läuft er als „Neckar-Baar-Weg (Sulz–Schaffhausen)“ oder als Teil des Rottenburg-Südwegs — Letzteres, weil in Rottenburg am Neckar mehrere Wege zusammenlaufen und dieser der südliche ist. Die Schlussetappe trägt auf Schweizer Seite noch einen dritten Namen: Dort bist du auf dem Schaffhauserweg unterwegs, dem ersten Stück des Schaffhauser-Zürcher-Wegs. Und eine Zahl zum Einordnen: Gelegentlich liest du 117 km — das ist die Variante bis Stühlingen-Lausheim, nicht die Hauptroute nach Schaffhausen. Ein spanisches oder französisches Pendant hat der Weg nicht; er ist ein regionaler deutscher Zubringer und heißt überall gleich.

Für wen ideal – und für wen eher nicht

Ideal, wenn du eine Woche Zeit hast und einen Weg willst, der dich nicht überfordert und trotzdem etwas zu erzählen hat: 143 Kilometer, mittelschwer, höchster Punkt knapp über 900 Meter — machbar für alle, die halbwegs gehfest sind. Neckartalbahn und Schwarzwaldbahn begleiten dich fast durchgehend: Du kannst jede Etappe einzeln gehen, abbrechen, nachholen — für Einsteiger, Etappensammler und Wochenendpilger ist das Gold. Und Geschichte bekommst du dicht: eine Reichsstadt, die 1417 ihre Pilger verpflegen ließ, eine Skulptur aus dem 13. Jahrhundert, einen Adligen, der 1550 aufbrach und nicht wiederkam.

Ehrlich gesagt ist er aber nichts für dich, wenn du Herbergsromantik und Pilgergemeinschaft suchst: Ein durchgehendes Herbergsnetz gibt es nicht — belegt sind zwei Pilgerherbergen in der Region, der Rest sind Pensionen und Gasthöfe, und die buchst du vorher. Einsamkeitssucher mit Panoramagrat-Erwartung sind woanders besser aufgehoben: Hier gehst du im Flusstal, über Feldwege, streckenweise auf Radweg und Asphalt. Und wer die Compostela ansteuert, sollte wissen: Ab Schaffhausen sind es noch gut 2.500 Kilometer. Wer damit klarkommt, bekommt einen der ruhigsten, freundlichsten Wege Südwestdeutschlands.

Streckenverlauf & Landschaft

Der Weg beginnt in Horb am Neckar an der Liebfrauenkirche — mit dem heiligen Jakobus im Hauptaltar — und folgt dem Neckartal nach Süden: über Sulz mit seinem Wasserschloss und Oberndorf bis Rottweil, nahezu durchgehend auf der alten Römerstraße. Das ist keine Floskel: Rottweil ist als Arae Flaviae römische Gründung und die älteste Stadt Baden-Württembergs — die Trasse unter deinen Füßen war Fernverkehr, lange bevor sie Pilgerweg wurde. Eine Feinheit zum Start: Das Betreiber-Faltblatt beginnt die Kette schon am Marktplatz von Rottenburg, dem großen Wegeknoten; vermessen und markiert sind die 143 Kilometer ab Horb. Du kannst also beides — in Rottenburg starten und den Tag dranhängen, oder direkt in Horb loslaufen.

Hinter Rottweil steigst du aus dem Tal auf die Baar, die hochgelegene Ebene zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb: Villingen mit dem Münster, dann eine ganze Etappe an der Brigach entlang — einem der beiden Donau-Quellflüsse — nach Hüfingen, wo der Himmelreich-Jakobusweg nach Westen abzweigt, und weiter nach Blumberg, dem letzten deutschen Stützpunkt. Die Schlussetappe ist die einsamste und schönste: dünn besiedeltes Hügelland über den Randen, Grenzübertritt an der grünen Grenze, vorbei an Schwedenschanze und Hagenturm hinunter nach Schaffhausen am Rhein — wenige Kilometer vom größten Wasserfall Europas.

Etappen, Gelände & Schwierigkeit

Sieben Etappen, rund 39 Stunden reine Gehzeit — im Schnitt 20 Kilometer am Tag, mit echter Spreizung: Die kürzeste Etappe misst 12 Kilometer, die längste 28. Die Einstufung mittelschwer trifft es: keine alpine Passage, aber Etappe 4 hinauf auf die Baar und Etappe 7 über den Randen wollen ordentliche Beine; Etappe 5 an der Brigach ist der flache Ausgleich. Eine offizielle Höhenmeterbilanz gibt es nicht — die Portale widersprechen sich dabei um über 1.400 Meter, deshalb nennen wir keine Zahl. Alle Etappenwerte sind gerundet — verbindlich ist die Gesamtlänge von 143 km.

  1. Horb am Neckar → Sulz am Neckar — ca. 14 km — Auftakt an der Liebfrauenkirche mit Jakobus im Hauptaltar, dann hinaus ins Neckartal auf der Spur der alten Römerstraße.
  2. Sulz am Neckar → Oberndorf am Neckar — ca. 12 km — die kürzeste Etappe, vorbei am Sulzer Wasserschloss, immer im Flusstal. Gut für einen späten Anreisetag.
  3. Oberndorf am Neckar → Rottweil — ca. 24 km — die Geschichtsetappe: ehemalige Klosteranlage in Oberndorf, unterwegs Bösingen-Herrenzimmern mit der Burg der Familie von Bubenhofen, am Abend Rottweil mit Heilig-Kreuz-Münster und Spital.
  4. Rottweil → Villingen — ca. 26 km — die längste Landetappe, hinauf aus dem Neckartal auf die Baar; Ziel ist das Villinger Münster mit der Skulptur „Jakobus krönt zwei Pilger“.
  5. Villingen → Hüfingen — ca. 21 km — die flachste Etappe des Weges, weitgehend parallel zur Brigach, teils auf Radweg. In Hüfingen zweigt der Himmelreich-Jakobusweg nach Freiburg ab.
  6. Hüfingen → Blumberg — ca. 18 km — moderate Baar-Etappe, mit Jakobusaltar und Bruderschaftsfahne von Hüfingen im Rücken; Blumberg ist der letzte deutsche Stützpunkt.
  7. Blumberg → Schaffhausen — ca. 28 km — die härteste und schönste: dünn besiedeltes Hügelland über den Randen, Grenzübertritt an der grünen Grenze, vorbei an Schwedenschanze und Hagenturm. Zwischen Blumberg und Schaffhausen gibt es keine Einkehr — Verpflegung mitnehmen.

Formal endet der deutsche Weg in Blumberg — die Grenzetappe ist schweizerseits als Schaffhauserweg markiert und wird vom Verein jakobsweg.ch betreut; die Portale zählen sie als Etappe 7 mit, und wir auch. Wer sanfter unterwegs sein will: Dank Neckartalbahn und Schwarzwaldbahn lässt sich fast jede Etappe teilen oder einzeln gehen.

Highlights am Weg

  • Liebfrauenkirche Horb — Startpunkt mit dem heiligen Jakobus im Hauptaltar und einem Flügelaltar um 1520; Pilgerstempel im Pfarramt.
  • St. Jakobuskirche Ihlingen — die ehemalige Mutterkirche von Horb mit Bauteilen aus dem 12. Jahrhundert, das Jakobus-Patrozinium seit 1400 belegt; daneben der Jakobusstein von 1994, mit dem das Pilgern hier wieder anfing.
  • Wasserschloss Sulz am Neckar — heute Kulturzentrum, direkt am Weg.
  • Burgruine Herrenzimmern bei Bösingen — Stammsitz der Familie von Bubenhofen, aus der 1550 Hans Marx II. nach Santiago aufbrach.
  • Rottweil — älteste Stadt Baden-Württembergs: Heilig-Kreuz-Münster mit Schlussstein von 1497 und Bartholomäus-Altar — und das Spital, in dem die Stadt 1417 ihre Pilger verpflegen ließ.
  • Villinger Münster — hier steht „Jakobus krönt zwei Pilger“, die Sandsteinskulptur aus dem 13. Jahrhundert, die den Brand der Nordstetter Kapelle überlebt hat.
  • Hüfingen — Jakobusaltar und die Fahne der Jakobusbruderschaft; hier zweigt der Himmelreich-Jakobusweg nach Freiburg ab.
  • Randen und Schwedenschanze — die einsame Grenzetappe über die Hochfläche, mit einem Schanzenrest aus dem Dreißigjährigen Krieg kurz hinter der Schweizer Grenze.
  • Schaffhausen und der Rheinfall — das Ziel am Rhein, wenige Kilometer vom größten Wasserfall Europas.

Wie Pilger auf diesen Weg gelangen

Der klassische Zulauf endet in Rottenburg am Neckar: Dort kommt der Jakobsweg Rothenburg–Rottenburg an, der quer durch Baden-Württemberg von Rothenburg ob der Tauber heranführt, und dort endet auch die Achse über Esslingen und Tübingen. Am Marktplatz von Rottenburg verzweigt sich das Netz — und der Arm über das Weggental, Seebronn, die Liebfrauenhöhe und Mühlen nach Horb ist dein Zubringer. Genau deshalb führt das Betreiber-Faltblatt den Weg ab Rottenburg, während die markierten 143 Kilometer an der Horber Liebfrauenkirche beginnen: Beide haben recht, und du hast die Wahl.

Wer nicht pilgernd anreist, nimmt die Bahn: Horb liegt an der Gäubahn Stuttgart–Singen, von Stuttgart rund eine Stunde; Rottenburg erreichst du über Tübingen. Und für Teilstrecken steigst du in Rottweil oder Villingen-Schwenningen ein — beide liegen an der Schwarzwaldbahn, mitten auf dem Weg.

Weiterpilgern?

In Schaffhausen ist der Weg zu Ende, die Richtung nicht: Ab hier — offiziell schon ab Blumberg — übernimmt der Schaffhauser-Zürcher Weg, der in fünf Etappen und rund 83 Kilometern über Rheinau, Winterthur und Pfäffikon nach Rapperswil-Jona am Zürichsee führt. Dort trifft er den Schwabenweg von Konstanz — und ab Einsiedeln bist du auf der Via Jacobi, dem Schweizer Hauptweg über Luzern, Bern, Fribourg und Lausanne nach Genf. Von dort tragen Via Gebennensis und Via Podiensis die Kette durch Frankreich bis an die Pyrenäen, wo in Saint-Jean-Pied-de-Port der Camino Francés übernimmt.

Und es gibt eine zweite Tür, mitten auf der Strecke: In Hüfingen zweigt der Himmelreich Jakobsweg ab — knapp 174 Kilometer in acht Etappen durchs Höllental nach Freiburg und durchs Markgräflerland nach Weil am Rhein, mit Anschluss an den Baslerweg bei Aesch. Zwei Türen also, eine bei Hüfingen und eine in Schaffhausen — beide führen am Ende nach Galicien.

Vorbereitung & Praktisches

Die gute Zeit reicht von April bis Oktober. Die Baar liegt auf 700 bis 900 Metern und ist rau — im April kann dort noch Schnee liegen, im Hochsommer ist die Hochebene dafür angenehm kühler als das Neckartal. September und früher Oktober sind ideal: stabiles Wetter, klare Fernsicht über den Randen, und du hast die Wege für dich.

Bei den Unterkünften: planen, nicht hoffen. Belegt sind zwei Pilgerherbergen in der Region — Horb-Ihlingen und das Refugio in Leinstetten —, sonst übernachtest du in Pensionen, Gasthöfen und Hotels. Zwei Dinge gehören zusätzlich auf die Liste: Verpflegung für die Schlussetappe (zwischen Blumberg und Schaffhausen gibt es keine Einkehr) und eine Karte, die in der Schweiz funktioniert — Schaffhausen liegt hinter der Grenze. Den Pilgerausweis (Credencial) bekommst du online oder bei der Tourist-Information; Stempel gibt es unter anderem in Horb im Pfarramt und in der Tourist-Info, ebenso in Rottenburg.

Zur Orientierung: In Deutschland folgst du der gelben stilisierten Jakobsmuschel auf blauem Grund — die Richtung zeigt der Punkt, an dem die Strahlen zusammenlaufen —, ab der Grenze übernehmen die gelben Schweizer Wanderwegzeichen und der Name „Schaffhauserweg“. Markiert ist nur in Richtung Süden. Mit der Camino Ninja App bist du auf der sicheren Seite — sie hat die komplette Route an Bord, und du stellst dir deine Etappen zusammen und planst passende Unterkünfte gleich mit ein.

Was dich der Weg kostet

Rechne mit 60 bis 90 Euro pro Tag in Pensionen und Gasthöfen (Stand: August 2026) — es gibt kaum Pilgerherbergen, du kaufst also im normalen Übernachtungsmarkt Baden-Württembergs ein. Ein Doppelzimmer im Gasthof ist pro Person oft günstiger als ein Einzelzimmer: Gemeinsam pilgern spart hier echtes Geld, und die Herbergs-Tage in Horb-Ihlingen oder Leinstetten drücken den Schnitt zusätzlich. Zwei Posten kommen dazu: der Pilgerausweis für kleines Geld — und die Schweiz. Ab Schaffhausen liegen Essen und Übernachtung deutlich über deutschem Niveau; plane für den Schlusstag und die Nacht dort einen Aufschlag von gut der Hälfte ein. Die An- und Rückreise bleibt dafür billig: Der Weg ist fast durchgehend bahnbegleitet.

Anreise

Zum Start: Horb am Neckar liegt an der Gäubahn Stuttgart–Singen, mit Bahnhof direkt am Weg — von Stuttgart rund eine Stunde, von Zürich über Singen etwa zweieinhalb. Wer am Faltblatt-Start in Rottenburg beginnen will, fährt über Tübingen. Die nächsten Flughäfen sind Stuttgart (für den Start) und Zürich (für das Ziel).

Vom Ziel: Schaffhausen ist ein Schweizer Bahnknoten — nach Zürich rund 40 Minuten, zurück nach Deutschland über Singen. Für Teilstrecken bist du flexibel: Rottweil und Villingen-Schwenningen liegen an der Schwarzwaldbahn, Sulz und Oberndorf an der Neckartalbahn, Blumberg ist per Bus aus Donaueschingen erreichbar.

  • Anreise zum Start: Gäubahn bis Horb (ab Stuttgart ca. 1 Stunde); nach Rottenburg über Tübingen. Fahrpläne unter [bahn.de](https://www.bahn.de).
  • Unterwegs ein-/aussteigen: Sulz und Oberndorf (Neckartalbahn), Rottweil und Villingen-Schwenningen (Schwarzwaldbahn), Blumberg per Bus.
  • Rückreise: Schaffhausen → Zürich in ca. 40 Minuten ([sbb.ch](https://www.sbb.ch)) oder über Singen zurück nach Deutschland.
  • Flughäfen: Stuttgart (Start), Zürich (Ziel).
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